Montag, 22. Mai 2017

Ich schenk dir eine Geschichte

Jetzt hat es doch ein bisschen länger gedauert, bis ich den Gewinnerwunsch umsetzen konnte. Dafür ist die Geschichte allerdings auch ein klein wenig mehr Umfang bekommen, als ich es geplant hatte.
Ein Oneshot zum "WhiskyTeufel" ... ich habe es sehr genossen, Michael und Kevin noch einmal die Möglichkeit zu geben, mir und euch aus ihrem Leben zu erzählen.
Beinahe ein bisschen zu sehr genossen, denn ich muss ehrlich zugeben, ich liebe sie und es macht unglaublich viel Spaß, über sie zu schreiben. So viel, dass ich am liebsten ... nein, darüber denke ich besser nicht nach.
Wer den WhiskyTeufel kennt, weiß, dass die beiden ziemlich heiß sind ... zu heiß für diesen blog. Deshalb gibt es die Story auf Fanfiktion.de. Dort lässt es sich auch besser lesen.

Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß, würde mich sehr sehr über Feedback freuen und hoffe, ihr habt einen guten Start in die Woche.

Liebe Kerstin Müller und alle anderen, die sich eine Szene aus dem WhiskyTeufel gewünscht haben: Hier kommt meine Geschichte für euch!Schatten der Vergangenheit


Mittwoch, 17. Mai 2017

IDAHOT* 2017

Irgendwie ist es in diesem Jahr gar nicht so schön bunt auf meinem blog. Ich weiß auch nicht genau, aber mir ist keine gute Aktion eingefallen.
Vielleicht hatte ich auch einfach keine Kraft dafür, denn ich bin noch immer nicht mit der Ostergeschichte fertig (Weihnachten naht ja schon fast), habe erst 2/3 vom WhiskyTeufel-Oneshot und das Geheimprojekt schwimmt quasi noch im Wasser.
Trotzdem gibt es zumindest ein paar virtuelle Luftballons mit all den Wünschen für einen respekt-und liebevollen Umgang, ganz egal welche Farbe, Rasse, Geschlecht oder sexuelle Identität dein Gegenüber auch haben möge.
In den Jahren als Autorin im Gay Romance Genre habe ich viel über Toleranz und Akzeptanz gelernt, gemerkt, dass diese Worte manchmal auch seltsame Einbahnstraßen sind und weiß, dass ich trotzdem nicht aufgeben darf, mich dafür einzusetzen. Meine eigenen (manchmal auch engen) Grenzen habe ich oft gesprengt und erkannt, dass ich mich mit bestimmten Dingen einfach nur ein bisschen auseinandersetzen muss, um sie zu begreifen und letztendlich auch zu akzeptieren.
Es sind ganz oft Berührungsängste, die einen zurückschrecken und dann auch irrational reagieren lassen.
Dabei glaube ich ganz fest daran, dass wir alle friedlich neben-und miteinander leben können. Ich muss nicht wissen, was meine Nachbarn in ihren Betten treiben. Es interessiert mich nicht, ob der Mann, der mir gegenübersteht, auch wirklich einen Schwanz in der Hose hat. Es ist nicht meine Entscheidung wie sehr sich jemand zu Männern und Frauen hingezogen fühlt, oder ob sich jemand nicht eindeutig als Mann oder Frau identifizieren kann. Wieso ist es so schwer zu akzeptieren, dass es für manche eben nicht so eine genaue Abgrenzung gibt?

IDAHOT oder wie auch immer all die neuen und politisch korrekten Buchstabenverbindungen sein mögen, ist der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie, Interphobie, Biphobie ... Ein internationaler Tag um das Anderssein zu feiern, um ein Miteinander zu zelebrieren und Lebensfreude zu bekunden.
Also lasst Luftballons in den Himmel steigen, hängt eure Wünsche und Träume von einer wundervollen Zukunft daran und genießt den Tag.

Ich habe mal geguckt, wo in meiner "Nähe" ein Rainbowflash geplant ist. Vielleicht wohnt ihr (im Gegensatz zu mir) tatsächlich dort in der Nähe und habt noch nichts vor:

Magdeburg: 17.30 Uhr auf dem Willy-Brand-Platz, organisiert vom LSVD Sachsen-Anhalt, CSD Magdeburg und Jugendtreff ComeIn  

Halle: 15.30 Uhr Markplatz, organisiert vom AK Queer, ab 17.05 steigen die Luftballons (was für eine coole Idee) 

Leipzig: 13 Uhr Richard- Wagner- Platz, organisiert von RosaLinde Leipzig e.V mit finanzieller Unterstützung der Aktion Mensch und dem Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des Studierendenrates der Universität Leipzig.

Berlin:  10.00 Uhr am Reichstag, organisiert von ENOUGH is ENOUGH - OPEN YOUR MOUTH und Deutsche AIDS-Hilfe
Am 17.5. um 10 Uhr versammeln wir uns in unserer ganzen Vielfalt unterm Regenbogen. Auf den Fotos wird dieser Regenbogen zugleich den Reichstag überspannen.  

Also macht euch auf, genießt den Tag und zeigt wie bunt und vielfältig das Leben sein kann. 



Donnerstag, 11. Mai 2017

Das leidige Zeitproblem


Es ist schon ein seltsames Phänomen mit der Zeit. Auch Disziplin und Muse passen nicht immer zusammen. Und manchmal passt leider gar nichts und das zu einem Zeitpunkt, von dem man dachte, er wäre perfekt.

Schon seit ein paar Wochen habe ich mich genau auf diese jetzige Woche gefreut. Beide Kinder auf Klassenfahrt, das bedeutet, ganz, ganz, ganz viel Schreibzeit, weil weder das Mittagessen pünktlich fertig sein muss, noch muss ich mich um schulische oder andere Angelegenheiten kümmern.
Ich habe es mir genau ausgemalt, wie ich emsig, nahezu bienchengleich am meinem Laptop sitze, Musik auf den Ohren, die Kanne Tee in Reichweite, vielleicht auch ein paar Apfelspalten ... Eben alles, was ich für ein glückliches Schreiben brauche. Dafür kein einziger Blick auf die Uhr oder auf Wortzahlen, also quasi keinerlei zeitlicher Druck. Erst wenn mein Mann von Arbeit nach Hause kommt, würde ich voller positiver Energie und Stolz über die geschaffte Leistung den Laptop herunterfahren und dann würden wir die "freie" Zeit wunderbar zweisam genießen.
Soweit der Plan!

Am Montag haben ich die Jungs also verabschiedet. Okay, dachte ich mir, der Abschiedsschmerz wiegt natürlich. Da kann man schon mal nicht so motiviert sein. Lustlos habe ich ein bisschen auf der Tastatur herumgeklimpert, mich über das Wetter geärgert, natürlich pünktlich Mittag gekocht und dann ... habe ich mich aufs Sofa gesetzt und einen Film geguckt. Nebenbei hat mein Mann eine Whatsapp bekommen, dass er doch bitte pünktlich nach Hause kommen soll.

Dienstag habe ich erst mal prompt verschlafen. Und wenn man schon viel zu lange im Bett bleibt, ist klar, dass auch der Rest des Tages nicht wirklich produktiv wird. Also habe ich mich aufs Sofa geschleppt und weitere Mädchenträume verfolgt. "Rubinrot", "Saphirblau" und "Smaradgrün" habe ich jetzt gesehen und war ganz angetan. Gelesen habe ich auch, aber in meinem Kopf herrschte dagegen absolute Stille. Kein Kerl wollte mit mir reden, nicht mal ein unpassend neues Plotbunny ist herumgehüpft. Nichts ... absolut gar nichts. Meine Datei habe ich am Dienstag gar nicht erst geöffnet. Wie gut, dass die Primebox noch ein paar Filme auf Lager hatte.
Das Wetter war auch immer noch mies, was ja nicht zur Steigerung der guten Laune beziehungsweise zur Steigerung der Aktivität führt.

Am Mittwoch aber (der Tag an dem ein Kind wieder nach Hause gekommen ist) .... Ich bin schon gut gelaunt aus dem Bett gehüpft, habe den ganzen Vormittag fleißig getippt, wichtige Dinge geklärt, Muffins gebacken, geputzt und mich quasi vor Energie überschlagen.

Heute ist Donnerstag. Ich tippe an diesem blogbeitrag, anstatt mein Skript voranzubringen. Und pünktlich um 12 Uhr ist der Sohn aus der Schule gekommen und hat Hunger und ich ärgere mich, dass ich jetzt kochen muss, obwohl ich doch NUN so schön an der Geschichte weitertippen könnte, aber NUN habe ich ja keine Zeit.
Manchmal ist es doch wirklich verrückt.