Samstag, 30. Dezember 2017

Jahresrückblick 2017

Wie die Kalenderaktion ist auch der Rückblick auf das vergangene Jahr schon beinahe so etwas wie eine Tradition auf diesem blog.
Deshalb werde ich damit auch in diesem Jahr nicht brechen und noch einmal auf die vergangenen Monate zurückblicken.
2017 war in vielerlei Hinsicht besonders. Es gab so viele bemerkenswerte Momente und wunderbare Begegnungen, dass ich Angst habe, irgendetwas zu vergessen.
Angefangen hat das Jahr leider mit einem wirklich unangenehmen Krankenhausaufenthalt. Ich hätte nicht gedacht, wie schnell man sich in einem Krankenbett wiederfindet. Zum Glück ist alles gutgegangen. 
Da ich aber grundsätzlich ein positiver Mensch bin,  fange ich mit den Augenblicken an, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind und die mich geprägt und gestärkt haben.

Die Leipziger Buchmesse im März gehört ganz unzweifelhaft dazu. Obwohl ich in diesem Jahr kein neues Verlagsbuch hatte, was mich wirklich ziemlich unglücklich gemacht hat, so hatte ich doch eine wunderbare Zeit auf der Messe. Ich habe mich mit meiner Mitbewohnerin Cat T. Mad absolut wohlgefühlt. Unsere spätnächtlichen Treffen in der Küche mit Tee und Schokolade waren unvergleichlich. Aber auch die Tage auf der Messe haben mir sehr gefallen. Diesmal hatte ich den, vermutlich perfekten Mix zwischen privat und Autorin. Ich war in sämtlichen Hallen, hatte eine kleine Lesung,  habe tolle Gespräche geführt und eine überaus lustige Zeit mit MS Kelts, Susanne Scholz und Susann Julieva verbracht. Nicht zu vergessen, das traditionelle Cursed-Essen, bei dem es so lustig zuging, dass ich von Glückshormonen überschwemmt wurde. Leipzig war einfach großartig und ich freue mich schon so auf die nächste Messe (diesmal hoffentlich mit Buch).

Ein weiteres großes Highlight war meine Wohnzimmerlesung. Ich hatte wirklich Angst vor meiner eigenen Courage, als ich die Versteigerung einer Wohnzimmerlesung zugunsten einer Spendenaktion für die Lesben und Schwulen von Tschetschenien ins Netz gestellt habe. Umso glücklicher war ich, dass tatsächlich Gebote abgegeben wurden. Am Ende hat es mich quasi ans andere Ende von Deutschland verschlagen, aber ich hatte eine großartigen Tag und so viel Spaß, dass die lange Reise vollkommen in den Hintergrund trat.

Apropos Lesungen: Ich habe in diesem Jahr so oft gelesen, wie noch nie. Dabei ist mir einmal mehr bewusst geworden, wie sehr ich es liebe. Quedlinburger Bücherfrühling, die Wohnzimmerlesung, zum CSD in Rostock, eine Lesung zum 20-jährigen Bestehen des Dachvereins Reichenstraße e.V., im Rahmen des Weltaidstages in Kassel, am Gymnasium und zum Abschluss noch für die Aidshilfe Sachsen-Anhalt Nord e.V. in Magdeburg. Wahnsinn!

Ein weiteres großes Ereignis war zweifellos die Buch Berlin. Der eigene Stand mit Caro Sodar, Mia Grieg und Sitala Helki war ein spannendes Abenteuer. Wir haben uns viele Gedanken gemacht, gemeinsam alles vorbereitet und viele Ideen umgesetzt. Ich finde, wir waren durchaus erfolgreich und hatten eine wunderbare Zeit. Ich liebe die besondere Atmosphäre in Berlin und die vielen Autoren und Leser mit denen ich Zeit verbringen konnte.

Ich durfte zwei wunderbare Konzerte genießen, war beim Picknick der Schwestern der perpetuellen Indulgenz in Berlin, war bei der Premiere der queeren Kinoreihe in Goslar, bei der Aidsgala im Goslar und beim CSD in Magdeburg. Gerade letzteres hat eine ganz besondere Bedeutung für mich, denn nachdem im Jahr 2016 einiges schief gelaufen ist, waren die zwei Tage, die ich in Magdeburg verbracht habe, Balsam für meine Seele. Zuerst hatte ich viel Spaß bei der Klosterschule und dann am nächsten Tag beim Straßenfest. Mit dem bezauberndsten Einhorn habe ich die Zeit sehr genossen.und ganz nebenbei am eigenen Leib erfahren, wie schnell man in Schubladen gesteckt wird. Das war ziemlich lustig, aber vielleicht auch nur, weil ich in dieser Hinsicht die nötige Gelassenheit besitze.

Was die Gelassenheit anbelangt, so ist sie auch im Hinblick auf Gay Romance und weibliche Autoren ein Stück angewachsen. Ich versuche, viele negative Aussagen nicht so heftig an mich heranzulassen und die vielen positiven Erfahrungen in meinem Herzen zu bewahren. Das ist nicht immer leicht, aber gerade im letzten Jahr habe ich so viele berührende Beweise dafür bekommen, dass es wirklich sträflich wäre, die Menschen, die einfach nur gemein oder mit ihrem eigenen Leben unzufrieden sind, gewinnen zu lassen. Wieso gelingt es negativen Kommentaren eigentlich immer so viel besser, sich im Gehirn festzusetzen?

Mein Schreiberfolg war in diesem Jahr jedoch nicht besonders groß. Damit meine ich nicht die Verkäufe oder Platzierungen, sondern eher die "Produktion". Ich hatte wirklich lange Durststrecken, in denen ich kaum ein Wort geschrieben habe. Manchmal war ich frustriert, manchmal hatte ich regelrecht Angst. Es gibt so viele angefangene Projekte, so viele Geschichten, die auf ein Ende warten oder darauf, überhaupt geschrieben zu werden.
Zum Jahresende hat es sich zum Glück wieder gebessert und ich hoffe,  ich nehme den Elan  mit ins neue Jahr. Immerhin habe ich gestern  noch ein großes Buch fertiggeschrieben. Außerdem stürze ich mich auf den dritten Teil meiner "Verliebt"- Reihe.
Keine Pläne, aber jede Menge Motivation und Hoffnung, dass das nächste Jahr wieder ein paar mehr Bücher und Geschichten bereithält.

Ein besonderer Moment war auch die Eheöffnung. Ich saß mit meinem kleinen Sohn vor dem Fernseher und wir haben beide gejubelt, als die Mehrheit für die Ehe für Alle gestimmt hat. 
Außerdem bin ich jetzt Mitglied in einem Verein, habe neue Freunde gefunden und festgestellt, dass es manchmal Jahre dauert, um zu erkennen, dass manche Menschen mir nicht guttun.

Mit meiner Tanzgruppe hatte ich so viele Auftritte, wie noch nie und jeder einzelne Auftritt war besonders und so voller Energie. Tanzen tut so viel für die Seele und das Wohlbefinden.


Auch privat war 2017 wirklich schön. Die Jugendweihe meines Sohnes, zwei wunderbare Urlaube und ein neues Auto. Ich liebe noch immer meinen kleinen Garten. Seit zwei Monaten machen meinen Mann und ich einen Salsatanzkurs und haben echt viel Spaß dabei.

Wenn ich all das lese, dann bekomme ich ein bisschen Angst vor dem neuen Jahr. 2017 war so vielseitig und besonders, dass ich nur hoffen kann, dass 2018 ähnliche wunderbare Erfahrungen für mich bereithält.

Zum Schluss danke ich all den Menschen, die mich im letzten Jahr begleitet haben.
Familie, Freunde, Bekannte, Autoren und Leser.
All jene, die meine Bücher gekauft haben, die mir Rezensionen geschrieben oder mir private Rückmeldungen geschickt haben.
Danke für die Mühe und eure Treue!
Danke für euer Interesse und die vielen Kommentare auf meinem blog!
Ich bedanke mich bei den Autoren, die ich im letzten Jahr kennengelernt habe, mit denen ich zusammenarbeiten durfte, die mich unterstützten, mir bei meinen Büchern halfen und mich motivierten. Danke für wunderbare Gespräche, lustige Aktionen und Events.
Ich bin dankbar für das Talent, Geschichten aufschreiben zu können und genieße diesen Job mit jeder Faser.

Ich freue mich auf das neue Jahr und hoffe, es hält ebenfalls einige wundervolle Ereignisse für mich bereit. Immerhin ist die LBM ja schon irgendwie in Sicht.

Kommt alle gut ins neue Jahr. 
Wir sehen uns 2018 wieder! 
 

1 Kommentar:

  1. Ich habe heute das Päckchen von dir erhalten und hatte noch mal Weihnachten.
    Die Tasse, der Kalender und Karte sind toll. Spaß hatte ich auch an dem süßen Verpackungspapier mit den Einhörnern!
    Nochmal herzlichen Dank ♥ und einen guten Rutsch ins Jahr 2018

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