Caro Sodar, Mia Grieg, Sitala Helki und Karo Steinn auf der Buch Berlin

Montag, 26. Juni 2017

Autorenglück

Es gibt Momente, da wird mir ganz deutlich bewusst, was für ein riesiges Glück es ist, eine Autorin sein zu dürfen.
Diese Augenblicke, in der sich so eine verklärte und romantische Vorstellung über das Leben von Autoren mit der Realität gewissermaßen vereint.
Schreiben ist oftmals anstrengende Arbeit und erfordert viel Disziplin. Letzters ist für mich wirklich anstrengend, denn mein Weg ist noch immer das Chaos.
Trotzdem verbringe ich sehr viel Zeit am Schreibtisch und habe zu wenig Bewegung. Oftmals bin ich dabei nicht einmal besonders produktiv, weil mein Kopf mit anderen Dingen überlastet ist oder ich zu viel Zeit auf Facebook und den anderen sozialen Medien verbringe. Dann ärgere ich mich über mich selbst, aber vor allem darüber, dass gerade Facebook so viel positive Lebensenergie in Frust verwandelt.
Ich weiß, dass ich diejenige bin, die das abstellen kann und sollte und trotzdem ... Es ist wohl so etwas wie Neugier, aber eben auch das Bewußtsein, teil der Szene zu sein. Damit will ich nichts verteufeln. Ich habe auch schon viel Schönes auf Facebook erlebt und Menschen kennengelernt, die mir viel bedeuten. Ganz zu schweigen von wunderbaren Schreibprojekten, die sich dort ergeben haben (ein neues wird auch bald das Licht der Welt erblicken und ich freue mich so sehr darüber)
In den letzten Tagen habe ich das Schreiben auf jeden Fall sehr genossen und der Grund dafür ist ziemlich einfach: Sonne, blauer Himmel und ein wunderbarer Gartenarbeitsplatz. Schon früh am Morgen habe ich mich in meinen kleinen Garten zurückgezogen und angefangen zu schreiben. Die Ruhe und die wunderbare Natur waren unglaublich. Vogelgezwitscher, ein leichter Wind, Sonnenschein ... Das hat sich nicht nur auf die Anzahl der geschriebene Wörter ausgewirkt, sondern auch auf mein Gemüt. Glückshormone tanken! Die Luft duftete nach Blumen und Gräsern und manchmal hat der Wind den süßen Duft der Walderdbeeren zu mir getragen. Dann musste ich regelrecht innehalten und tief durchatmen. Es ist so schön im Garten zu schreiben. Auch mein winziges Häuschen schenkt mir so viel mehr Inspiration als ich erwartet hatte. Am liebsten wäre ich gar nicht mehr nach Hause gegangen. 
Die neue Woche fängt trüb und kalt an, aber sie hindert mich nicht daran, nachher alles zusammenzupacken und wieder in die Natur zu verschwinden. Auch wenn ich mich dank Smartphone nicht ganz von der Welt abschotte, so spüre ich doch, wieviel besser und intensiver ich schreibe, wenn ich nicht über all die Dinge, die auf Facebook und Co passieren, informiert bin.
Ich bin wirklich dankbar über diese Möglichkeit mein Leben zu gestalten, über das bisschen Talent, mit dem ich gesegnet bin und über die Freude, die ich immer noch beim Schreiben von romantischen Geschichten empfinde.


Freitag, 16. Juni 2017

Meine Wohnzimmerlesung


Die wohl verrücktesten, erstaunlichsten und wundervollsten fünf Tage liegen hinter mir. Wohnzimmerlesung im Saarland, Depeche Mode Konzert in Hannover und Coldplay Konzert in Leipzig. Im Grunde kann ich noch gar nicht begreifen, was ich erleben durfte und spüre obendrein, wie die Müdigkeit allmählich und mit ganzer Kraft von mir Besitz ergreift.
Trotzdem möchte ich euch die Erlebnisse meiner ersten und vermutlich auch einzigen Wohnzimmerlesung nicht vorenthalten.

Es war schon ein kleines Abenteuer, als ich die Versteigerung auf ebay eingestellt habe. Letztendlich gab es keine wirkliche Absicherung für mich, aber ich wusste von Anfang an, dass ich es auf jeden Fall durchziehen werde, egal wohin es mich verschlagen wird.
Irgendwie war ja klar, dass die Gewinnerin der Auktion nicht um die Ecke wohnt. Also habe ich mich, zusammen mit meinem Mann am vergangenen Samstag auf den Weg ins doch recht weit entfernte Saarland gemacht.
 Mehr als sechs Stunden später (dank einiger kleinerer Staus und einer beachtlichen Anzahl an Baustellen) haben wir unser Hotel mitten im Nirgendwo gefunden und bezogen.
Kurz ausruhen, nochmal das Buch zur Hand nehmen und das eigene Äußere aufhübschen und dann ging es los.

Egal wie oft ich darüber im Vorfeld nachgedacht habe, ich hatte keinen Plan, was auf mich zukommen würde. Würde das Eis auf Anhieb brechen oder vielleicht gar nicht? Würde mein Mann sich furchtbar langweilen? Mit wieviel Zeit sollte ich rechnen? Wie würde die Stimmung insgesamt sein?
Natürlich hofft man immer auf das Beste, aber letztendlich hätte es auch ganz anders kommen können.
Ist es aber zum Glück nicht!

Ich schätze, da gab es gar kein Eis, das gebrochen werden musste. Die Stimmung war von der erste Sekunde an super.
Wir wurden herzlich empfangen und haben den Nachmittag mit leckerem Kuchen begonnen.

In Anbetracht des schönen Wetters wurde die Lesung spontan nach draußen verlegt. So konnte ich auch gleich noch ein bisschen von der schönen Landschaft sehen.
Gemütlich haben wir zusammengesessen und dann ging es los. Zuerst habe ich ein Stück aus meinem noch etwas geheimen Projekt (also eine ganz besondere Prämiere) gelesen, später dann ein wenig aus "Herzschmerz inklusive".
Wir haben uns über das Schreiben und Lesen unterhalten. Ich hoffe, ich konnte alle Fragen zu mir und meiner Leidenschaft für Gay Romance beantworten.

Anschließend haben die "Mädels" den Grill angeworfen und es gab eine riesige Menge leckeres Essen.
Wir haben viel gelacht und hatten jede Menge Spaß zusammen.
Über die Blumen und das süße Einhorn habe ich mich auch riesig gefreut. Die Blümchen stehen im Fenster, während ich von nun an mit großen dunklen Knopfaugen auf meinem Schreibtisch beobachtet werde.

Was auch immer ich als Zeitplan im Hinterkopf hatte, dass es am Ende 22.30 Uhr sein würde, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. 
Selbst mein Mann fand, dass die Lesung kaum besser hätte laufen können.
Ich bin froh und glücklich über diesen schönen Tag und bedanke mich noch einmal für die Spende, die dieses Zusammentreffen ermöglichst hat.
Es war mir ein echtes Vergnügen!



Mittwoch, 7. Juni 2017

Auslosung Pride Month

Während ich die letzten Tage in meiner Minihütte im Garten saß und wie verrückt an meiner Kurzgeschichte geschrieben habe, habe ich doch glatt vergessen, die Gewinner der beiden T-shirts bekannt zu geben. Das passiert, wenn man in der Natur kein Internet hat, einmal abgesehen vom Handy.
Aber heute bin ich extra Zuhause geblieben, um mich hier zu kümmern.
Ich freue mich, dass ein paar Leute Interesse an den Shirts gezeigt haben und hoffe, die Gewinner werden eine schöne Zeit mit den Sachen haben. Ich liebe ja meine "Regenbogen-Shirts".
Bevor ich mich gleich wieder nach draußen begebe und endlich das Ende meiner etwas verrückten Geschichte schreibe, spiele ich heute mit Hilfe eines Zufallsgenerators aus dem Internet allein die Glücksfee und verkünde folgende Namen:

Das Herzshirt hat gewonnen: 

Anne Sommerfeld

Herzlichen Glückwunsch!

Das Shirt mit dem Mund hat gewonnen: 

Anja E ohne B

Herzlichen Glückwunsch! 

Schickt mir eure Adresse und dann macht sich euer Gewinn ganz schnell auf den Weg.

Freitag, 2. Juni 2017

Pride Month

Der Juni gehört nicht zu meinen Lieblingsmonaten (ganz im Gegenteil).
Vermutlich haben die meisten Menschen in ihrem Leben eine Art von Trauer, Wut und Verlust erlebt. Tatsächlich wird der Schmerz irgendwann kleiner, auch wenn er wohl niemals ganz vergeht. Irgendwann in den letzten Jahren habe ich meine Taktik mit dem Juni umzugehen geändert und versucht, schöne Vorhaben in die Tat umzusetzen. So auch in diesem Jahr.
Am nächsten Wochenende findet meine Wohnzimmerlesung statt. Ich bin schon unglaublich gespannt und auch ein bisschen aufgeregt, wie mein Besuch im Saarland wohl ablaufen wird.
Ich fahre nach Hannover zum Depeche Mode Konzert und erfülle mir damit so etwas wie einen Jugendtraum. Gott, ich kann es noch gar nicht fassen, dass ich diese unglaublich großartige Band live erleben darf.
Und dann fahre ich auch noch zu einem Coldplay Konzert mit lieben Freunden / Autorenkolleginnen. Darauf freue ich mich auch schon, denn Coldplay soll ja eine fantastische Bühnenshow haben.
Für einen Monat, in dem man sich jahrelang am liebsten nur im Bett versteckt wollte, ist das doch ein wirklich ansehnliches Programm.

Und dann ist der Juni ja bekanntermaßen auch der Pride Month. Zur Erinnerung an den Stonewallaufstand am 28. Juni 1969 in New York veranstalten viele Städte rund um den Erdball in den Sommermonaten Straßenumzüge um für die Rechte von Schwulen, Lesben,  Bisexuellen und Transgender (LGBT*) zu demonstrieren, um Präsenz, aber auch Lebensfreude zu zeigen.  Für die LGBT* Community ist das vermutlich das größte Ereignis des Jahres, an dem viele Leute vergnügt, aber durchaus auch kämpferisch miteinander feiern.

Wenn man, so wie ich in einer Kleinstadt wohnt, ist man ein bisschen weg von diesen Dingen, außerdem sollte ich meine Zeit in erster Linie zum Schreiben nutzen.
Trotzdem, und wer mich ein bisschen kennt, weiß, dass ich es mag, das eine oder andere Statement setzen und auch immer gern meine Unterstützung und Anteilnahme bekunde (dafür muss man zum Glück nicht bei einem CSD vor Ort sein)

Leider habe ich im letzten Jahr bei diesem Unterfangen zwei Fehlgriffe getätigt.
Pech für mich, aber vielleicht Glück für euch.
Pride Month- und ich schenke zwei Personen ein passendes Outfit zum Feiern.
Ich habe hier zwei T-shirts (neu und ungetragen, nur leider ein bisschen zerknautscht), die ein Fehlkauf waren, aber irgendwie im Streß nicht zurückgeschickt wurden.
Der Regenbogenmund ist laut Etikett eine XL (ich würde sagen, dass es maximal eine M ist)
Das Herz angeblich XXL, aber höchstens eine L.
Dazu gibt es noch ein Fähnchen zum Winken und ein Karte.
Ich würde mich riesig freuen, wenn es jemanden gibt, den ich mit diesen Shirts glücklich machen kann.
Was müsst ihr tun?
Schreibt einen Kommentar mit Herz oder Mund unter diesen Post (gern auch auf meiner Autorenseite auf FB) und wandert, falls es mehr als zwei Interessenten gibt, in den Lostopf. Ich lasse das Gewinnspiel über Pfingsten laufen und lose dann am Dienstag, 06.6.2017 aus.



Ich weiß, einige CSD´s sind bereits durch, aber zumindest die großen in Berlin, Hamburg, Köln finden erst statt und auch viele weitere wie Rostock, Magdeburg, Schwerin.
Ich treibe mich auf keinen dieser Veranstaltungen herum, aber ich wünsche jedem, der teilnimmt ganz viel Spaß, vielleicht sogar mit einem neuen Shirt.