Caro Sodar, Mia Grieg, Sitala Helki und Karo Steinn auf der Buch Berlin

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Coming Out Day

Heute, am 11. Oktober ist der internationale Coming Out Day.
Er wird seit 1988 mit vielen Aktionen gefeiert. Dazu gehört auch, dass Menschen diesen Tag zum Anlass nehmen, um sich vor der Familie und/oder Freunden zu outen.
Auf diese Weise sorgen sie für mehr Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen oder Transgender. Mehr Sichtbarkeit bedeutet auch ein deutliches Zeichen gegen Homophobie bzw. Transphobie zu setzen.
Es ist also ein ganz besonderer Tag. Ichhoffe, dass all jene, die ihn heute tatsächlich für ein Outing nutzen, in ihrer Familie weiterhin willkommen sind, keine Freunde verlieren und ein glückliches offenes Leben führen können.

Ich habe für euch eine kleine Geschichte.
Es ist schon eine Weile her, dass ich spontan eine Kurzgeschichte geschrieben habe, aber es hat ziemlich viel Spaß gemacht. Vielleicht auch, weil es eine wunderbare Abwechslung zu meinem doch recht ernsten Buch ist. Ich hoffe, ihr habt Spaß und wünsche euch einen schönen Coming out Day!

Achtung: P 16/18 slash!

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Gewinn

Jetzt ist mir die kleine Auslosung doch beinahe durch die Erinnerung geschlüpft. Vermutlich weil sich so wenige dafür interessiert haben, was ziemlich schade ist.
Aber vielleicht auch einfach, weil mein Kopf tief in einer Geschichten steckt, die ich liebe und gleichzeitig ein bisschen hasse. Trotzdem macht mich der Gedanke, dass ich nur noch wenige Kapitel bis zum Ende habe, ganz kribbelig und lässt mich alles um mich herum vergessen.

Trotzdem tut es mir leid, dass ich den Gewinn hier übergangen habe.
Viel auszulosen gibt es nicht. Ich habe die Kommentare auf FB dazugenommen, die Namen einmal durchgeschüttelt und:
 Gewonnen hat:
Tatty Germer
 Herzlichen Glückwunsch!

Melde dich bei mir, damit sich die Tasse bald auf den Weg machen kann. 

Ich danke allen, die mitgemacht und meine kleine Triologie gelesen haben. 
Im letzten Monat hatte ich teilweise das Gefühl, dass ich mich gar nicht mehr richtig wohl auf meinem blog fühle und habe darüber nachgedacht, wie ich damit am besten umgehe. Vermutlich wäre es an der Zeit, mir eine ordentliche Webseite mit meinem Namen zuzulegen, aber irgendwie hänge ich an dieser "Sache" hier. 
Es zeigt mir meine Anfänge, in denen ich ein bisschen kopflos war, keine Ahnung hatte, wohin es gehen soll, aber mit jeder Menge Spaß und Enthusiasmus dabei war. Manchmal vermisse ich die Sorglosigkeit, mit der ich geschrieben habe, manchmal bin ich allerdings auch stolz auf die Entwicklung. 
Ich und mein blog werden noch eine Weile einen gemeinsamen Weg gehen. Ich mag es hier. Es ist ein bisschen wie Zuhause. 
Nächste Woche ist der Coming Out Day. Den lasse ich mit Sicherheit nicht einfach vorrüberziehen. Und auch in diesem Jahr wird es wieder einen Adventskalender geben. In welcher Form er sein wird,  weiß ich noch nicht genau, auch wenn ich schon einige Ideen habe. 
Was hat euch denn gefallen? 
 
 

Samstag, 30. September 2017

Ausblick


Willkommen zum dritten Tag meiner kleinen "Aufholjagd" in punkto Blogbeiträgen.
Weil ich mich freue, dass ich die drei Posts geschafft habe und natürlich auch, weil es doch einige Leute gibt, die das hier lesen, gibt es am Ende auch noch einen kleinen Gewinn für euch.

Aber zuerst wage ich einen Ausblick auf den Rest des Jahres 2017.
Allerdings geht es nicht direkt um neue Bücher. Die meisten wissen vermutlich, dass Pläne mir oftmals Probleme bereiten, sich Ideen, mit denen ich gar nicht gerechnet habe, in den Vordergrund schieben und andere in der Versenkung verschwinden. Vielleicht nicht für immer, aber manche sind inzwischen doch bereits für eine lange Zeit weg.
Wie ich gestern geschrieben habe, gibt es diese drei Buchprojekte, die ich schaffen möchte. Ich bin gespannt, was ich am Ende davon realisieren kann.
Was ich aber mit einer gewissen Sicherheit sage: Es gibt in jedem Fall noch etwas Neues zu lesen und es wird zur LBM im nächsten Jahr ein neues Verlagsbuch von mir dabei sein. Das ist doch schon mal ein gutes Ziel.
Im Moment liegt neben dem Schreiben, mein Hauptaugenmerk auf die Vorbereitungen zur "Buch Berlin".
Ich freue mich riesig auf die Messe, denn ich fühle mich mit ihr auf eine besondere Weise verbunden. Schließlich gehöre ich, zusammen mit vielen anderen Autoren aus dem Gay Romance Bereich zu denen, die seit der "Geburt" dieser Messe dabei sind. Im ersten Jahr noch in einer Mensa, ganz klein, aber mit vielen, vielen Autoren und Lesern aus unserem Genre und einer besonderen Atmosphäre rundum.
In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal einen eigenen Stand. Ich weiß, ich war auch schon mit der Kuschelgang dabei, aber diesmal ist es ein bisschen anders, weil ich viel mehr Entscheidungen treffen muss. Zum Glück bin ich nicht allein, aber das habe ich auch schon mehrfach angekündigt. Zusammen mit Caro Sodar, Mia Grieg und Sitala Helki werde ich das Wochenende am Stand verbringen und mich über euren Besuch freuen.
Ich gebe zu, dass ich noch nicht so richtig weiß, was ich an Büchern mitbringen soll. Wenn ihr wisst, dass ihr eines meiner Bücher haben wollt, dann schreibt mich bitte an. Das macht es mir wirklich leichter.
Ansonsten habe ich meine Kurzgeschichten, die es seit einer Weile nur noch als ebooks gibt, zu einem Sammelband zusammengefasst. Dabei bin ich auf stolze 500 Seiten gekommen, die ich gern drucken und mit zur Messe bringen würde. Ich hoffe, einige von euch haben Interesse an so einem Buch. Auch hier würde ich mich über eine Rückmeldung freuen.

Das gilt im Übrigen auch für die Anthologie "4 für die Liebe: Elemente". Wir Autoren haben darüber nachgedacht, eine gedruckte Version mit zur Messe zu bringen. Wenn ihr ganz sicher, das ihr so ein Buch haben möchtet, dann gebt bitte Bescheid, denn wir lassen nur eine kleine Auflage drucken.
Soweit zu den ersten Messeinfos. Weitere werden mit Sicherheit noch folgen.

Was passiert noch in diesem Jahr? Anfang Dezember darf ich wieder am Gymnasium im Rahmen des Weltaidstages lesen. Es wäre großartig, wenn ich zu dieser Veranstaltung bereits mein neues Buch haben würde..

Und Mitte Dezember werde ich voraussichtlich bei der Aidshilfe Sachsen-Anhalt Nord e.V. eine kleine weihnachtliche Lesung haben. Nähere Infos gibt es dazu natürlich noch.

Und hier kommt mein kleines Gewinnspiel für euch:

Schreibt einen Kommentar unter diesen Post, wenn ihr die Tasse mit den Goodies gewinnen möchtet. Ich lose am Montag aus und wünsche euch natürlich viel Glück und ein schönes Wochenende.



Freitag, 29. September 2017

Gegenwart

Wie versprochen, kommt heute ein kleiner Beitrag darüber, was aktuell bei mir los ist.
Während ich beinahe den ganzen Sommer, zumindest nachdem ich den Kurzgeschichtenband veröffentlicht habe, eine Schreibflaute hatte, bin ich im Moment wieder dabei regelmäßig zu tippen. Obwohl ich zugebe, dass es eine Leichtigkeit ist, mich abzulenken. Viel zu oft passiert es mir, dass ich die Zeit vergesse, zu viel lese, mich um irgendwelche "Dinge" kümmere und mich von Facebook in Diskussionen ziehen lasse, die sich dann noch Tage später in meinem Kopf befinden und jede Kreativität blockieren.

Das ist es, womit ich aktuell, in der Vergangenheit und vermutlich auch zukünftig immer wieder zu kämpfen haben werde. Ich begreife oftmals nicht, wie verbohrt und eindimensional Menschen sein können. Dabei will ich wirklich nicht behaupten, dass ich absolut perfekt in Sachen Toleranz und Akzeptanz bin. In vielerlei Hinsicht musste ich hart an mir arbeiten, oftmals die Perspektive ändern und meine eigenen Vorstellungen hinterfragen. Ich mache das jedoch gern, weil ich immer wieder feststelle, wie viel besser es mir geht, wenn ich bestimmte Sachverhalte oder Menschen so akzeptiere, wie sie sind, auch wenn sie nicht meiner Norm oder meinen Werten entsprechen. Ja, ich weiß, mit dieser Munition kann man auch in die falsche Richtung schießen. Ich sags ja, mein Kopf ist voll mit diesen Gedanken und ich wälze den Berg so oft in alle Richtungen, bis ich für mich einen Weg gefunden habe.

Zurück zum Schreiben. Nachdem ich einige neue Geschichten angefangen, angefangene Geschichten um ein oder zwei Seiten vergrößert und leider nirgendwo dieses Kribbeln gespürt habe, überfiel mich ein echter Anfall von Panik. Das war der Moment, in dem ich mich gedanklich zurückziehen und auf einen einfachen Nenner herunterbrechen musste:
 Was willst du schaffen und was kannst du schaffen?
Und am Ende kamen drei Projekte heraus (mittlerweile ist noch eine Kurzgeschichte dazugekommen).
Ich schreibe an einem neuen Buch für den Cursed Verlag. Im nächsten Jahr möchte ich zur LBM auf jeden Fall mit einer neuen Geschichte dabei sein. Natürlich mache ich es mir mal wieder nicht einfach. Die Geschichte von Danny und Jo (in gewisser Weise Teil 2 zu "Wenn es Liebe ist") ist kompliziert und anstrengend und bringt mich an meine Grenzen. Ich habe keine Ahnung, weshalb ich mir so ein schwieriges und dramatisches Thema ausgesucht habe, aber ich hoffe, ihr werdet es mögen. Die letzten Kapitel liegen vor mir und ich bin schon jetzt ganz hibbelig.

Nebenbei und immer wenn ich ein bisschen Luft brauche, überarbeite ich GefühlsChaos. Ich liebe Oliver und seine Story, aber es ist echt mühsam und anstrengend.

Und wenn dafür die Geduld nicht reicht, dann recherchiere ich für meinen neuen Jugendroman, in dem auch wieder HIV ein wichtige Rolle spielen wird. Ich bin schon aufgeregt und kann es kaum erwarten, die Seiten des neuen Projekts zu füllen.

Die 4 für die Liebe wollen in diesem Jahr auch noch eine neue Anthologie herausbringen. Ich habe immerhin schon eine Idee und ein paar Wörter geschrieben. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen. Das hat bei der ersten Anthologie viel Spaß gemacht. 

Eigentlich habe ich gar keine Zeit, um mich ablenken oder ärgern zu lassen. Es ist ein so großartiges Gefühl, wenn die Datei wächst, wenn immer wieder ein neues Kapitel dazukommt und die Geschichte ihren Lauf nimmt, mich selbst überrascht, zum Weinen, Lachen oder Seufzen bringt.

Apropos Ablenkung. Eine wichtige und aufregende Sache gibt es da natürlich noch: Die BuchBerlin. Ich schreibe morgen ein bisschen mehr darüber, aber es passt auch zur Gegenwart. Im Moment sind Caro, Mia, Sitala und ich heftig dabei, Goodies für euch zu suchen, über den Stand nachzudenken und natürlich auch über die Bücher und über Besonderheiten. Das macht richtig Spaß. In den nächsten Wochen werde ich bestimmt mehr über die Messe schreiben und die einzelnen Beiträge auch oben mit der Seite verlinken, also guckt da ruhig mal nach, was das Abenteuer Messe für uns und euch zu bieten hat. 



Donnerstag, 28. September 2017

Rückblick

Mein letzter Blogbeitrag ist verdammt lang her.
Mein eigenes Ziel, jede Woche mindestens einen Beitrag zu schreiben, habe ich nun schon eine ganze Weile vernachlässigt.

Das versuche ich hiermit zu ändern. Deshalb gibt es jetzt drei Beiträge hintereinander:
Rückblick, Gegenwart, Ausblick

Heute schaue ich auf die vergangene Zeit zurück.
Mitte August habe ich zum letzten Mal etwas gepostet. Unglaublich, wie die Zeit vergeht. Ich habe so viele positive Dinge erlebt und war doch irgendwie nicht fähig, sie mit euch zu teilen. Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, warum das so ist, aber ich denke, für einen kleinen Rückblick ist es nie zu spät.

Zum ersten Mal habe ich in diesem Jahr am Tiergartenpicknick der Schwestern teilgenommen. Erinnert ihr euch, dass dieses Picknick der Schauplatz einer meiner Kurzgeschichten war? Im Buch Herbst, Handicap und heiße Herzen der HomoSchmuddelNudeln hatte mein Protagonist ein "Picknick mit Mr. Right". Damals haben mir meine Fantasie, ein paar Bilder und einige Videoausschnitte ein Gefühl für die Atmosphäre beim Picknick gegeben, in diesem Sommer konnte ich mich selbst davon überzeugen. Es war mein erster Besuch in Berlin in diesem Jahr. Auch wenn es nur einen Sonntagnachmittag war, so habe ich mich sehr wohl gefühlt. Freunde treffen, ein bisschen Glitzer für die Seele und irgendwo auf einer der Decken saßen bestimmt auch meine Jungs und habe das Leben mit rosafarbenen Sekt und wunderbarem Kuchen genossen. Das sind Dinge, die ich wirklich in meinem Herzen trage. Es gibt kaum etwas, was mich besser motiveren kann, selbst wenn ich nur am Rand stehe und dem bunten Treiben zuschaue. Ist ein bisschen, wie die Batterien wieder mit Glitzer aufladen...



Und weil mich dieser Nachmittag so motivert hat, habe ich mich eine Woche später wieder auf den Weg zur Klosterschule nach Magdeburg gemacht. Ich liebe diese Veranstaltung, weil sie immer wieder anders, neu, aufregend und in jeder Hinsicht besonders ist. Ich schätze, niemand geht nach Hause, ohne etwas Neues gelernt zu haben. Und sei es "nur" ein Rezept für vollkommen natürliches, fett-bzw. ölfreies Gleitgel. Immer wieder ist die Dynamik anders, weil es um die Fragen der Beteiligten geht. Man diskutiert, erklärt, begreift ... macht sich bewusst, wie vielfältig das Leben und das Miteinander ist. Safe, Safer, Unsafe ... Fragen und Antworten, die noch lange danach in meinem Kopf herumschwirren. Und ehrlich, wenn ich nach der Veranstaltung nach Hause fahre, ist es ein bisschen, als würde ich über die Straße fliegen. Nicht, weil ich so schnell fahre, sondern weil ich mich so gut fühle.

Vielleicht hat mich dieser Abend im besonderen Maße dazu beflügelt, die Sache mit einem CSD noch einmal in Angriff zu nehmen. Allein, aber doch nicht ganz allein, weil ich wusste, das da Leute sind, zu denen ich kann, weil ich aber auch wusste, dass ich jederzeit nach Hause fahren kann, wenn ich mich unwohl fühle. Ich war aufgeregt, vielleicht sogar ein bisschen panisch, als ich mein Auto auf dem Parkplatz in der Nähe des alten Markts abgestellt und mich auf den Weg zum Straßenfest gemacht habe.
Ich habe versucht, all die negativen Emotionen zu verdrängen und mich auf diese Sache einzulassen. Tatsächlich hat es funktioniert. Vielleicht auch diesmal dank der Schwestern und dank der Leute von der Aidshilfe Sachsen-Anhalt Nord e.V., an deren Stand ich mich die  meiste Zeit aufgehalten habe. Vielleicht hat mich auch eine ganz besondere Frau bei der Klosterschule schon motivert zum Straßenfest zu kommen. Wir haben jedenfalls viel Zeit miteinander verbracht und haben uns gemeinsam die verschiedenen Stände auf dem Markt angeguckt und Infomaterial eingesammelt. Witzigerweise habe ich in diesem Zusammenhang auch zum ersten Mal entdeckt und gewissermaßen am eigenen Leib gespürt, wie es ist, wenn man trotz aller Freiheit, Toleranz und Akzeptanz eben doch nicht so ganz frei von Vorurteilen ist. In diesem Fall war es eher lustig, aber es zeigt eben auch, dass wir alle Menschen sind, Schubladen brauchen und unser Gegenüber auch schnell dort hineinsortieren wollen.
Die Schwestern haben toll gesungen, die Berliner Schuhplattler waren ein Genuss fürs Auge, ebenso wie die wunderbaren Dragqueens (leider weiß ich die einzelnen Programmpunkte nicht mehr auswendig). Am frühen Abend bin ich wieder nach Hause gefahren, voll mit wundervollen Eindrücken und vielleicht auch ein bisschen ausgesöhnt mit dem vergangenen Jahr.




Ich weiß nicht, ob es nachvollziehbar ist, wie mein Leben manchmal aussieht ... Aber hier kommt quasi einer dieser besonderen Momente, in denen das Zwitchen ganz deutlich wird. Ich saß also in meinem Auto, auf dem Weg nach Hause. Im Gesicht war noch Glitzer, in meinen Haaren türkisblaue Strähnen und ich hatte mein Lieblingsregenbogenshirt an. Auch wenn Magdeburg keine riesige Großstadt ist, Quedlinburg ist im Vergleich winzig, eng und spießig. Und in gewisser Weise ist es mein Leben auch, aber ich habe in den letzten Jahren immer mehr erkannt, wie sehr ich es mag. Jedenfalls komme ich genau so an, in unserem Garten in der Gartenanlage. Und dann müssen wir noch einkaufen, aber ich habe keine Zeit, mich umzuziehen und auch keine Lust. Natürlich bemerke ich die Blicke der Leute, als ich mit meinem Mann zusammen den Wochenendeinkauf und auch ein paar Leckereien zum Grillen gekauft habe. Lustig ... Und dann geht es ab in unseren, eigentlich wenig spießigen Garten, weil ich natürlich ein paar regenbogenbunte Dekorationen habe. Ich zeige meinen Jungs meine Ausbeute vom CSD. Wir begutachten die Kondome und die lustigen Postkarten und sie gucken sich die Bilder an und ... ich halte einen Moment inne und kann kaum fassen, was für ein Glück ich habe.

Anfang September hatte ich auch noch eine kleine Lesung für den Verein "Er gehört zu mir". Ich muss vermutlich nicht erwähnen, wie gern ich lese, obwohl mich an dem Tag eine Erkältung bereits fest im Griff und meine Stimme in Mitleidenschaft gezogen hatte. Ich habe aus meinem Sommerbuch "Von Männern im Sommer" gelesen. Ganz klein und gemütlich und auch nur eine knappe halbe Stunde, aber mit viel Spaß. Sie war ein Teil der Feierlichkeiten zum zwanzigjährigen Bestehen des Dachvereins Reichenstraße, für den ich auch beim Bücherfrühling lesen darf. Darüberhinaus tanze ich dort seit zehn Jahren mit meinen Bauchtänzerinnen. Es war mir also ein ganz besonderes Vergnügen sowohl zu tanzen, als auch zu lesen. Krank sein konnte ich schließlich hinterher ...

Das ist mein kleiner Rückblick, der doch ziemlich lang geworden ist ... Morgen berichte ich darüber, was ich momentan mache.

 

Montag, 21. August 2017

Die Frage nach der Realität oder manchmal ist das Leben ein Fest

Als ich heute morgen auf meinen Blog geschaut habe, dachte ich, dieser letzte trübsinnige Post muss endlich weg.
Schlimm genug, dass es bisher der einzige Beitrag in diesem Monat ist. Darüberhinaus sind in den letzten Tagen so viele schöne und wunderbare Dinge in meinem Leben passiert. Ich möchte eigentlich von der eigenen Schreibverzweiflung gar nichts mehr lesen. Mir ist aufgefallen, dass ich im letzten Jahr zu dieser Zeit ganz ähnlich gejammert und empfunden habe. Vielleicht liegt es am Sommer oder an der Ferienzeit, wo die Uhren doch irgendwie immer ein bisschen anders laufen und der Tagesrhythmus sich verschiebt.

Wie auch immer, ich finde allmählich wieder in den Schreibfluss hinein, dank meiner großartigen Verlegerin beim Cursed Verlag und meiner kleinen Wunderwaffe auf dem Handy (mein write-o-meter).
Natürlich schreibe ich ausgerechnet an der Geschichte, mit der ich am wenigsten gerechnet hätte. Doch plötzlich sind die beiden, nein eigentlich sind es drei Kerle wieder total präsent in meinem Kopf und behaupten, dass ihre Geschichte sehr wohl eine "Wohlfühlgeschichte" ist, während ich ernsthafte Zweifel daran hege. Aber manchmal muss man eben schreiben, was geschrieben werden will (an dieser Stelle verdreht die Autorin die Augen und kichert dabei ein wenig irre)

Nicht zum Kichern ist dagegen das, was gerade in der letzten Woche wieder so heftig auf Facebook und einem queeren Onlinemagazin ausgeartet ist. Vermutlich haben es einige mitbekommen, andere nicht und ich kann diejenigen in dieser Hinsicht wirklich nur beneiden.
Im Grunde ist alles schon dazu gesagt und geschrieben wurden. Wir füttern keine Trolle und essen den Kuchen, den wir irgendwie alle gemeinsam backen, lieber selbst. Genießen ihn mit Leuten, die ihn ebenfalls mögen und werden nicht aufhören neuen zu backen, solange es noch jemanden gibt, dem er schmeckt und der Spaß daran hat. An dieser Stelle danke ich Chris P. Rolls für diesen leckeren und so treffenden Vergleich.
Trotzdem deprimiert es mich. Ich kann die Gedanken leider nicht abstellen, kann nicht aus tiefsten Herzen behaupten, dass der Hass und die Intoleranz mich nicht berühren oder in meiner Kreativität einschränken.
Was mich jedoch immer wieder am meisten erstaunt, ist die Frage nach dem Bezug zur Realität.
Erwarten Leser tatsächlich, dass ein Fantasyautor mit Trollen gekämpft hat? Erfreut er sich an den Werwölfen, die zum Vollmond auf seiner Wiese vor dem Haus erscheinen? Fickt er mit Elfen und öffnet er im Keller oder im Kleiderschrank die Tore zu anderen Dimensionen und Planeten, um alles so wahrheitsgetreu wie möglich aufzuschreiben?
Mann, meinen Neid und meine Bewunderung hätten diese Autoren auf jeden Fall.
Von Krimi-und Thrillerautoren will ich gar nicht anfangen, da hielte sich meine Bewunderung auch eher in Grenzen ...

Ich dagegen, wie einige andere Autoren auch, schreibe Liebesgeschichten, leichte Unterhaltung und Spaß. Manchmal sind vielleicht ein paar ernstere Themen dabei, aber letztendlich geht es um Liebe zwischen zwei Menschen. Es sind keine Tatsachenberichte und vermutlich gibt es sogar einen Grund, weshalb die Bücher nach dem Happy End zu Ende sind. Denn, auch wenn es vielleicht erstaunlich sein mag, ich weiß, dass es Trennungen gibt, dass nicht jede Liebe für den Rest des Lebens hält und dass es vielfältige Gründe dafür gibt.
Nicht jeder findet seinen Ritter mit glänzender Rüstung und Einhorn, der ihn vor der bösen Welt rettet.
Ich bin immer wieder erstaunt darüber, woher dieses plötzliche Bedürfnis nach Realität in Liebesromanen kommt. Das betrifft im Übrigen nicht nur den gay Romance Bereich, sondern auch die Heteroliebesromane. Ich habe in den letzten Wochen einige blogs gelesen, wo man sich über das Frauen-und Männerbild aufgeregt hat, wo man fand, dass die Jugend verdorben wird und ein ganz falsches Bild von der Welt bekommt und und und ...
Am liebsten möchte ich den ganzen Tag den Kopf schütteln oder mich alternativ fragen, wann diese Leser dann angefangen haben, Fantasie mit Realität zu verwechseln und weshalb sie erwarten, dass es allen anderen Lesern plötzlich ebenso ergeht.
Wenn ein Kind mit elf sehnsüchtig darauf wartet, dass der Brief aus Hogwarts kommt, findet es jeder niedlich. Wenn ein Mädchen mit 14, 15, 16 davon träumt, dass ein Bad Boy sie aus einer gefährlichen Situation rettet und sich anschließend unsterblich verliebt ist das ... was? Gefährlich? Ein falsches Frauenbild? Ich habe solche Geschichten als Mädchen geliebt, habe nächtelang gelesen und bin durchaus mit der Realität zurecht gekommen und meinen eigenen Weg gegangen. Davon abgesehen, müssen wir alle Erfahrungen sammeln und dazu gehören auch schlechte. Vermutlich wird jeder irgendwann erkennen, dass nicht alle Bad Boys gezähmt werden können und der Millionär von Nebenan kein Interesse hat und niemals mit der verdammten Rose im Mund und dazu passender Opermusik uns errettet. Irgendwann zwischen all den Geschichten und der Realität erkennen die meisten von uns, dass wir uns selbst retten und unser Leben allein gestalten müssen/dürfen.  Ich wette, es ist nur ein winziger Bruchteil, der diesen Weg nicht geht und das hat das meist ganz andere Gründe als ein paar Liebesromane.
Und was ist mit den schwulen Helden in unseren Büchern? Sie sind ebenfalls eine Ausgeburt der Fantasie der Autoren. Wunderschöne menschliche Elfen oder vielleicht auch Trolle. Liebe ist universell ... das klingt so abgedroschen, aber letztendlich stimmt es doch.
Und die Realität?
Wenn man es genau nimmt, hat jeder Mensch doch sein eigenes Verständnis von Realität, das sich vor allem aus dem Umfeld und den Erfahrungen zusammensetzt. Zwei Menschen, die den gleichen Schicksalsschlag erlebt haben, gehen trotzdem ganz anders damit um. Möglicherweise gibt es gewisse Phasen, ähnliche Verhaltensmuster, aber grundsätzlich liegt es auch an der eigenen Persönlichkeit, wie man in seinem Leben zurechtkommt. Bloß weil jemand vielleicht noch nie verliebt war, heißt es nicht, dass es keine Liebe gibt.
Nur weil jemand eine bestimmte Erfahrung nicht gemacht hat, kann er doch nicht behaupten, dass sie bisher niemand auf der ganzen Welt erlebt hat.
Manche Menschen sollten wirklich die Eindimensionalität ihres Lebens verlassen und sich einen Rundumblick gönnen.
Wenn ein Buch also absolut inkompatibel mit dem ist, was ich mir vorstellen kann, dann schlage ich es zu und lese es nicht. Ich weiß allerdings, dass es andere Menschen gibt, die es mögen und die sich davon vielleicht sogar in besonderer Weise angesprochen fühlen. Es ist viel mehr als ein Zeichen von Toleranz, wenn ich mich mit eben jenen Menschen freuen kann, wenn ich ihnen ihre Meinung zugestehe und mich schlicht nach einem anderen Lesevergnügen umschaue. Der Markt ist groß und es gibt doch für jeden Geschmack das richtige Buch.
Eigentlich wollte ich gar nicht jammern oder meckern.
Wunderbare Dinge ... es ging doch um wunderbare Dinge.
Ich hatte an den letzten beiden Wochenende zwei großartige Tanzauftritte und eine fantastische Zeit mit meinen Tanzmädels. Ich kann noch immer kaum glauben, dass ich in Dresden in einem Park getanzt habe und es hat sich so toll angefühlt.
Ich war vergangenen Sonntag (also nicht gestern, sondern der Sonntag davor) beim Tiergartenpicknick der Schwestern in Berlin und hatte einen ganz wunderbaren Tag mit lieben Freunden und ein bisschen Glitzer.
Und heute morgen habe ich eine ganz besondere email in meinem Postfach gefunden. Es sieht so aus, als wenn ich auch in diesem Jahr wieder im Rahmen des Weltaidstages meine Schülerlesungen halten werde. Mit etwas Glück gibt es sogar ein neues Buch dazu.

Also starte ich in diese Woche mit viel positiver Energie und lasse all die negativen Gefühle hinter mir. Es gibt immer Leute, die meckern, aber ich bin ehrlich froh, dass ich auch ganz viele andere Personen kenne, mit denen das Leben ein riesiges Fest ist.




Donnerstag, 10. August 2017

Dauerschleife

In diesem Monat nehme ich auf Instagram am Autorenwahnsinn teil. Das ist so eine kleine Aktion, bei der ich jeden Tag ein Bild zu einem vorgegebenen Thema poste soll/darf/muss. In erster Linie ist es ein Spaß, aber natürlich werde ich auch vom Ehrgeiz gepackt, die ganzen 31 Tage durchzuhalten. Im Januar ist es mir gelungen, also bin ich motiviert, es auch in diesem Monat durchzuziehen. Ihr findet mich auf Instagram unter karo.stein, nur für den Fall, dass ihr neugierig auf meine Antworten seid, denn natürlich erfährt man in diesem Monat doch einige Dinge über mich und meine Projekte.
Die heutige Aufgabe und damit auch der Grund für diesen kleinen Beitrag hieß: throwback thursday, woran hast du im letzten Sommer geschrieben?

Eine ganze Weile habe ich, in dem Versuch mich zu erinnern, auf den Laptop gestarrt, dann habe ich nachgeschaut, was ich im letzten Jahr so herausgebracht habe und vor allem, was ich wohl so im letzten Sommer in schriftstellerischer Hinsicht getrieben habe. Dabei musste ich feststellen, dass ich es eigentlich auf relativ wenige Bücher im Jahr bringe. Tatsächlich fällt es mir  Laufe des Jahres nicht so sehr auf, aber rückblickend war ich doch ein bisschen verwundert und habe mich gefragt, was ich mit meiner Zeit eigentlich so anstelle. Schreiben ist es ja offentlich nicht, bei vier Büchern und ein paar Kurzgeschichten.
Nun ja, vermutlich bin ich zur Zeit nicht besonders produktiv und das macht mich ein bisschen aggressiv. Tatsächlich stecke ich gerade in einer Art Blockade, obwohl das Wort nicht ganz passend ist. Ich bin überreizt und das hemmt mich. Es gibt so viele Dinge, die ich gern schaffen möchte, so viele Ideen, die umgesetzt werden könnten und dann gerate ich in eine seltsame Spirale: Ich weiß nicht wo ich anfangen soll, gerate in Panik, weil die Tage, Wochen, Monate verinnen und schaffe es doch nicht, dieser Schockstarre zu entkommen. Dabei möchte ich so viel schaffen, so viel schreiben und es gibt so viele Ablenkungen, so viel zu lesen, denn schließlich weiß ich ja nicht, wo ich anfangen soll ... Ich bin ein Meister der Verdrängung und gleichzeitig frustriert es mich ... Hm, das Prinzip dürfte wohl deutlich sein.

Bisher bin ich immer irgendwann an einen Punkt gelangt, wo eine Geschichte diesen Kreislauf durchbricht und ich schließlich anfange zu schreiben. Im letzten Jahr war es "Unglaublich verliebt". Drei Jahre nach "Positiv verliebt" habe ich es endlich geschafft, diese Geschichte zu schreiben. Da wartet noch ein dritter Teil und ich will gar nicht spekulieren, wie lange er sich wohl noch gedulden muss.
Am 27. 7. habe ich mit dem ersten Kapitel begonnen. Davor habe ich wochenlang nicht geschrieben, obwohl ich es es mehr als alles andere liebe
.
Am Anfang dieses Sommers hatte ich große Lust auf Kurzgeschichten und habe mein kleines Sommerbuch herausgebracht. Dann gab es da auch noch diese besondere Anthologie mit drei weiteren Autorinnen ... und dann ... Nichts ... gähnende Leere beziehungsweise der halbherzige Versuch eine weitere Kurzgeschichte zu schreiben. Ich geriet bereits bei 3000 Wörtern ins Stocken, habe mich auf 8000 gequält und spüre die ganze Zeit, dass es sich gar nicht richtig anfühlt.

Noch immer ist das Gefühl da, dass ich so viel mehr schreiben könnte. All die angefangenen Geschichten, die ein Ende verdient haben. All die Ideen, die in meinem Notizbuch schlummern und mich regelrecht anspringen, sobald ich die entsprechende Seite aufschlage. Verrückte Sachen, neue Wege, Drama, natürlich ganz viel Liebe und besondere Männer.

Auf irgendeinem Blog habe ich vor kurzem gelesen, dass man das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren soll. Ich glaube, es ging dabei allerdings um etwas anderes, aber irgendwie passt das für mich auch. Das Wesentliche... das ist wohl in erste Linie das Gefühl für Zeit, für das, was ich schaffen kann. Ich kann durchaus schnell schreiben. Vermutlich brauche ich kaum zwei Monate für einen Roman in einer, für mich typischen Länge. In Anbetracht, dass dieses Jahr noch knapp fünf Monate hat ... und schon fängt die Spirale wieder an, sich zu drehen. So viele Ideen, so wenig Zeit, so viel Ablenkung. Und am Ende werde ich mich wohl wieder fragen müssen, was ich mit all den Stunden angefangen habe, die ich doch eigentlich zum Schreiben nutzen wollte...


Montag, 24. Juli 2017

Vier für die Liebe

Ich bin total aufgeregt und wahnsinnig gespannt.
Heute enthülle ich für euch mein geheimes Geheimprojekt.
Ein imaginärer Trommelwirbel für 4 für die Liebe: Susann Julieva, M.S. Kelts, Cat T. Mad und Karo Stein.
Wir haben uns irgendwann während der LBM zusammengefunden und uns entschieden, eine Anthologie zu schreiben. Aus der Idee vier Kurzgeschichten zu schreiben, ist nun Realität geworden, allerdings sind es wohl eher vier Novellen geworden.
Feuer, Wasser, Erde, Luft ... vier Elemente, vier Autoren, vier wunderbare Geschichten.
Ich bin wahnsinnig stolz, dass ich ein Teil dieser Gemeinschaft sein darf und hatte unglaublich viel Spaß beim Schreiben meiner Geschichte.
Klappentext:
Man nehme einen heißen Elfenschmied, einen kühlen Meermann, einen leichtsinnigen Luftgeist und einen bodenständigen Gestaltwandler - fertig ist die "elementare" Geschichtensammlung rund um Feuer, Wasser, Luft und Erde.
M.S. Kelts, Karo Stein, Susann Julieva und Cat T. Mad laden zu romantischen Lesestunden ein! Vier packende Gay Fantasy-Geschichten, die mal ernst, mal humorvoll von Sinnlichkeit, Schmerz und großer Liebe erzählen, die keine Grenzen kennt.

Auch wenn Fantasy nicht wirklich zu meinen Lieblingsgebieten gehört und meine Story in erster Linie urbane Fantasy ist, hoffe ich, ihr werdet mit meinen Meermännern viel Freude haben.
Ich habe auch gleich ein  Minihäppchen für euch:

Meermänner küsst man nicht

"Hallo!“, rufe ich mit krächzender Stimme und räuspere mich verschämt.
Vier Augenpaare mustern mich neugierig. Ich bleibe stehen und atme tief durch.
"Ich bin Erik, der neue Meermann.“ Diesen albernen Satz habe ich vorhin ungelogen vor dem Spiegel geübt. Irgendwie kam ich mir dabei lässig vor, jetzt klingt es jedoch eher peinlich, weil meine Stimme zu zittrig ist. Immerhin schauen mich alle an, was dafür sorgt, dass mein Gesicht gut durchblutet wird. 
"Prinz Erik“, ruft eine junge Frau, wirft ihren Kopf nach hinten, sodass das lange, rotblonde Haar über ihre Schultern fällt. „Endlich ist mein Prinz da.“ Einen Moment lang bin ich verwirrt, dann begreife ich die Anspielung auf den berühmten Disneyfilm. Im Gegensatz zu der Frau, die wahrhaftig dank ihrer Haarfarbe eine gewisse Ähnlichkeit mit Arielle hat, gleiche ich diesem Prinzen vermutlich nur vom Namen her. Meine Haare würde ich allenfalls als Dunkelblond bezeichnen. Meine Augen sind auch nicht so strahlend blau, sondern eher ein Mix aus blau, grau und grün. 
Entschlossen gehe ich auf sie zu und ergreife ihre Hand. "Meine holde Prinzessin Arielle. Wie lange habe ich schon auf dich gewartet?“ Ich deute einen Kuss an, bringe sie damit zum Kichern und kann meine eigene Courage kaum fassen.
"Nenn mich Judith“, haucht sie theatralisch und klimpert mit ihren langen Wimpern.
"Freut mich, dich kennenzulernen, Judith“, erwidere ich mit einem Zwinkern. 
"Endlich haben wir noch einen weiteren Meermann“, sagt die Frau, die neben Judith sitzt. „Ich bin Sophie und das ist Vanessa.
“Erik“, wiederhole ich noch einmal mit einem breiten Lächeln und atme erleichtert durch. Alle drei strahlen mich an und geben mir das Gefühl, willkommen zu sein. Mir fällt ein Stein vom Herzen, der sich jedoch augenblicklich in einen riesigen Betonklotz verwandelt, als ich vor dem einzigen Mann in der Runde stehe. Er lächelt nicht. Stattdessen mustern mich bernsteinfarbene Augen abweisend und treiben meinen Puls unangenehm in die Höhe. Seinen Namen – Louis –spuckt er mir regelrecht vor die Füße, weshalb ich instinktiv einige Schritte zurückweiche. Ehe ich jedoch auf irgendeine Weise darauf reagieren kann, geht die Tür erneut auf.
"Wie schön, dass ihr alle schon da seid.“ Es ist Pete, der Choreograph. Ich habe ihn gestern bereits getroffen, als ich den Vertrag abgegeben habe. Er hat mich auch gleich herumgeführt und mir die Anlage gezeigt.
"Dann können wir ja gleich loslegen“, ruft er voller Elan und klatscht in die Hände. Sein Blick fällt auf mich und er deutet auf die Flosse, die ich immer noch gegen meine Brust drücke.
"Die solltest du wohl besser anziehen“, sagt er schmunzelnd und sorgt dafür, dass meine Wangen erneut in Flammen stehen.
"Ja, klar“, nuschle ich und setze mich schleunigst auf den Boden. Umständlich verfrachte ich meine Füße in die Halterung der versteckten Monoflosse und überprüfe den richtigen Sitz. Noch immer zittern meine Finger.
***
Der geplante Veröffentlichungstermin für das ebook ist der 1. August 2017.
Ich hoffe, euch werden die Geschichten gefallen. Es war für mich auf jeden Fall eine ganz wunderbare Zusammenarbeit und irgendwie schmieden wir schon gemeinsam neue Pläne.... 



Dienstag, 18. Juli 2017

Positive Energie

In diesem Jahr fiel mein Urlaub ein bisschen kürzer aus.
Irgendwie konnten wir uns nicht so richtig entscheiden, ob mit Zelt oder nicht, wie und überhaupt und ... Eigentlich wusste ich nur eines: Ich musste am 11. Juli in Rostock zur Lesung sein und der Urlaub sollte da drumherum liegen.
Nun, ich bin nicht nur beim Schreiben chaotisch, meine Familie ist es im Grunde auch.
Schließlich haben wir uns ganz spontan gegen das Zelt und für ein festes Haus entschieden, waren mit acht Tagen zufrieden und haben noch ein bisschen Heimurlaub geplant.
Ein Jahr ohne Ostsee geht für mich gar nicht. Ich brauche das Meer, die Wellen, den Wind, den weiten Himmel und den besonderen Duft.
Von der Landschaft ganz zu schweigen ...

Diesmal verschlug es uns in die Nähe vom Darß an den Bodden in eine Siedlung, die eingezäunt war und sich mitten im Nirgendwo befand.
Ruhig ... es war so ruhig, selbst für jemanden, der ohnehin nur in einer Kleinstadt lebt. Jede Menge Natur und Weite für das Laptop/Bildschirm leidgeprüfte Auge. Grün-bunte Felder und im Hintergrund der Bodden, mal strahlendblau wie der Himmel, mal düster-grün und bedrohlich, denn natürlich hatten wir wie immer auch Regen-und Sturmtage dabei.
Das Haus war großartig und sorgte für einen guten Start in den Urlaub. Im Gegensatz zu dem langen Stau bei der Anreise.
Ich finde es super, wenn wir alle mal nur auf "Familie" runterreduziert sind, Zeit miteinander verbringen und uns trotzdem gegenseitig den Freiraum lassen, den jeder von uns braucht. Es ist schon ein seltsames Gefühl, zu sehen wie groß die Jungs sind und zu wissen, wie endlich die Anzahl der gemeinsamen Urlaube noch ist. Irgendwie macht diese Gewissheit jede gemeinsame Unternehmung noch kostbarer.

Am Dienstag war es dann soweit. Meine Lesung im Rahmen des CSD in Rostock. Natürlich war ich furchtbar aufgeregt. So sehr, dass ich vergessen habe, das Badfenster (Dachschräge) zu schließen und dass, wo es wie aus Eimer goß. Zum Glück waren wir erst wenige Kilometer unterwegs und konnten problemlos zurück. Das Bad stand auch nicht unter Wasser, denn ich hatte das Fenster nur einen schmalen Spalt offen gelassen.
Der zweite Anlauf nach Rostock gelang. Dort wurde ich total herzlich empfangen, sodass ein Teil meiner Anspannung nachließ. Meine Männer habe ich im Übrigen ins Kino geschickt.
Der Raum war toll, sogar mit so einer Schleife für Hörgeschädigte. Die Plätze füllten sich und schließlich ging es los. Ich schätze, ich habe es schon mehr als einmal erwähnt, dass ich total gern lese und die besondere Stimmung bei Lesungen liebe.
"Positiv verliebt" gehört obendrein noch zu meinen Herzensbüchern. Es macht immer wieder Spaß und am Ende spüre ich, dass es genau das ist, was ich möchte. Geschichten aufschreiben, darüber reden und auch daraus vorlesen. Ich wünschte, ich könnte es noch viel besser, viel selbstbewusster ... aber ich übe und spüre immer wieder, wie mich dieses Glücksgefühl förmlich überrollt und mich für einen Moment all die negativen Dinge vergessen lässt.
Deshalb danke ich an dieser Stelle ganz besonders Robin Döring und Veit Pürsing vom CSD Rostock für ihre Einladung und ihr Vertrauen und natürlich auch allen, die zur Lesung gekommen sind. Ganz besonders den "Jungs" von IWWIT.
Mein Geschenk und wer mich kennt weiß, wie sehr ich mich über regenbogenbunte Armbänder gefreut habe
Anschließend gab es eine kleine Diskussionsrunde zum Leben mit HIV. Zuhören, Mitreiden, Begreifen und Staunen. Ich betone ja immer wieder, dass ich schwule Liebesgeschichten schreibe, die nicht auf Realität sondern auf Unterhaltung ausgelegt sind. Aber es ist auch ein wunderbares Gefühl, ein bisschen Realität, gerade auch im Hinblick auf das Leben mit HIV zu erfahren und diese Runde war für mich eine echt große Bereicherung.
Was soll ich sagen? Ich hatte viel Spaß, die Zeit verging total schnell und ich hoffe, dass ich die Anwesenden auch ein bisschen unterhalten konnte.

Nach diesem aufregenden Abend ging es für mich weiter mit Familienurlaub und natürlich auch einem Besuch in Greifswald bei meinem liebsten Freund und Seelenbruder.
Dort sind wir gemeinsam zum Fischerfest und ich habe von meinen Männern diesen regenbogenbunten Herzchenball bekommen. Ich liebe ihn!
Es war zu kurz... Die Tagen vergingen viel zu schnell, obwohl wir so wunderbar entschleunigt waren. Baden, lange Spaziergänge, Angeln, Tischtennis, lesen, fernsehen, Karten spielen oder einfach nur quatschen. Zwischendurch habe ich innegehalten und mir vor Augen geführt, was für wunderbares Leben ich habe. Manchmal bin ich so frustriert, schaue neidisch auf das, was andere machen oder haben oder vorgeben zu haben. Gerade auf Facebook erscheint es mir so einfach, die Balance zu verlieren.
Ich weiß, dass ich einige Dinge niemals leisten kann, nicht jede Mauer überwinden werde und mir selbst manchmal im Weg stehe. Aber ich erkenne auch die guten und motivierenden Momente, die mir solche Erlebnisse wie Lesungen schenken, aber auch meine Männer, die so absolut hinter mit stehen und mich unterstützen.
Puhh, jetzt werde ich aber sentimental...

Ich freue mich auf jeden Fall darauf, zu schreiben und hoffe, dass ich noch ein paar Projekte in diesem Jahr zuende bringe. In diesem Monat gibt es auf jeden Fall noch etwas Neues von mir. Mein geheimes Geheimprojekt mit drei anderen Autoren. Ich bin schon soo gespannt und hoffe, ihr seid es auch.


Mittwoch, 5. Juli 2017

Von Männern im Sommer

In den letzten, vor allem sommerlichen Wochen, habe ich fleißig an einer kleine Kurzgeschichtensammlung geschrieben. Es war eine eher spontane Idee, die vor allem von den zahlreichen Unternehmungen im Juni inspiriert war.
Manchmal entstehen Geschichten im Kopf, die mich nicht mehr loslassen, die auch nicht bereit sind, sich in die lange Reihe der bereits vorhandenen Plots einzugliedern. Gleichzeitig weiß ich, dass sie zwar durchaus für eine längere Geschichte ausreichen, aber sich eben auch mit einem kleinen Einblick zufrieden geben.
Ich mag kurze Geschichten. Lediglich einen Augenblick einfangen, dieser bestimmte Moment, in dem sich alles verändert, der irreal erscheint und gleichzeitig überwältigend ist.
Schon lange habe ich nicht mehr so intensiv und produktiv geschrieben. Die Worte flossen, die Geschichten nahmen Gestalt an und die Idee für eine Sommeranthologie erschien gar nicht mehr abwegig.
Dass ich die meiste Schreibzeit im Garten verbracht habe, hat ebenfalls zu meinem Wohlgefühl beitragen.
Schlussendlich sind vier Geschichten entstanden, die miteinander verknüpft aber doch insich abgeschlossen sind.
Ich war mit Noah auf dem Depeche Mode Konzert und wir waren beide nicht nur von der Musik fasziniert.
Ich saß mit Frank im Zug und mochte den jungen Vater mit der lustigen Tasche sehr.
Ich wollte so gern am vorletzten anonymen Geschichtenwettbewerb auf bookrix teilnehmen, weil ich das Thema so toll fand, aber ich hatte keine Muse zum Schreiben. Hier war sie plötzlich da und hat mit Schachfiguren und Assen wild umsich geworfen.
Okay, die letzte Geschichte hat keinen "realen" Hintergrund. Ich glaube, ich habe etwas Ähnliches mal in einem Film gesehen.
Es klingt ein bisschen, als  wäre die Autorin übergeschnappt *lach*, aber eigentlich wurde sie nur von wunderbaren Erlebnissen und der Sonne geküsst.
Vielleicht habe ich euch ja neugierig auf vier kleine Liebesgeschichten gemacht und auf eurem Reader ist noch ein bisschen Platz, dann würde ich mich sehr freuen, wenn ihr meinen Jungs ein Zuhause gebt.
Es wird erst einmal bei der digitalen Variante des Buches bleiben. Es sind kaum 100 Seiten und damit ist es ein bisschen dünn für einen Print. Allerdings habe ich darüber nachgedacht, einen Sammelband aller meiner Kurzgeschichten herauszubringen. Im Moment gibt es ja die Liebesschlösser (1 und 2) ebenfalls nur als ebook. Da liegt es doch nahe, alle ebooks zusammenzufassen und einen kleinen gedruckten Wälzer in Angriff zu nehmen. Vielleicht gelingt es mir noch in diesem Sommer.

Hier ist auf jeden Fall der Link zu Amazon: Von Männern im Sommer
Im Laufe der Woche wird das Buch auch in allen anderen Shops erhältlich sein.

Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen und eine schöne Sommerzeit!



Montag, 3. Juli 2017

Lesung in Rostock

In einer Woche ist es soweit. 

Am 11. Juli 2017 lese ich im Rahmen der CSD- Woche in Rostock aus meinem Buch "Positiv verliebt".
Ich freue mich sehr auf die Veranstaltung und hoffe, dass es schön und unterhaltsam wird.
Nach meiner Lesung gibt es eine Diskussionsrunde mit den Jungs von "Ich weiss was ich tu".
Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt und auch schon ziemlich aufgeregt.
Dieses Buch wird für mich wohl für alle Zeit eine besondere Herzensangelegenheit bleiben und es macht mich unglaublich stolz, dass es immer noch Leser findet.
Vor ein paar Tagen hat die Story die 40.Rezension auf Amazon bekommen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Das ist ein absoluter Rekord und lässt mein Herz wirklich vor Freude hüpfen.

Wer also in Rostock und in der Nähe wohnt und Lust auf eine Lesung mit mir hat, ist ganz herzlich eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und findet im Europäischen Integrationszentrum (EIZ) Rostock e.V., in der Mühlenstraße 9 statt.


Natürlich habe ich auch ein paar Bücher und diverse Signierkarten dabei.
Auf Facebook gibt es auch eine Veranstaltung dazu Lesung 
Wir sehen uns hoffentlich nächste Woche!

Montag, 26. Juni 2017

Autorenglück

Es gibt Momente, da wird mir ganz deutlich bewusst, was für ein riesiges Glück es ist, eine Autorin sein zu dürfen.
Diese Augenblicke, in der sich so eine verklärte und romantische Vorstellung über das Leben von Autoren mit der Realität gewissermaßen vereint.
Schreiben ist oftmals anstrengende Arbeit und erfordert viel Disziplin. Letzters ist für mich wirklich anstrengend, denn mein Weg ist noch immer das Chaos.
Trotzdem verbringe ich sehr viel Zeit am Schreibtisch und habe zu wenig Bewegung. Oftmals bin ich dabei nicht einmal besonders produktiv, weil mein Kopf mit anderen Dingen überlastet ist oder ich zu viel Zeit auf Facebook und den anderen sozialen Medien verbringe. Dann ärgere ich mich über mich selbst, aber vor allem darüber, dass gerade Facebook so viel positive Lebensenergie in Frust verwandelt.
Ich weiß, dass ich diejenige bin, die das abstellen kann und sollte und trotzdem ... Es ist wohl so etwas wie Neugier, aber eben auch das Bewußtsein, teil der Szene zu sein. Damit will ich nichts verteufeln. Ich habe auch schon viel Schönes auf Facebook erlebt und Menschen kennengelernt, die mir viel bedeuten. Ganz zu schweigen von wunderbaren Schreibprojekten, die sich dort ergeben haben (ein neues wird auch bald das Licht der Welt erblicken und ich freue mich so sehr darüber)
In den letzten Tagen habe ich das Schreiben auf jeden Fall sehr genossen und der Grund dafür ist ziemlich einfach: Sonne, blauer Himmel und ein wunderbarer Gartenarbeitsplatz. Schon früh am Morgen habe ich mich in meinen kleinen Garten zurückgezogen und angefangen zu schreiben. Die Ruhe und die wunderbare Natur waren unglaublich. Vogelgezwitscher, ein leichter Wind, Sonnenschein ... Das hat sich nicht nur auf die Anzahl der geschriebene Wörter ausgewirkt, sondern auch auf mein Gemüt. Glückshormone tanken! Die Luft duftete nach Blumen und Gräsern und manchmal hat der Wind den süßen Duft der Walderdbeeren zu mir getragen. Dann musste ich regelrecht innehalten und tief durchatmen. Es ist so schön im Garten zu schreiben. Auch mein winziges Häuschen schenkt mir so viel mehr Inspiration als ich erwartet hatte. Am liebsten wäre ich gar nicht mehr nach Hause gegangen. 
Die neue Woche fängt trüb und kalt an, aber sie hindert mich nicht daran, nachher alles zusammenzupacken und wieder in die Natur zu verschwinden. Auch wenn ich mich dank Smartphone nicht ganz von der Welt abschotte, so spüre ich doch, wieviel besser und intensiver ich schreibe, wenn ich nicht über all die Dinge, die auf Facebook und Co passieren, informiert bin.
Ich bin wirklich dankbar über diese Möglichkeit mein Leben zu gestalten, über das bisschen Talent, mit dem ich gesegnet bin und über die Freude, die ich immer noch beim Schreiben von romantischen Geschichten empfinde.


Freitag, 16. Juni 2017

Meine Wohnzimmerlesung


Die wohl verrücktesten, erstaunlichsten und wundervollsten fünf Tage liegen hinter mir. Wohnzimmerlesung im Saarland, Depeche Mode Konzert in Hannover und Coldplay Konzert in Leipzig. Im Grunde kann ich noch gar nicht begreifen, was ich erleben durfte und spüre obendrein, wie die Müdigkeit allmählich und mit ganzer Kraft von mir Besitz ergreift.
Trotzdem möchte ich euch die Erlebnisse meiner ersten und vermutlich auch einzigen Wohnzimmerlesung nicht vorenthalten.

Es war schon ein kleines Abenteuer, als ich die Versteigerung auf ebay eingestellt habe. Letztendlich gab es keine wirkliche Absicherung für mich, aber ich wusste von Anfang an, dass ich es auf jeden Fall durchziehen werde, egal wohin es mich verschlagen wird.
Irgendwie war ja klar, dass die Gewinnerin der Auktion nicht um die Ecke wohnt. Also habe ich mich, zusammen mit meinem Mann am vergangenen Samstag auf den Weg ins doch recht weit entfernte Saarland gemacht.
 Mehr als sechs Stunden später (dank einiger kleinerer Staus und einer beachtlichen Anzahl an Baustellen) haben wir unser Hotel mitten im Nirgendwo gefunden und bezogen.
Kurz ausruhen, nochmal das Buch zur Hand nehmen und das eigene Äußere aufhübschen und dann ging es los.

Egal wie oft ich darüber im Vorfeld nachgedacht habe, ich hatte keinen Plan, was auf mich zukommen würde. Würde das Eis auf Anhieb brechen oder vielleicht gar nicht? Würde mein Mann sich furchtbar langweilen? Mit wieviel Zeit sollte ich rechnen? Wie würde die Stimmung insgesamt sein?
Natürlich hofft man immer auf das Beste, aber letztendlich hätte es auch ganz anders kommen können.
Ist es aber zum Glück nicht!

Ich schätze, da gab es gar kein Eis, das gebrochen werden musste. Die Stimmung war von der erste Sekunde an super.
Wir wurden herzlich empfangen und haben den Nachmittag mit leckerem Kuchen begonnen.

In Anbetracht des schönen Wetters wurde die Lesung spontan nach draußen verlegt. So konnte ich auch gleich noch ein bisschen von der schönen Landschaft sehen.
Gemütlich haben wir zusammengesessen und dann ging es los. Zuerst habe ich ein Stück aus meinem noch etwas geheimen Projekt (also eine ganz besondere Prämiere) gelesen, später dann ein wenig aus "Herzschmerz inklusive".
Wir haben uns über das Schreiben und Lesen unterhalten. Ich hoffe, ich konnte alle Fragen zu mir und meiner Leidenschaft für Gay Romance beantworten.

Anschließend haben die "Mädels" den Grill angeworfen und es gab eine riesige Menge leckeres Essen.
Wir haben viel gelacht und hatten jede Menge Spaß zusammen.
Über die Blumen und das süße Einhorn habe ich mich auch riesig gefreut. Die Blümchen stehen im Fenster, während ich von nun an mit großen dunklen Knopfaugen auf meinem Schreibtisch beobachtet werde.

Was auch immer ich als Zeitplan im Hinterkopf hatte, dass es am Ende 22.30 Uhr sein würde, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. 
Selbst mein Mann fand, dass die Lesung kaum besser hätte laufen können.
Ich bin froh und glücklich über diesen schönen Tag und bedanke mich noch einmal für die Spende, die dieses Zusammentreffen ermöglichst hat.
Es war mir ein echtes Vergnügen!