Donnerstag, 10. August 2017

Dauerschleife

In diesem Monat nehme ich auf Instagram am Autorenwahnsinn teil. Das ist so eine kleine Aktion, bei der ich jeden Tag ein Bild zu einem vorgegebenen Thema poste soll/darf/muss. In erster Linie ist es ein Spaß, aber natürlich werde ich auch vom Ehrgeiz gepackt, die ganzen 31 Tage durchzuhalten. Im Januar ist es mir gelungen, also bin ich motiviert, es auch in diesem Monat durchzuziehen. Ihr findet mich auf Instagram unter karo.stein, nur für den Fall, dass ihr neugierig auf meine Antworten seid, denn natürlich erfährt man in diesem Monat doch einige Dinge über mich und meine Projekte.
Die heutige Aufgabe und damit auch der Grund für diesen kleinen Beitrag hieß: throwback thursday, woran hast du im letzten Sommer geschrieben?

Eine ganze Weile habe ich, in dem Versuch mich zu erinnern, auf den Laptop gestarrt, dann habe ich nachgeschaut, was ich im letzten Jahr so herausgebracht habe und vor allem, was ich wohl so im letzten Sommer in schriftstellerischer Hinsicht getrieben habe. Dabei musste ich feststellen, dass ich es eigentlich auf relativ wenige Bücher im Jahr bringe. Tatsächlich fällt es mir  Laufe des Jahres nicht so sehr auf, aber rückblickend war ich doch ein bisschen verwundert und habe mich gefragt, was ich mit meiner Zeit eigentlich so anstelle. Schreiben ist es ja offentlich nicht, bei vier Büchern und ein paar Kurzgeschichten.
Nun ja, vermutlich bin ich zur Zeit nicht besonders produktiv und das macht mich ein bisschen aggressiv. Tatsächlich stecke ich gerade in einer Art Blockade, obwohl das Wort nicht ganz passend ist. Ich bin überreizt und das hemmt mich. Es gibt so viele Dinge, die ich gern schaffen möchte, so viele Ideen, die umgesetzt werden könnten und dann gerate ich in eine seltsame Spirale: Ich weiß nicht wo ich anfangen soll, gerate in Panik, weil die Tage, Wochen, Monate verinnen und schaffe es doch nicht, dieser Schockstarre zu entkommen. Dabei möchte ich so viel schaffen, so viel schreiben und es gibt so viele Ablenkungen, so viel zu lesen, denn schließlich weiß ich ja nicht, wo ich anfangen soll ... Ich bin ein Meister der Verdrängung und gleichzeitig frustriert es mich ... Hm, das Prinzip dürfte wohl deutlich sein.

Bisher bin ich immer irgendwann an einen Punkt gelangt, wo eine Geschichte diesen Kreislauf durchbricht und ich schließlich anfange zu schreiben. Im letzten Jahr war es "Unglaublich verliebt". Drei Jahre nach "Positiv verliebt" habe ich es endlich geschafft, diese Geschichte zu schreiben. Da wartet noch ein dritter Teil und ich will gar nicht spekulieren, wie lange er sich wohl noch gedulden muss.
Am 27. 7. habe ich mit dem ersten Kapitel begonnen. Davor habe ich wochenlang nicht geschrieben, obwohl ich es es mehr als alles andere liebe
.
Am Anfang dieses Sommers hatte ich große Lust auf Kurzgeschichten und habe mein kleines Sommerbuch herausgebracht. Dann gab es da auch noch diese besondere Anthologie mit drei weiteren Autorinnen ... und dann ... Nichts ... gähnende Leere beziehungsweise der halbherzige Versuch eine weitere Kurzgeschichte zu schreiben. Ich geriet bereits bei 3000 Wörtern ins Stocken, habe mich auf 8000 gequält und spüre die ganze Zeit, dass es sich gar nicht richtig anfühlt.

Noch immer ist das Gefühl da, dass ich so viel mehr schreiben könnte. All die angefangenen Geschichten, die ein Ende verdient haben. All die Ideen, die in meinem Notizbuch schlummern und mich regelrecht anspringen, sobald ich die entsprechende Seite aufschlage. Verrückte Sachen, neue Wege, Drama, natürlich ganz viel Liebe und besondere Männer.

Auf irgendeinem Blog habe ich vor kurzem gelesen, dass man das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren soll. Ich glaube, es ging dabei allerdings um etwas anderes, aber irgendwie passt das für mich auch. Das Wesentliche... das ist wohl in erste Linie das Gefühl für Zeit, für das, was ich schaffen kann. Ich kann durchaus schnell schreiben. Vermutlich brauche ich kaum zwei Monate für einen Roman in einer, für mich typischen Länge. In Anbetracht, dass dieses Jahr noch knapp fünf Monate hat ... und schon fängt die Spirale wieder an, sich zu drehen. So viele Ideen, so wenig Zeit, so viel Ablenkung. Und am Ende werde ich mich wohl wieder fragen müssen, was ich mit all den Stunden angefangen habe, die ich doch eigentlich zum Schreiben nutzen wollte...


Montag, 24. Juli 2017

Vier für die Liebe

Ich bin total aufgeregt und wahnsinnig gespannt.
Heute enthülle ich für euch mein geheimes Geheimprojekt.
Ein imaginärer Trommelwirbel für 4 für die Liebe: Susann Julieva, M.S. Kelts, Cat T. Mad und Karo Stein.
Wir haben uns irgendwann während der LBM zusammengefunden und uns entschieden, eine Anthologie zu schreiben. Aus der Idee vier Kurzgeschichten zu schreiben, ist nun Realität geworden, allerdings sind es wohl eher vier Novellen geworden.
Feuer, Wasser, Erde, Luft ... vier Elemente, vier Autoren, vier wunderbare Geschichten.
Ich bin wahnsinnig stolz, dass ich ein Teil dieser Gemeinschaft sein darf und hatte unglaublich viel Spaß beim Schreiben meiner Geschichte.
Klappentext:
Man nehme einen heißen Elfenschmied, einen kühlen Meermann, einen leichtsinnigen Luftgeist und einen bodenständigen Gestaltwandler - fertig ist die "elementare" Geschichtensammlung rund um Feuer, Wasser, Luft und Erde.
M.S. Kelts, Karo Stein, Susann Julieva und Cat T. Mad laden zu romantischen Lesestunden ein! Vier packende Gay Fantasy-Geschichten, die mal ernst, mal humorvoll von Sinnlichkeit, Schmerz und großer Liebe erzählen, die keine Grenzen kennt.

Auch wenn Fantasy nicht wirklich zu meinen Lieblingsgebieten gehört und meine Story in erster Linie urbane Fantasy ist, hoffe ich, ihr werdet mit meinen Meermännern viel Freude haben.
Ich habe auch gleich ein  Minihäppchen für euch:

Meermänner küsst man nicht

"Hallo!“, rufe ich mit krächzender Stimme und räuspere mich verschämt.
Vier Augenpaare mustern mich neugierig. Ich bleibe stehen und atme tief durch.
"Ich bin Erik, der neue Meermann.“ Diesen albernen Satz habe ich vorhin ungelogen vor dem Spiegel geübt. Irgendwie kam ich mir dabei lässig vor, jetzt klingt es jedoch eher peinlich, weil meine Stimme zu zittrig ist. Immerhin schauen mich alle an, was dafür sorgt, dass mein Gesicht gut durchblutet wird. 
"Prinz Erik“, ruft eine junge Frau, wirft ihren Kopf nach hinten, sodass das lange, rotblonde Haar über ihre Schultern fällt. „Endlich ist mein Prinz da.“ Einen Moment lang bin ich verwirrt, dann begreife ich die Anspielung auf den berühmten Disneyfilm. Im Gegensatz zu der Frau, die wahrhaftig dank ihrer Haarfarbe eine gewisse Ähnlichkeit mit Arielle hat, gleiche ich diesem Prinzen vermutlich nur vom Namen her. Meine Haare würde ich allenfalls als Dunkelblond bezeichnen. Meine Augen sind auch nicht so strahlend blau, sondern eher ein Mix aus blau, grau und grün. 
Entschlossen gehe ich auf sie zu und ergreife ihre Hand. "Meine holde Prinzessin Arielle. Wie lange habe ich schon auf dich gewartet?“ Ich deute einen Kuss an, bringe sie damit zum Kichern und kann meine eigene Courage kaum fassen.
"Nenn mich Judith“, haucht sie theatralisch und klimpert mit ihren langen Wimpern.
"Freut mich, dich kennenzulernen, Judith“, erwidere ich mit einem Zwinkern. 
"Endlich haben wir noch einen weiteren Meermann“, sagt die Frau, die neben Judith sitzt. „Ich bin Sophie und das ist Vanessa.
“Erik“, wiederhole ich noch einmal mit einem breiten Lächeln und atme erleichtert durch. Alle drei strahlen mich an und geben mir das Gefühl, willkommen zu sein. Mir fällt ein Stein vom Herzen, der sich jedoch augenblicklich in einen riesigen Betonklotz verwandelt, als ich vor dem einzigen Mann in der Runde stehe. Er lächelt nicht. Stattdessen mustern mich bernsteinfarbene Augen abweisend und treiben meinen Puls unangenehm in die Höhe. Seinen Namen – Louis –spuckt er mir regelrecht vor die Füße, weshalb ich instinktiv einige Schritte zurückweiche. Ehe ich jedoch auf irgendeine Weise darauf reagieren kann, geht die Tür erneut auf.
"Wie schön, dass ihr alle schon da seid.“ Es ist Pete, der Choreograph. Ich habe ihn gestern bereits getroffen, als ich den Vertrag abgegeben habe. Er hat mich auch gleich herumgeführt und mir die Anlage gezeigt.
"Dann können wir ja gleich loslegen“, ruft er voller Elan und klatscht in die Hände. Sein Blick fällt auf mich und er deutet auf die Flosse, die ich immer noch gegen meine Brust drücke.
"Die solltest du wohl besser anziehen“, sagt er schmunzelnd und sorgt dafür, dass meine Wangen erneut in Flammen stehen.
"Ja, klar“, nuschle ich und setze mich schleunigst auf den Boden. Umständlich verfrachte ich meine Füße in die Halterung der versteckten Monoflosse und überprüfe den richtigen Sitz. Noch immer zittern meine Finger.
***
Der geplante Veröffentlichungstermin für das ebook ist der 1. August 2017.
Ich hoffe, euch werden die Geschichten gefallen. Es war für mich auf jeden Fall eine ganz wunderbare Zusammenarbeit und irgendwie schmieden wir schon gemeinsam neue Pläne.... 



Dienstag, 18. Juli 2017

Positive Energie

In diesem Jahr fiel mein Urlaub ein bisschen kürzer aus.
Irgendwie konnten wir uns nicht so richtig entscheiden, ob mit Zelt oder nicht, wie und überhaupt und ... Eigentlich wusste ich nur eines: Ich musste am 11. Juli in Rostock zur Lesung sein und der Urlaub sollte da drumherum liegen.
Nun, ich bin nicht nur beim Schreiben chaotisch, meine Familie ist es im Grunde auch.
Schließlich haben wir uns ganz spontan gegen das Zelt und für ein festes Haus entschieden, waren mit acht Tagen zufrieden und haben noch ein bisschen Heimurlaub geplant.
Ein Jahr ohne Ostsee geht für mich gar nicht. Ich brauche das Meer, die Wellen, den Wind, den weiten Himmel und den besonderen Duft.
Von der Landschaft ganz zu schweigen ...

Diesmal verschlug es uns in die Nähe vom Darß an den Bodden in eine Siedlung, die eingezäunt war und sich mitten im Nirgendwo befand.
Ruhig ... es war so ruhig, selbst für jemanden, der ohnehin nur in einer Kleinstadt lebt. Jede Menge Natur und Weite für das Laptop/Bildschirm leidgeprüfte Auge. Grün-bunte Felder und im Hintergrund der Bodden, mal strahlendblau wie der Himmel, mal düster-grün und bedrohlich, denn natürlich hatten wir wie immer auch Regen-und Sturmtage dabei.
Das Haus war großartig und sorgte für einen guten Start in den Urlaub. Im Gegensatz zu dem langen Stau bei der Anreise.
Ich finde es super, wenn wir alle mal nur auf "Familie" runterreduziert sind, Zeit miteinander verbringen und uns trotzdem gegenseitig den Freiraum lassen, den jeder von uns braucht. Es ist schon ein seltsames Gefühl, zu sehen wie groß die Jungs sind und zu wissen, wie endlich die Anzahl der gemeinsamen Urlaube noch ist. Irgendwie macht diese Gewissheit jede gemeinsame Unternehmung noch kostbarer.

Am Dienstag war es dann soweit. Meine Lesung im Rahmen des CSD in Rostock. Natürlich war ich furchtbar aufgeregt. So sehr, dass ich vergessen habe, das Badfenster (Dachschräge) zu schließen und dass, wo es wie aus Eimer goß. Zum Glück waren wir erst wenige Kilometer unterwegs und konnten problemlos zurück. Das Bad stand auch nicht unter Wasser, denn ich hatte das Fenster nur einen schmalen Spalt offen gelassen.
Der zweite Anlauf nach Rostock gelang. Dort wurde ich total herzlich empfangen, sodass ein Teil meiner Anspannung nachließ. Meine Männer habe ich im Übrigen ins Kino geschickt.
Der Raum war toll, sogar mit so einer Schleife für Hörgeschädigte. Die Plätze füllten sich und schließlich ging es los. Ich schätze, ich habe es schon mehr als einmal erwähnt, dass ich total gern lese und die besondere Stimmung bei Lesungen liebe.
"Positiv verliebt" gehört obendrein noch zu meinen Herzensbüchern. Es macht immer wieder Spaß und am Ende spüre ich, dass es genau das ist, was ich möchte. Geschichten aufschreiben, darüber reden und auch daraus vorlesen. Ich wünschte, ich könnte es noch viel besser, viel selbstbewusster ... aber ich übe und spüre immer wieder, wie mich dieses Glücksgefühl förmlich überrollt und mich für einen Moment all die negativen Dinge vergessen lässt.
Deshalb danke ich an dieser Stelle ganz besonders Robin Döring und Veit Pürsing vom CSD Rostock für ihre Einladung und ihr Vertrauen und natürlich auch allen, die zur Lesung gekommen sind. Ganz besonders den "Jungs" von IWWIT.
Mein Geschenk und wer mich kennt weiß, wie sehr ich mich über regenbogenbunte Armbänder gefreut habe
Anschließend gab es eine kleine Diskussionsrunde zum Leben mit HIV. Zuhören, Mitreiden, Begreifen und Staunen. Ich betone ja immer wieder, dass ich schwule Liebesgeschichten schreibe, die nicht auf Realität sondern auf Unterhaltung ausgelegt sind. Aber es ist auch ein wunderbares Gefühl, ein bisschen Realität, gerade auch im Hinblick auf das Leben mit HIV zu erfahren und diese Runde war für mich eine echt große Bereicherung.
Was soll ich sagen? Ich hatte viel Spaß, die Zeit verging total schnell und ich hoffe, dass ich die Anwesenden auch ein bisschen unterhalten konnte.

Nach diesem aufregenden Abend ging es für mich weiter mit Familienurlaub und natürlich auch einem Besuch in Greifswald bei meinem liebsten Freund und Seelenbruder.
Dort sind wir gemeinsam zum Fischerfest und ich habe von meinen Männern diesen regenbogenbunten Herzchenball bekommen. Ich liebe ihn!
Es war zu kurz... Die Tagen vergingen viel zu schnell, obwohl wir so wunderbar entschleunigt waren. Baden, lange Spaziergänge, Angeln, Tischtennis, lesen, fernsehen, Karten spielen oder einfach nur quatschen. Zwischendurch habe ich innegehalten und mir vor Augen geführt, was für wunderbares Leben ich habe. Manchmal bin ich so frustriert, schaue neidisch auf das, was andere machen oder haben oder vorgeben zu haben. Gerade auf Facebook erscheint es mir so einfach, die Balance zu verlieren.
Ich weiß, dass ich einige Dinge niemals leisten kann, nicht jede Mauer überwinden werde und mir selbst manchmal im Weg stehe. Aber ich erkenne auch die guten und motivierenden Momente, die mir solche Erlebnisse wie Lesungen schenken, aber auch meine Männer, die so absolut hinter mit stehen und mich unterstützen.
Puhh, jetzt werde ich aber sentimental...

Ich freue mich auf jeden Fall darauf, zu schreiben und hoffe, dass ich noch ein paar Projekte in diesem Jahr zuende bringe. In diesem Monat gibt es auf jeden Fall noch etwas Neues von mir. Mein geheimes Geheimprojekt mit drei anderen Autoren. Ich bin schon soo gespannt und hoffe, ihr seid es auch.


Mittwoch, 5. Juli 2017

Von Männern im Sommer

In den letzten, vor allem sommerlichen Wochen, habe ich fleißig an einer kleine Kurzgeschichtensammlung geschrieben. Es war eine eher spontane Idee, die vor allem von den zahlreichen Unternehmungen im Juni inspiriert war.
Manchmal entstehen Geschichten im Kopf, die mich nicht mehr loslassen, die auch nicht bereit sind, sich in die lange Reihe der bereits vorhandenen Plots einzugliedern. Gleichzeitig weiß ich, dass sie zwar durchaus für eine längere Geschichte ausreichen, aber sich eben auch mit einem kleinen Einblick zufrieden geben.
Ich mag kurze Geschichten. Lediglich einen Augenblick einfangen, dieser bestimmte Moment, in dem sich alles verändert, der irreal erscheint und gleichzeitig überwältigend ist.
Schon lange habe ich nicht mehr so intensiv und produktiv geschrieben. Die Worte flossen, die Geschichten nahmen Gestalt an und die Idee für eine Sommeranthologie erschien gar nicht mehr abwegig.
Dass ich die meiste Schreibzeit im Garten verbracht habe, hat ebenfalls zu meinem Wohlgefühl beitragen.
Schlussendlich sind vier Geschichten entstanden, die miteinander verknüpft aber doch insich abgeschlossen sind.
Ich war mit Noah auf dem Depeche Mode Konzert und wir waren beide nicht nur von der Musik fasziniert.
Ich saß mit Frank im Zug und mochte den jungen Vater mit der lustigen Tasche sehr.
Ich wollte so gern am vorletzten anonymen Geschichtenwettbewerb auf bookrix teilnehmen, weil ich das Thema so toll fand, aber ich hatte keine Muse zum Schreiben. Hier war sie plötzlich da und hat mit Schachfiguren und Assen wild umsich geworfen.
Okay, die letzte Geschichte hat keinen "realen" Hintergrund. Ich glaube, ich habe etwas Ähnliches mal in einem Film gesehen.
Es klingt ein bisschen, als  wäre die Autorin übergeschnappt *lach*, aber eigentlich wurde sie nur von wunderbaren Erlebnissen und der Sonne geküsst.
Vielleicht habe ich euch ja neugierig auf vier kleine Liebesgeschichten gemacht und auf eurem Reader ist noch ein bisschen Platz, dann würde ich mich sehr freuen, wenn ihr meinen Jungs ein Zuhause gebt.
Es wird erst einmal bei der digitalen Variante des Buches bleiben. Es sind kaum 100 Seiten und damit ist es ein bisschen dünn für einen Print. Allerdings habe ich darüber nachgedacht, einen Sammelband aller meiner Kurzgeschichten herauszubringen. Im Moment gibt es ja die Liebesschlösser (1 und 2) ebenfalls nur als ebook. Da liegt es doch nahe, alle ebooks zusammenzufassen und einen kleinen gedruckten Wälzer in Angriff zu nehmen. Vielleicht gelingt es mir noch in diesem Sommer.

Hier ist auf jeden Fall der Link zu Amazon: Von Männern im Sommer
Im Laufe der Woche wird das Buch auch in allen anderen Shops erhältlich sein.

Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen und eine schöne Sommerzeit!



Montag, 3. Juli 2017

Lesung in Rostock

In einer Woche ist es soweit. 

Am 11. Juli 2017 lese ich im Rahmen der CSD- Woche in Rostock aus meinem Buch "Positiv verliebt".
Ich freue mich sehr auf die Veranstaltung und hoffe, dass es schön und unterhaltsam wird.
Nach meiner Lesung gibt es eine Diskussionsrunde mit den Jungs von "Ich weiss was ich tu".
Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt und auch schon ziemlich aufgeregt.
Dieses Buch wird für mich wohl für alle Zeit eine besondere Herzensangelegenheit bleiben und es macht mich unglaublich stolz, dass es immer noch Leser findet.
Vor ein paar Tagen hat die Story die 40.Rezension auf Amazon bekommen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Das ist ein absoluter Rekord und lässt mein Herz wirklich vor Freude hüpfen.

Wer also in Rostock und in der Nähe wohnt und Lust auf eine Lesung mit mir hat, ist ganz herzlich eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und findet im Europäischen Integrationszentrum (EIZ) Rostock e.V., in der Mühlenstraße 9 statt.


Natürlich habe ich auch ein paar Bücher und diverse Signierkarten dabei.
Auf Facebook gibt es auch eine Veranstaltung dazu Lesung 
Wir sehen uns hoffentlich nächste Woche!

Montag, 26. Juni 2017

Autorenglück

Es gibt Momente, da wird mir ganz deutlich bewusst, was für ein riesiges Glück es ist, eine Autorin sein zu dürfen.
Diese Augenblicke, in der sich so eine verklärte und romantische Vorstellung über das Leben von Autoren mit der Realität gewissermaßen vereint.
Schreiben ist oftmals anstrengende Arbeit und erfordert viel Disziplin. Letzters ist für mich wirklich anstrengend, denn mein Weg ist noch immer das Chaos.
Trotzdem verbringe ich sehr viel Zeit am Schreibtisch und habe zu wenig Bewegung. Oftmals bin ich dabei nicht einmal besonders produktiv, weil mein Kopf mit anderen Dingen überlastet ist oder ich zu viel Zeit auf Facebook und den anderen sozialen Medien verbringe. Dann ärgere ich mich über mich selbst, aber vor allem darüber, dass gerade Facebook so viel positive Lebensenergie in Frust verwandelt.
Ich weiß, dass ich diejenige bin, die das abstellen kann und sollte und trotzdem ... Es ist wohl so etwas wie Neugier, aber eben auch das Bewußtsein, teil der Szene zu sein. Damit will ich nichts verteufeln. Ich habe auch schon viel Schönes auf Facebook erlebt und Menschen kennengelernt, die mir viel bedeuten. Ganz zu schweigen von wunderbaren Schreibprojekten, die sich dort ergeben haben (ein neues wird auch bald das Licht der Welt erblicken und ich freue mich so sehr darüber)
In den letzten Tagen habe ich das Schreiben auf jeden Fall sehr genossen und der Grund dafür ist ziemlich einfach: Sonne, blauer Himmel und ein wunderbarer Gartenarbeitsplatz. Schon früh am Morgen habe ich mich in meinen kleinen Garten zurückgezogen und angefangen zu schreiben. Die Ruhe und die wunderbare Natur waren unglaublich. Vogelgezwitscher, ein leichter Wind, Sonnenschein ... Das hat sich nicht nur auf die Anzahl der geschriebene Wörter ausgewirkt, sondern auch auf mein Gemüt. Glückshormone tanken! Die Luft duftete nach Blumen und Gräsern und manchmal hat der Wind den süßen Duft der Walderdbeeren zu mir getragen. Dann musste ich regelrecht innehalten und tief durchatmen. Es ist so schön im Garten zu schreiben. Auch mein winziges Häuschen schenkt mir so viel mehr Inspiration als ich erwartet hatte. Am liebsten wäre ich gar nicht mehr nach Hause gegangen. 
Die neue Woche fängt trüb und kalt an, aber sie hindert mich nicht daran, nachher alles zusammenzupacken und wieder in die Natur zu verschwinden. Auch wenn ich mich dank Smartphone nicht ganz von der Welt abschotte, so spüre ich doch, wieviel besser und intensiver ich schreibe, wenn ich nicht über all die Dinge, die auf Facebook und Co passieren, informiert bin.
Ich bin wirklich dankbar über diese Möglichkeit mein Leben zu gestalten, über das bisschen Talent, mit dem ich gesegnet bin und über die Freude, die ich immer noch beim Schreiben von romantischen Geschichten empfinde.


Freitag, 16. Juni 2017

Meine Wohnzimmerlesung


Die wohl verrücktesten, erstaunlichsten und wundervollsten fünf Tage liegen hinter mir. Wohnzimmerlesung im Saarland, Depeche Mode Konzert in Hannover und Coldplay Konzert in Leipzig. Im Grunde kann ich noch gar nicht begreifen, was ich erleben durfte und spüre obendrein, wie die Müdigkeit allmählich und mit ganzer Kraft von mir Besitz ergreift.
Trotzdem möchte ich euch die Erlebnisse meiner ersten und vermutlich auch einzigen Wohnzimmerlesung nicht vorenthalten.

Es war schon ein kleines Abenteuer, als ich die Versteigerung auf ebay eingestellt habe. Letztendlich gab es keine wirkliche Absicherung für mich, aber ich wusste von Anfang an, dass ich es auf jeden Fall durchziehen werde, egal wohin es mich verschlagen wird.
Irgendwie war ja klar, dass die Gewinnerin der Auktion nicht um die Ecke wohnt. Also habe ich mich, zusammen mit meinem Mann am vergangenen Samstag auf den Weg ins doch recht weit entfernte Saarland gemacht.
 Mehr als sechs Stunden später (dank einiger kleinerer Staus und einer beachtlichen Anzahl an Baustellen) haben wir unser Hotel mitten im Nirgendwo gefunden und bezogen.
Kurz ausruhen, nochmal das Buch zur Hand nehmen und das eigene Äußere aufhübschen und dann ging es los.

Egal wie oft ich darüber im Vorfeld nachgedacht habe, ich hatte keinen Plan, was auf mich zukommen würde. Würde das Eis auf Anhieb brechen oder vielleicht gar nicht? Würde mein Mann sich furchtbar langweilen? Mit wieviel Zeit sollte ich rechnen? Wie würde die Stimmung insgesamt sein?
Natürlich hofft man immer auf das Beste, aber letztendlich hätte es auch ganz anders kommen können.
Ist es aber zum Glück nicht!

Ich schätze, da gab es gar kein Eis, das gebrochen werden musste. Die Stimmung war von der erste Sekunde an super.
Wir wurden herzlich empfangen und haben den Nachmittag mit leckerem Kuchen begonnen.

In Anbetracht des schönen Wetters wurde die Lesung spontan nach draußen verlegt. So konnte ich auch gleich noch ein bisschen von der schönen Landschaft sehen.
Gemütlich haben wir zusammengesessen und dann ging es los. Zuerst habe ich ein Stück aus meinem noch etwas geheimen Projekt (also eine ganz besondere Prämiere) gelesen, später dann ein wenig aus "Herzschmerz inklusive".
Wir haben uns über das Schreiben und Lesen unterhalten. Ich hoffe, ich konnte alle Fragen zu mir und meiner Leidenschaft für Gay Romance beantworten.

Anschließend haben die "Mädels" den Grill angeworfen und es gab eine riesige Menge leckeres Essen.
Wir haben viel gelacht und hatten jede Menge Spaß zusammen.
Über die Blumen und das süße Einhorn habe ich mich auch riesig gefreut. Die Blümchen stehen im Fenster, während ich von nun an mit großen dunklen Knopfaugen auf meinem Schreibtisch beobachtet werde.

Was auch immer ich als Zeitplan im Hinterkopf hatte, dass es am Ende 22.30 Uhr sein würde, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. 
Selbst mein Mann fand, dass die Lesung kaum besser hätte laufen können.
Ich bin froh und glücklich über diesen schönen Tag und bedanke mich noch einmal für die Spende, die dieses Zusammentreffen ermöglichst hat.
Es war mir ein echtes Vergnügen!



Mittwoch, 7. Juni 2017

Auslosung Pride Month

Während ich die letzten Tage in meiner Minihütte im Garten saß und wie verrückt an meiner Kurzgeschichte geschrieben habe, habe ich doch glatt vergessen, die Gewinner der beiden T-shirts bekannt zu geben. Das passiert, wenn man in der Natur kein Internet hat, einmal abgesehen vom Handy.
Aber heute bin ich extra Zuhause geblieben, um mich hier zu kümmern.
Ich freue mich, dass ein paar Leute Interesse an den Shirts gezeigt haben und hoffe, die Gewinner werden eine schöne Zeit mit den Sachen haben. Ich liebe ja meine "Regenbogen-Shirts".
Bevor ich mich gleich wieder nach draußen begebe und endlich das Ende meiner etwas verrückten Geschichte schreibe, spiele ich heute mit Hilfe eines Zufallsgenerators aus dem Internet allein die Glücksfee und verkünde folgende Namen:

Das Herzshirt hat gewonnen: 

Anne Sommerfeld

Herzlichen Glückwunsch!

Das Shirt mit dem Mund hat gewonnen: 

Anja E ohne B

Herzlichen Glückwunsch! 

Schickt mir eure Adresse und dann macht sich euer Gewinn ganz schnell auf den Weg.

Freitag, 2. Juni 2017

Pride Month

Der Juni gehört nicht zu meinen Lieblingsmonaten (ganz im Gegenteil).
Vermutlich haben die meisten Menschen in ihrem Leben eine Art von Trauer, Wut und Verlust erlebt. Tatsächlich wird der Schmerz irgendwann kleiner, auch wenn er wohl niemals ganz vergeht. Irgendwann in den letzten Jahren habe ich meine Taktik mit dem Juni umzugehen geändert und versucht, schöne Vorhaben in die Tat umzusetzen. So auch in diesem Jahr.
Am nächsten Wochenende findet meine Wohnzimmerlesung statt. Ich bin schon unglaublich gespannt und auch ein bisschen aufgeregt, wie mein Besuch im Saarland wohl ablaufen wird.
Ich fahre nach Hannover zum Depeche Mode Konzert und erfülle mir damit so etwas wie einen Jugendtraum. Gott, ich kann es noch gar nicht fassen, dass ich diese unglaublich großartige Band live erleben darf.
Und dann fahre ich auch noch zu einem Coldplay Konzert mit lieben Freunden / Autorenkolleginnen. Darauf freue ich mich auch schon, denn Coldplay soll ja eine fantastische Bühnenshow haben.
Für einen Monat, in dem man sich jahrelang am liebsten nur im Bett versteckt wollte, ist das doch ein wirklich ansehnliches Programm.

Und dann ist der Juni ja bekanntermaßen auch der Pride Month. Zur Erinnerung an den Stonewallaufstand am 28. Juni 1969 in New York veranstalten viele Städte rund um den Erdball in den Sommermonaten Straßenumzüge um für die Rechte von Schwulen, Lesben,  Bisexuellen und Transgender (LGBT*) zu demonstrieren, um Präsenz, aber auch Lebensfreude zu zeigen.  Für die LGBT* Community ist das vermutlich das größte Ereignis des Jahres, an dem viele Leute vergnügt, aber durchaus auch kämpferisch miteinander feiern.

Wenn man, so wie ich in einer Kleinstadt wohnt, ist man ein bisschen weg von diesen Dingen, außerdem sollte ich meine Zeit in erster Linie zum Schreiben nutzen.
Trotzdem, und wer mich ein bisschen kennt, weiß, dass ich es mag, das eine oder andere Statement setzen und auch immer gern meine Unterstützung und Anteilnahme bekunde (dafür muss man zum Glück nicht bei einem CSD vor Ort sein)

Leider habe ich im letzten Jahr bei diesem Unterfangen zwei Fehlgriffe getätigt.
Pech für mich, aber vielleicht Glück für euch.
Pride Month- und ich schenke zwei Personen ein passendes Outfit zum Feiern.
Ich habe hier zwei T-shirts (neu und ungetragen, nur leider ein bisschen zerknautscht), die ein Fehlkauf waren, aber irgendwie im Streß nicht zurückgeschickt wurden.
Der Regenbogenmund ist laut Etikett eine XL (ich würde sagen, dass es maximal eine M ist)
Das Herz angeblich XXL, aber höchstens eine L.
Dazu gibt es noch ein Fähnchen zum Winken und ein Karte.
Ich würde mich riesig freuen, wenn es jemanden gibt, den ich mit diesen Shirts glücklich machen kann.
Was müsst ihr tun?
Schreibt einen Kommentar mit Herz oder Mund unter diesen Post (gern auch auf meiner Autorenseite auf FB) und wandert, falls es mehr als zwei Interessenten gibt, in den Lostopf. Ich lasse das Gewinnspiel über Pfingsten laufen und lose dann am Dienstag, 06.6.2017 aus.



Ich weiß, einige CSD´s sind bereits durch, aber zumindest die großen in Berlin, Hamburg, Köln finden erst statt und auch viele weitere wie Rostock, Magdeburg, Schwerin.
Ich treibe mich auf keinen dieser Veranstaltungen herum, aber ich wünsche jedem, der teilnimmt ganz viel Spaß, vielleicht sogar mit einem neuen Shirt.



Montag, 22. Mai 2017

Ich schenk dir eine Geschichte

Jetzt hat es doch ein bisschen länger gedauert, bis ich den Gewinnerwunsch umsetzen konnte. Dafür ist die Geschichte allerdings auch ein klein wenig mehr Umfang bekommen, als ich es geplant hatte.
Ein Oneshot zum "WhiskyTeufel" ... ich habe es sehr genossen, Michael und Kevin noch einmal die Möglichkeit zu geben, mir und euch aus ihrem Leben zu erzählen.
Beinahe ein bisschen zu sehr genossen, denn ich muss ehrlich zugeben, ich liebe sie und es macht unglaublich viel Spaß, über sie zu schreiben. So viel, dass ich am liebsten ... nein, darüber denke ich besser nicht nach.
Wer den WhiskyTeufel kennt, weiß, dass die beiden ziemlich heiß sind ... zu heiß für diesen blog. Deshalb gibt es die Story auf Fanfiktion.de. Dort lässt es sich auch besser lesen.

Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß, würde mich sehr sehr über Feedback freuen und hoffe, ihr habt einen guten Start in die Woche.

Liebe Kerstin Müller und alle anderen, die sich eine Szene aus dem WhiskyTeufel gewünscht haben: Hier kommt meine Geschichte für euch!Schatten der Vergangenheit


Mittwoch, 17. Mai 2017

IDAHOT* 2017

Irgendwie ist es in diesem Jahr gar nicht so schön bunt auf meinem blog. Ich weiß auch nicht genau, aber mir ist keine gute Aktion eingefallen.
Vielleicht hatte ich auch einfach keine Kraft dafür, denn ich bin noch immer nicht mit der Ostergeschichte fertig (Weihnachten naht ja schon fast), habe erst 2/3 vom WhiskyTeufel-Oneshot und das Geheimprojekt schwimmt quasi noch im Wasser.
Trotzdem gibt es zumindest ein paar virtuelle Luftballons mit all den Wünschen für einen respekt-und liebevollen Umgang, ganz egal welche Farbe, Rasse, Geschlecht oder sexuelle Identität dein Gegenüber auch haben möge.
In den Jahren als Autorin im Gay Romance Genre habe ich viel über Toleranz und Akzeptanz gelernt, gemerkt, dass diese Worte manchmal auch seltsame Einbahnstraßen sind und weiß, dass ich trotzdem nicht aufgeben darf, mich dafür einzusetzen. Meine eigenen (manchmal auch engen) Grenzen habe ich oft gesprengt und erkannt, dass ich mich mit bestimmten Dingen einfach nur ein bisschen auseinandersetzen muss, um sie zu begreifen und letztendlich auch zu akzeptieren.
Es sind ganz oft Berührungsängste, die einen zurückschrecken und dann auch irrational reagieren lassen.
Dabei glaube ich ganz fest daran, dass wir alle friedlich neben-und miteinander leben können. Ich muss nicht wissen, was meine Nachbarn in ihren Betten treiben. Es interessiert mich nicht, ob der Mann, der mir gegenübersteht, auch wirklich einen Schwanz in der Hose hat. Es ist nicht meine Entscheidung wie sehr sich jemand zu Männern und Frauen hingezogen fühlt, oder ob sich jemand nicht eindeutig als Mann oder Frau identifizieren kann. Wieso ist es so schwer zu akzeptieren, dass es für manche eben nicht so eine genaue Abgrenzung gibt?

IDAHOT oder wie auch immer all die neuen und politisch korrekten Buchstabenverbindungen sein mögen, ist der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie, Interphobie, Biphobie ... Ein internationaler Tag um das Anderssein zu feiern, um ein Miteinander zu zelebrieren und Lebensfreude zu bekunden.
Also lasst Luftballons in den Himmel steigen, hängt eure Wünsche und Träume von einer wundervollen Zukunft daran und genießt den Tag.

Ich habe mal geguckt, wo in meiner "Nähe" ein Rainbowflash geplant ist. Vielleicht wohnt ihr (im Gegensatz zu mir) tatsächlich dort in der Nähe und habt noch nichts vor:

Magdeburg: 17.30 Uhr auf dem Willy-Brand-Platz, organisiert vom LSVD Sachsen-Anhalt, CSD Magdeburg und Jugendtreff ComeIn  

Halle: 15.30 Uhr Markplatz, organisiert vom AK Queer, ab 17.05 steigen die Luftballons (was für eine coole Idee) 

Leipzig: 13 Uhr Richard- Wagner- Platz, organisiert von RosaLinde Leipzig e.V mit finanzieller Unterstützung der Aktion Mensch und dem Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des Studierendenrates der Universität Leipzig.

Berlin:  10.00 Uhr am Reichstag, organisiert von ENOUGH is ENOUGH - OPEN YOUR MOUTH und Deutsche AIDS-Hilfe
Am 17.5. um 10 Uhr versammeln wir uns in unserer ganzen Vielfalt unterm Regenbogen. Auf den Fotos wird dieser Regenbogen zugleich den Reichstag überspannen.  

Also macht euch auf, genießt den Tag und zeigt wie bunt und vielfältig das Leben sein kann. 



Donnerstag, 11. Mai 2017

Das leidige Zeitproblem


Es ist schon ein seltsames Phänomen mit der Zeit. Auch Disziplin und Muse passen nicht immer zusammen. Und manchmal passt leider gar nichts und das zu einem Zeitpunkt, von dem man dachte, er wäre perfekt.

Schon seit ein paar Wochen habe ich mich genau auf diese jetzige Woche gefreut. Beide Kinder auf Klassenfahrt, das bedeutet, ganz, ganz, ganz viel Schreibzeit, weil weder das Mittagessen pünktlich fertig sein muss, noch muss ich mich um schulische oder andere Angelegenheiten kümmern.
Ich habe es mir genau ausgemalt, wie ich emsig, nahezu bienchengleich am meinem Laptop sitze, Musik auf den Ohren, die Kanne Tee in Reichweite, vielleicht auch ein paar Apfelspalten ... Eben alles, was ich für ein glückliches Schreiben brauche. Dafür kein einziger Blick auf die Uhr oder auf Wortzahlen, also quasi keinerlei zeitlicher Druck. Erst wenn mein Mann von Arbeit nach Hause kommt, würde ich voller positiver Energie und Stolz über die geschaffte Leistung den Laptop herunterfahren und dann würden wir die "freie" Zeit wunderbar zweisam genießen.
Soweit der Plan!

Am Montag haben ich die Jungs also verabschiedet. Okay, dachte ich mir, der Abschiedsschmerz wiegt natürlich. Da kann man schon mal nicht so motiviert sein. Lustlos habe ich ein bisschen auf der Tastatur herumgeklimpert, mich über das Wetter geärgert, natürlich pünktlich Mittag gekocht und dann ... habe ich mich aufs Sofa gesetzt und einen Film geguckt. Nebenbei hat mein Mann eine Whatsapp bekommen, dass er doch bitte pünktlich nach Hause kommen soll.

Dienstag habe ich erst mal prompt verschlafen. Und wenn man schon viel zu lange im Bett bleibt, ist klar, dass auch der Rest des Tages nicht wirklich produktiv wird. Also habe ich mich aufs Sofa geschleppt und weitere Mädchenträume verfolgt. "Rubinrot", "Saphirblau" und "Smaradgrün" habe ich jetzt gesehen und war ganz angetan. Gelesen habe ich auch, aber in meinem Kopf herrschte dagegen absolute Stille. Kein Kerl wollte mit mir reden, nicht mal ein unpassend neues Plotbunny ist herumgehüpft. Nichts ... absolut gar nichts. Meine Datei habe ich am Dienstag gar nicht erst geöffnet. Wie gut, dass die Primebox noch ein paar Filme auf Lager hatte.
Das Wetter war auch immer noch mies, was ja nicht zur Steigerung der guten Laune beziehungsweise zur Steigerung der Aktivität führt.

Am Mittwoch aber (der Tag an dem ein Kind wieder nach Hause gekommen ist) .... Ich bin schon gut gelaunt aus dem Bett gehüpft, habe den ganzen Vormittag fleißig getippt, wichtige Dinge geklärt, Muffins gebacken, geputzt und mich quasi vor Energie überschlagen.

Heute ist Donnerstag. Ich tippe an diesem blogbeitrag, anstatt mein Skript voranzubringen. Und pünktlich um 12 Uhr ist der Sohn aus der Schule gekommen und hat Hunger und ich ärgere mich, dass ich jetzt kochen muss, obwohl ich doch NUN so schön an der Geschichte weitertippen könnte, aber NUN habe ich ja keine Zeit.
Manchmal ist es doch wirklich verrückt.

Samstag, 6. Mai 2017

3,2,1...

Die letzten Tage waren für mich furchtbar aufregend. Auch wenn ich versucht habe, ruhig zu bleiben und nicht ständig daran zu denken, habe ich doch einige Male am Tag bei ebay reingeschaut. Selbst beim Schreiben habe ich gemerkt, dass ich mich nicht genug in die Story fallen lassen konnte. In Gedanken habe ich schon eine Reise geplant, auch wenn ich gar nicht genau wusste, wohin sie gehen würde. Auch wenn sich recht schnell die ersten Zweifel an meiner Versteigerung gelegt hatten, weil es tatsächlich Leute gab, die Gebote abgegeben haben, so blieb es doch bis zum Schluss für mich spannend.
Nun ist die erste Hürde geschafft.
116, 00 Euro sind es geworden.
Ich fahre ins Saarland und besuche Bianca Becker.
Das ist nicht gerade um die Ecke, aber eine Gegend, in der ich noch nie war.
Über einen Termin haben wir uns noch nicht geeinigt, aber das Geld ist bereits an das Aktionsbündnis gegen Homophobie geflossen.

An dieser Stelle sage ich noch einmal vielen, vielen Dank!

Ich freue mich auf die Reise und natürlich auch darüber, dass meine Idee funktioniert hat. 
Heute vor einer Woche war ich noch total aufgeregt und nervös. Ich wusste nicht, ob ich das wirklich durchziehen kann und habe mir Horrorszenarien ausgemalt. Jetzt bin ich froh über meinen Mut *lach* und hoffe, dass auch die Lesung schön werden wird.



Mittwoch, 3. Mai 2017

Ein kleines Update


Die Hälfte der Versteigerungszeit ist bereits um und ich bin schon jetzt überwältigt und dankbar. Zur Zeit steht meine Wohnzimmerlesung bei 116 Euro. Das ist echt großartig.
Bis Freitag gegen 15 Uhr könnt ihr noch mitbieten. Zumindest dann, wenn ihr wollt, dass ich zu euch nach Hause komme. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wohin mich die Reise führen wird. Ich habe ja schon immer mal von einer Lese-Reise geträumt und das ist doch quasi ein kleiner Anfang. Darüber hinaus hat sich in den letzten Tagen deutlicher denn je gezeigt, dass das Geld wirklich dringend benötigt wird.
Hier ist noch einmal der Link zur Versteigerung:  
und hier könnt ihr euch über die Lage in Tschetschenien und die Hilfsaktion informieren: 

Noch immer schreibe ich fleißig an meiner Ostergeschichte. Noch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass ich sie am Ende dieser Woche fertig haben werde, aber da ich auch nicht damit gerechnet habe, dass mich dieser Plot so überrennen würde, sollte ich mich mit Prognosen wirklich zurückhalten. Momentan habe ich knapp 35.000 Wörter und 13 Kapitel. In Anbetracht der Größe dieser Geschichte, denn das ist ja nur der erste Teil, wird es ein neues Cover geben. Sobald die Story fertig korrigiert ist, werde ich sie als ebook herausbringen. Der zweite Teil und damit auch der zweite Teil des Spruchs kommt zu Weihnachten. Auch hier werde ich vier Kapitel als Leseprobe bzw. als Teil meines Weihnachtskalenders posten und die komplette Geschichte als ebook. Der Print wird dann beide Teile vereinen. Ich bin gespannt, ob ich das auch wirklich so hinbekomme, aber ich bin jetzt einfach mal vorsichtig zuversichtlich. 

Michael und Kevin trampeln ebenfalls nervös in den Startlöchern und wollen euch ein Stück aus ihrem gemeinsamen Leben erzählen. Im Moment ignoriere ich sie noch ein bisschen, aber sobald ich die Osterstory beendet habe, sind die beiden dran. Zuversichtlich ... Ende nächster Woche.

Und für alle, die sich regelmäßig auf meinem Blog herumtreiben (worüber ich mich natürlich riesig freue) und die sich fragen, weshalb sich der Schreibfortschritt schon seit einer Ewigkeit nicht mehr bewegt hat ... Ich seufze tief und werfe einen Blick auf das Skript, an dem es dann wohl erst im Juni weitergehen wird.

Weil das natürlich längst nicht alles ist, gibt es auch noch ein Geheimprojekt. Gott, ich liebe dieses Wort *lach*, für das ich eine Kurzgeschichte schreibe. Dafür klettere ich mal wieder ein bisschen über den Rand meiner Komfortzone und schreibe Urban Fantasy. Ich schätze, es wird ein echtes Vergnügen werden.

Tja, also ... da kommt einiges auf euch und mich zu und wie immer befürchte ich, dass meine Pläne zu groß sind und das Zeitfenster zu eng ist. Trotzdem bin ich voller Vorfreude und ziemlich sicher, dass es zumindest annähernd funktionieren wird.




Sonntag, 30. April 2017

Autor4Tschetschenien

Vermutlich haben die meisten von euch bereits mitbekommen, unter welchen furchtbaren Umständen Homosexuelle in Tschetschenien leben müssen bzw. um ihr Leben bangen müssen.
Aus diesem Grund hat enough is enough eine große Spendenaktion ins Leben gerufen, der auch bereits einige Autoren gefolgt sind. Unter dem Hashtag autoren4tschetschenien wurden Bücher und Anthologien auf ebay versteigert. Ich finde das Engagement sowohl von den Autoren als auch von den Lesern, die die Bücher ersteigert haben, absolut großartig.
Natürlich habe ich auch darüber nachgedacht, mitzumachen.In gewisser Weise habe ich es bereits, zumindest mit meiner Unterschrift und einigen Goodies.
Manchmal bin ich ein bisschen verrückt und habe erschreckend verrückte Ideen. Und die Leute, von denen ich dachte, sie würden mich abhalten, haben mich ermuntert, es durchzuziehen ... Was soll ich sagen? Ab sofort gibt es auch von mir eine Auktion auf ebay.

Was könnt ihr ersteigern?
Eine Wohnzimmerlesung mit Karo Stein

Wahnsinn ... Also ich bin furchtbar aufgeregt und kann es kaum glauben, aber ich ziehe es jetzt durch und hoffe, es findet sich jemand, der Lust darauf hat, mich in sein Wohnzimmer einzuladen und meinen Geschichten zu lauschen.
Was mache ich, wenn das nicht funktioniert? Eigentlich möchte ich wirklich nicht darüber nachdenken, aber ich wohne in einer Gegend mit vielen Felsen und Abhängen ... ich werde einfach zukünftige, verrückte Ideen dort hinunterwerfen und ganz brav hinter meinem Laptop sitzen bleiben *lach* Okay, hier spricht Panik aus mir!

Ich fasse noch einmal zusammen:
  • Auf ebay könnt ihr eine Wohnzimmerlesung mit mir ersteigern.
  • Zu ebay muss ich sicherlich nichts mehr sagen: bieten, überbieten, weiter bieten und am Ende das höchste Gebot haben. 
  • Danach das Geld an mich überweisen. Ich werde (natürlich mit Screenshot zum Beweis) das Geld sofort als Spende weiterleiten. 
  • Wir machen einen Termin aus und ich stehe dann vor deiner Tür. 
  • Ich lese und wir haben eine schöne Zeit zusammen. Natürlich kannst du auch ein paar Leute dazu einladen, dann macht es sicherlich noch viel mehr Spaß.
  • Der Begriff Wohnzimmer ist nicht so eng gefasst. Terrasse, Balkon, Garten oder Küche gehen natürlich ebenso. Sollte ein Verein Interesse haben und mitsteigern, lese ich natürlich auch gern dort. 

Ich würde mich riesig freuen, wenn diese Aktion bwz. Auktion funktioniert und wir auf diese Weise noch ein bisschen Geld zur Unterstützung der tschetschenischen LGBTI* zusammen bekommen.

Ihr dürft den Beitrag gern teilen, damit so viele Leute wie nur möglich von der Auktion erfahren. Das wäre echt großartig!

Hier geht es zur Auktion (nicht wundern, das ist der Account meines Mannes *gg*)
Wohnzimmerlesung


Dienstag, 25. April 2017

Auslosung zum Welttag des Buches


Es ist soweit. Welche Protagonisten dürfen euch einen kleinen Einblick in ihr Leben nach dem "Buch" geben?

Bei jedem neuen Kommentar, dachte ich: Jaaaa, über die beiden würde ich auch gern schreiben!

Den Kommentar zu meiner Sorgenkindgeschichte "Verschlossene Türen" konnte ich leider nicht mit in die Auslosung nehmen, denn wie die meisten wissen, ist diese Story noch immer nicht abgeschlossen. Es treibt mich schier in die Verzweiflung, dass ich bisher nicht geschafft habe, diese Geschichte zu ihrem verdienten Ende zu bringen. Ich weiß, dass immer noch viele Leser an Hannes und Farid hängen und sicherlich gern etwas über die beiden lesen möchten, aber das hier ist leider nicht der richtige Rahmen dafür. Tut mir wirklich leid. Ich gebe allerdings noch nicht auf und vertraue darauf, dass irgendwann der richtige Zeitpunkt kommt, um die Geschichte zu beenden.

Am liebsten hätte ich mich auf das Flammenerbe gestürzt (egal ob eins oder zwei), denn ich weiß, auch wenn der zweite Teil die Leser möglicherweise nicht so sehr erreicht hat wie der erste, dass es noch mindestens ein weiteres Buch, in meiner übergeschnappten Fantasie sogar noch zwei geben wird) Ich möchte so gern noch über eine besondere Liebe und ein Flammenkind schreiben.

Hach ja, wenn ich so viel Zeit und Disziplin hätte ... aber die habe ich leider nicht, was mir auch am strengen Blick der Glücksfee bewusst geworden ist. Deshalb hat sie (also eigentlich er) ausgelost, mich noch einmal unerbittlich angesehen und gemahnt, dass es nur diesen einen Oneshot geben wird.

Gewonnen hat:
Ketin
und damit auch auch alle, die sich eine Geschichte von Michael und Kevin aus "WhiskyTeufel" gewünscht haben. 


Ich freu mich auf die beiden und hoffe, ich kann den Oneshot schon bald posten.
Vielen Dank an alle fürs Mitmachen!