Dienstag, 12. Dezember 2017

Das 12. Türchen

Hinter dem heutigen Türchen verbirgt sich noch einmal ein Schnipsel einer alten Weihnachtsgeschichte aus dem Jahr 2011.
Ich glaube, es war die erste Weihnachtsblogaktion, die ich gestartet habe.
Ich mag dieses "Mitmachding" ja unglaublich gern. Lustige Herausforderungen und Schreiben nach Vorgaben sind Aufgaben, denen ich mich immer wieder mal stelle.
Es ist spannend, natürlich auch anstrengend, aber vor allem interessant, weil die Vorstellungen meistens ganz anders sind, als die Umsetzung.
Damals ging es darum, das Alphabet mit weihnachtlichen Wörtern zu füllen. Ich habe daraus eine Geschichte mit 24 Kapitel gemacht, die die entsprechenden Worte beeinhaltete. Sie dienten auch gleich als Überschriften. Also so was wie C wie Clementinen. M wie Marzipanherzen oder Z wie Zucker und Zimt.
Wenig kreativ heißt die Geschichte "Quer durchs Alphabet ins Glück". Unter dem Label QdAiG findet ihr die Kapitel.

Ihr kennt mich ... schon oft habe ich darüber nachgedacht, die Story aus der Versenkung zu holen, sie zu überarbeiten und ein richtiges Buch daraus zu machen. Dann musste ich feststellen, dass ich die Originaldatei nicht mehr finden kann. Bisher habe ich es noch nicht geschafft, die einzelnen Kapitel aus dem blog herunterzuladen ujnd wieder zu einer Geschichte zusammenzufügen.
Na ja, vielleicht schaffe ich es noch irgendwann.
Wer die Story lesen will, braucht also ein bisschen Geduld, muss sich unter dem Label erst einmal bis zum ersten Kapitel zurückarbeiten und dann wieder vorwärts ... Vermutlich wird es kein richtiges Vergnügen. Trotzdem habe ich einen kleinen Ausschnitt aus dem ersten Kapitel für euch:

Anissterne und Alkohol

„Mach schon, Anton! Wir kommen noch zu spät!“,  nörgelt Jenny und ich beschleunige seufzend meine Schritte.
„Wie riecht es denn hier?“, frage ich und ziehe die Luft geräuschvoll ein. Das ist nicht mehr der muffige Schulgeruch, das riecht nach …
„Toll, was? So weihnachtlich!“, antwortet sie schwärmerisch.
„Weihnachtlich?“, erwidere ich nachdenklich. Nein, dieser Geruch erinnert mich nicht an Weihnachten, sondern an  die Vorweihnachtsparty, viel zu viel Alkohol, Totalabsturz und die Flucht aus einer fremden Wohnung, in der ich mich, einmal abgesehen von einer graugetigerten Katze allein befand. Auch nach fast zwei Wochen kann ich mich nicht erinnern, mit wem ich da mitgegangen bin und Micha weiß es auch nicht. Der war nämlich genau so besoffen … 
Da lag nur ein Zettel auf dem Nachtisch, das derjenige zur Arbeit muss, er die Nacht sehr genossen hat und ich die Tür hinter mir zuziehen soll. 
So sehr ich mich auch bemühe, da ist einfach nichts . Ein großes schwarzes Loch, das all meine Erinnerungen verschluckt hat. Nur eines war klar. Wir hatten Sex. Sex, der wohl nicht gerade zärtlich abgelaufen war, denn mein Hintern tat auch zwei Tage später noch weh und so empfindlich bin ich eigentlich nicht …
 Ach, verdammt, wie komme ich denn an diesem Ort auf Sexgedanken? Richtig! Dieser Geruch! Da kommen keine weihnachtlichen Assoziationen, es riecht nach Ouzo … Mir wird schlecht! Himmel, das Zeug hat mich so besoffen gemacht und jetzt verursacht es eine unglaubliche Übelkeit.
„Jenny, mir ist schlecht!“, rufe ich und hoffe einen Moment lang, dass ich vielleicht doch noch um das Basteln herumkomme.
„Schlecht? Wieso ist dir denn schlecht? Wenn das ein Trick ist, um dich zu drücken, dann ist das wirklich erbärmlich von dir!“
„Es riecht nach Ouzo … davon hatte ich auf der letzten Party eindeutig zu viel!“, jammere ich und sehe sie mitleidheischend an.
„Die Party, auf der du in einem fremden Bett aufgewacht bist und keinerlei Erinnerungen mehr hast?“, fragt sie und sieht mich grinsend an. Ich kann nur nicken und Jenny fängt an zu lachen.
„Keine Sorge, hier gibt es keinen Ouzo. Das riecht nach Anis!“ Soll mich das etwas aufbauen?
Nun stehen wir vor der Tür und können gedämpfte Stimmen und Weihnachtsmusik hören.
„Bereit?“, fragt sie lachend und ich zucke mit den Schultern. Was soll ich dazu auch sagen? Ich habe eh keine Chance, denn schon öffnet sie die Tür und etliche Augenpaare sind auf uns gerichtet. Das ist mir allerdings egal, denn der Anisgeruch nimmt noch um einiges zu und für einen Moment habe ich wirklich das Gefühl mich übergeben zu müssen. Das fängt ja ganz großartig an! Wie soll ich mit diesem flauen Gefühl im Magen nur den Abend überleben? Aber zum Nachdenken bleibt  mir keine Zeit, denn Jenny hat meine Hand ergriffen und zieht mich in den Raum. Wir grüßen nach rechts und links, lassen uns dann an einem der Tische nieder, an dem noch zwei Plätze frei sind. Auf dem Tisch stehen verschiedene Kisten und in einer sind die Anissterne … direkt vor meiner Nase. Ich schiebe sie angewidert ein Stück von mir weg. In den anderen Kisten sind Zapfen, Bucheckern und noch allerlei anderes Zeug.
„Schön, dass ihr auch kommen konntet“, werden wir von einem Mann angesprochen. Jenny reicht ihm lächelnd die Hand. „Das machen wir doch gern!“ Ihre Stimme hat einen einschmeichelnden Tonfall angenommen und sie lächelt … irgendwie künstlich. Dann wendet sie sich an mich, immer noch mit diesem komischen Lächeln im Gesicht: „Das ist übrigens Brunos Vater, Anton Schreiber. Anton, das ist Brunos Lehrer für Gestalten und Deutsch, Frank Lehmann.“ Ich reiche ihm automatisch die Hand und zucke dann zurück als sich unsere Blicke treffen. Er mustert mich … irgendwie erstaunt ...  Scheint einen Moment um seine Fassung zu kämpfen und auch ich verspüre so ein merkwürdiges Gefühl in mir … als ...als würden wir uns kennen. Aber als sich unsere Hände lösen, ist das Gefühl wieder verschwunden.
 „Freut mich, dich kennenzulernen! Bruno hat schon viel von dir erzählt“, sagt er und erst jetzt fällt mir auf, dass er eine ziemlich angenehme Stimme hat. Ich sehe ihn fragend an, lächle einfach nur, denn im Moment fällt mir nichts Adäquates ein. Aus irgendeinem Grund ist mein Kopf leer oder vielleicht auch nur von dem Anisgeruch ganz vernebelt.
„Also gut, dann wollen wir mal anfangen ...“, sagt er und klatscht in die Hände. Die Gespräche rund um uns hören auf und es herrschte augenblicklich ein gespanntes Schweigen.
Als er an mir vorbei geht, löst sein Parfüm zusammen mit dem Geruch der Anissterne ein eigenartiges Kribbeln aus...
 
 ***
Hier ist der Link zum ersten Kapitel Quer durchs Alphabet ins Glück
Es ist vermutlich jedoch leichter mit dem Label QdAiG alle Kapitel zu finden.  


Montag, 11. Dezember 2017

Das elfte Türchen

Heute gibt es noch einen kleinen Bericht von mir. Es ist ja schon beinahe so etwas wie eine Tradition, dass ich euch von der Schullesung erzähle. Deshalb werde ich auch in diesem Jahr nicht darauf verzichten.
Heute vor einer Woche habe ich mich wieder auf den Weg ins Gymnasium gemacht. Wie immer war ich furchtbar aufgeregt und konnte in der Nacht davor kaum schlafen.
Auch wenn es bereits meine vierte Schullesung war, kann von Routine keine Rede sein. Es ist schließlich nur einmal im Jahr und es sind immer andere Schüler. Es gibt also nichts, worauf ich mich gewissermaßen einstellen kann. Das macht es natürlich auch ganz besonders und eben heftig spannend.
Aber auch in diesem Jahr lief es super gut und hat viel Spaß gemacht.
Zu behaupten, dass die Aufregung verfliegt, sobald in anfange, wäre gelogen. Gerade die erste Lesung stresst mich immer heftig. Da treibt mir die Nervosität den Schweiß aus den Poren und mein sorgsam gestaltetes Make up geht zum Teufel.
Es ist ja nicht allein das Vorlesen. Ich erzähle im Vorfeld immer ein bisschen über den Weltaidstag, über HIV und Aids, Schutz, Ansteckung ... eben alles was dazu gehört und was ich weiß.
Letztendlich ist alles rund um Sexualität nicht ganz einfach für Jugendliche in diesem Alter. Jetzt weiß ich das sogar noch besser, denn meine eigenen Söhne sind ebenso jung. Trotzdem mache ich das auch gern und finde die Reaktionen, auch wenn sie meist verhalten sind, immer wieder spannend. Es ist natürlich toll, wenn die Jugendlichen mit mir reden, aber ich erwarte es nicht grundsätzlich. Ich hoffe einfach darauf, dass sie mir ein bisschen zuhören und vielleicht das ein oder andere begreifen und für sich selbst mitnehmen. Das ist sozusagen der einzige Anspruch, den ich habe.
Vier Lesungen sind in jedem Fall anstrengend. Vier mal das gleiche erzählen, dieselben Textstellen vorlesen, die gleichen Fragen stellen und Erklärungen geben. Bei der letzten Einheit fallen dann auch gewisse Ausfallerscheinungen auf *lach*
Einmal abgesehen von den Schülern, hatte ich in diesem Jahr ein besonderes Erlebnis mit einer Lehrerin. Wir haben uns nach der Lesung ein bisschen unterhalten und sie fragte, wie oft ich diese Lesung denn halte. Als ich ihr sagte, dass ich das genau einmal im Jahr mache, war sie sichtlich verblüfft und sagte mir, dass ich sehr professionell wirke und die Klasse gut im Griff gehabt hätte. Das wiederum hat mich erstaunt, denn ich mache ja eigentlich gar nichts und bin nur froh, wenn alle einigermaßen still sind. Sie meinte, die Jugendlichen hätten interessiert zugehört und das schaffen manche Pädagogen mit jahrerlanger Berufserfahrung nicht ...
Puhh, von dieser Sekunde an bin ich einige Zentimeter über dem Boden geschwebt und bekam auch ein leicht debiles Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.
Eigentlich habe ich es ja nicht so mit dem Gelobtwerden und darüber berichten, aber ich ... ich habe mich echt riesig gefreut und es hat mich verdammt glücklich gemacht. Natürlich bekomme ich immer mal ein Feedback, aber das war so direkt und unmittelbar und kam so unerwartet ... Vermutlich schwebe ich immer noch ein Stück.
Auf jeden Fall ist der Vorsatz, ein neues Jugendbuch zu schreiben, wieder sehr akut geworden. Die Idee schwirrt mir ja schon beinahe ein Jahr im Kopf herum, aber da fehlt immer noch so ein kleines Stück, um sie auch umzusetzen. Ich hoffe, 2018 wird es mir gelingen.
Es war trotz aller Anstrengung ein großartiger Tag und ich freue mich, dass ich immer wieder an den Veranstaltungen zum Weltaidstag am Gymnasium teilnehmen darf. 
****

Und hier kommt der Gewinner des USB-Sticks mit den Geschichten von Sitala Helki: 

Ketin 
Herzlichen Glückwunsch!

Außerdem habe ich mein Buch "Willst du ein Eis?" noch einmal neu verlost, da sich die Gewinnerin bisher nicht gemeldet hat: 

Constanze Schmidt
Herzlichen Glückwunsch!
Bitte schickt eure Adressen an kath74@gmx.de



Sonntag, 10. Dezember 2017

Das zehnte Türchen

Und schon ist der zweite Advent! Unglaublich, noch zwei Wochen bis Heiligabend.
Ich wünsche euch einen wunderbaren Sonntag mit Kerzenschein und Plätzchen.
Dazu gibt es den zweiten Teil von Sitala Helki´s Geschichte "Auf Umwegen"
Außerdem hat die Autorin mir einen ganz besonderen Gewinn für euch zur Verfügung gestellt.
Unter allen, die einen Kommentar unter diesen Post schreiben, verlose ich (wir) einen USB-Stick mit drei großartigen Büchern.

Ich wünsche euch ganz viel Glück und natürlich auch viel Spaß beim Lesen!

Samstag, 9. Dezember 2017

Das neunte Türchen

Das Wochenende gehört meiner lieben Autorenkollegin Sitala Helki.
Schaut doch gern mal auf ihrer Autorenseite vorbei (den Link findet ihr in der linken Spalte) und/oder meldet euch für ihren Newsletter an.
Ich freue mich, dass sie mich mit dem Kalender unterstützt und eine ganz bezaubernde Geschichte für euch geschrieben hat.
Viel Spaß mit dem ersten Teil!

Freitag, 8. Dezember 2017

Das 8. Türchen

Die erste Woche des Adventskalenders ist geschafft. Obwohl ich in diesem Jahr angefangen habe, ohne zu wissen, wie und ob es mir überhaupt gelingt, sämtliche Tage zu füllen, habe ich mittlerweile ein gutes Gefühl.
Ein bisschen Hilfe habe ich schließlich auch und darüber freue ich mich ganz besonders.

Unter meiner gestrigen Postkartenaktion habe ich sechs Kommentare gefunden. 
Ihr bekommt alle eine Karte, wenn ihr mir eure Adresse schickt (kath74@gmx.de) 
Die Gewinnerin des ramponierten Eis- Buches hat sich noch nicht gemeldet. Bitte schick mir deine Adresse bis zum Wochenende, ansonsten verlose ich das Buch neu. 

Hinter dem heutigen Türchen hat sich der zweite Teil meiner kleinen Weihnachts- Weltaidstagsgeschichte versteckt.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und einen guten Start ins Wochenende!

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Das 7. Türchen

Weihnachtspost! 

Schreibt ihr noch Weihnachtskarten? 
Ich gebe zu, dass ich früher viel mehr Weihnachtspost verschickt habe. In Zeiten von whatsapp und email bin ich allerdings ziemlich faul geworden. Dabei habe ich immer gern Karten verschickt und geschrieben. Meist sogar selbst gebastelt. 
Eigentlich ist es doch ein schönes Ritual, sich die Zeit zu nehmen, eine Karte zu gestalten und sie mit Grüßen zu versehen und an einen lieben Menschen zu schicken. Dazu eine Tasse Tee oder Kakao oder Kaffee, ein paar Weihnachtsplätzchen und nette Musik.
Ich mag das, weil es ein bisschen old school ist, aber vor allem die stressigen Tage entschleunigt. 


Deshalb gibt es heute Weihnachtspost von mir für euch. 
Ich verschicke 5 Karten. 
Wenn ihr Weihnachspost von mir bekommen wollt, dann schreibt mir heute einen Kommentar.
 


Mittwoch, 6. Dezember 2017

Das sechste Türchen

Ich wünsche euch allen einen frohen Nikolaustag und hoffe, eure Schuhe waren heute morgen nicht nur mit Luft gefüllt.
In meiner Familie kommt traditionell in jeden Schuh eine Kleinigkeit.
Es gibt Jahre, da sind wir ziemlich gut, was Geschenkideen anbelangt und es gibt welche (wie dieses) da fällt uns nicht wirklich etwas ein.
Ich weiß, dass viele Menschen auf Geschenke verzichten, weil es für unnötig halten.  
Wir haben doch alles, wir müssen uns nichts schenken. Wir können uns alles, was wir brauchen, einfach kaufen ... Diese Sätze höre ich oft und im Grunde treffen sie auch bei uns zu. Trotzdem sind wir ... und vermutlich wirkt es sogar albern oder befremdlich, aber wir wollen, dass da was in unseren Schuhen steckt und wir wollen auch zu Weihnachten ein Geschenk auspacken.
Und weil es so wunderbar kitschig, romantisch und vermutlich wirklich albern ist, haben wir uns in diesem Jahr gegenseitig einen Weihnachtstee und ein paar Süßigkeiten in die Schuhe gesteckt. Zur Zeit trinken wir total gern Tee. Wir haben jeweils eine Sorte gekauft, die wir gern mal ausprobieren wollen. Obwohl wir gestern Abend beim Befüllen kein bisschen heimlich waren, sondern quasi nebeneinander und gleichzeitig, den Tee in den Schuh des anderen gesteckt haben, haben wir uns heute morgen trotzdem irgendwie gefreut. Es ist einfach die Stimmung und der Spaß ... in einer Zeit, die für uns tatsächlich zu den hektischsten des Jahres gehört. Früh morgens einfach mal fünf Minuten kuscheln, sich darauf freuen, dass heute Abend gleich der erste Tee gekostet wird und ein bisschen den Zauber der Weihnachtszeit spüren. Verrückt, aber jeder braucht schließlich ein paar Rituale.

Und das ist gewissermaßen das Stichwort für das heutige Türchen. Es ist durchaus schon ein Ritual, dass ich in der Weihnachtszeit in irgendeiner Form eine Weihnachtsgeschichte schreibe. Im Laufe der Jahre haben sich bereits einige angesammelt und ich würde euch gern in diesem Kalender ein paar Ausschnitte daraus vorstellen.
Ich glaube, die folgende Geschichte ist eine meiner ersten. Sie stammt aus dem Jahr 2011.
Eigentlich wollte ich sie schon längst überarbeiten, auch mal in die große Amazonwelt hinauslassen, aber Überarbeitung ist so ein schwieriges Thema für mich ... Trotzdem mag ich die Geschichte von Thomas und Jeremy immer noch sehr. Ein echtes Weihnachtsmärchen mit zwei wunderbaren und so verschiedenen Männern.

Das Geschenk
 Auszug aus Kapitel 3

Während alle in die Autos steigen, machen wir uns zu Fuß los. Nur wenige Häuser später sind wir schon auf freiem Feld. Es dämmert bereits, aber der Schnee glitzert so schön, dass ich mich gar nicht daran satt sehen kann. Auch Jeremy scheint ganz in Gedanken versunken und geht still neben mir her. Die Hände in seinen Jackentaschen vergraben, den Kopf eingezogen. Es ist wirklich ziemlich kalt. Ich lege meinen Arm um ihn. „Frierst du?“
„Es geht schon. Das Laufen tut wirklich gut. Ich dachte, ich würde gleich platzen, so satt bin ich.“
„Ich weiß genau, was du meinst“, antworte ich lachend. Er grinst, dann bückt er sich, nimmt einen handvoll Schnee und ehe ich es überhaupt registriere bewirft er mich damit. Erschrocken über die unglaubliche Kälte, die mich gleich bis auf die Haut trifft, keuche ich auf. Er lacht laut und rennt weg.
„Na warte!“, rufe ich ihm hinterher und setze ich mich in Bewegung. Immer wieder dreht er sich im Laufen um und grinst mich an. Das ist ein Fehler, denn offensichtlich hat er den Schneehaufen rechts am Weg nicht bemerkt und schon liegt er mittendrin.
Mit wenigen Schritten bin ich bei ihm und dann über ihm. Zuerst will ich mich eigentlich für die Schneedusche revanchieren, aber dann halte ich inne und sehe ihn an. Er liegt da im Schnee, die Wangen von der Kälte gerötet, die Lippen glänzen dunkelrot. Blaue Augen sehen mich aufmerksam an. Seine Haare sind von einer schwarzen Strickmütze bedeckt. Ich lasse die Hand mit dem Schnee wieder sinken, beuge mich stattdessen über ihn.
„Du bist so wunderschön. Ein richtiger Schneeengel.“
Er lacht und zieht mich zu sich runter. Sanft berühren sich unsere Lippen, aber schon bald wird der Kuss fordernder. Ich streiche mit der Zunge über seine Lippen und er öffnet sie ein Stück, damit ich hineinschlüpfen kann. Sanft nehme ich seinem Mund in Besitz, stupse seine Zunge an. Er stöhnt leise und presst sich an mich. Ich kann einfach nicht genug von ihm bekommen. Jeden Winkel seines Mundes möchte ich erkunden, gierig von seinen süßen Lippen kosten. Erst das leichte Zittern unter mir, lässt mich den Kuss lösen.
„Verdammt, es ist einfach zu kalt für solche Sachen“, sage ich und erhebe mich. Ich reiche ihm die Hand. „Komm, du bist ganz nass. Lass uns lieber zurückgehen.“
Ich ergreife seine Hand und lasse sie auch nicht mehr los, bis wir wieder vor dem Haus von Sabine stehen.

Lesen könnt ihr die Geschichte auf fanfiktion. de: Das Geschenk


Dienstag, 5. Dezember 2017

Das fünfte Türchen

Heute gibt es einen Gastbeitrag von Caro Sodar. 
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und/oder Nachbacken.

Und hier kommt der Gewinner vom 1. Advent. 
Markus und Tobi freuen sich darauf, Anna B. kennenzulernen. 
Bitte schick deine Adresse an kath74@gmx.de

Montag, 4. Dezember 2017

Das vierte Türchen


Während ich heute bei der großen Schullesung zum Weltaidstag bin, habe ich noch einen kleinen Bericht über die Fahrt nach Kassel für euch.
Ich glaube, das war das erste Mal, dass ich so etwas wie ein "Lesereisefeeling" hatte. Das ist es, von dem ich irgendwie noch immer träume. Eine echte Lesereise, von einer Stadt zur nächsten, am liebsten einmal quer durch Deutschland. Vermutlich wird es ein Traum bleiben, aber Kassel hat mir zumindest einen kleinen Eindruck verschafft.

Ich habe mich also ganz allein auf den Weg gemacht. Obwohl ich im Grunde gar kein Gepäck gebraucht hätte, war meine Tasche voll mit Büchern und Werbematerial und deshalb auch recht schwer. Während der Fahrt habe ich noch einmal die Stellen markiert, die ich lesen möchte und im Kopf einen gewissen Ablaufplan entwickelt. Auch wenn ich schon einige Male aus "Positiv verliebt" gelesen habe, so ist es doch immer wieder aufregend und neu. Mein erstes Buchbaby mit HIV, diese besondere Geschichte, an der ich hänge und in der so viel Herzblut und Liebe steckt. Ich schätze, es wird wohl immer Bücher geben, mit denen man sich auf ganz besondere Weise verbunden fühlt, Fabian und Jakob gehören auf jeden Fall dazu.
Nach knapp vier Stunden Fahrt und einer kleinen Verspätung kam ich endlich auf dem Bahnhof in Kassel an und meine Aufregung sprang quasi direkt von null auf hundert. Das änderte sich jedoch ebenso schnell wieder, weil ich so herzlich empfangen wurde und der Sympathiefunke sofort übergesprungen ist. Deshalb danke ich Conny an dieser Stelle noch einmal für die wunderbare Zeit in Kassel.

Das Café Hahn, in dem die Lesung stattfand, hat mich ebenso herzlich empfangen. Ein wundeschönes, gemütliches und charmantes Café. Spätestens in diesem Moment habe ich mich so richtig auf die Lesung gefreut und darauf gehofft, dass auch einige Zuhörer erscheinen.
Das ist wohl immer das größte Problem bei Lesungen. Die meisten Menschen sind leider nicht wirklich daran interesssiert. Nicht nur bei mir ... Ich habe schon Lesungen von ganz anderen, viel bedeutenderen Autoren erlebt, die nur schwach besucht waren.
Aber an diesem Abend gab es Zuhörer. Auch wenn man immer behaupten kann, es könnten mehr sein, war ich durchaus zufrieden. Das Publikum war bunt gemischt, die Stimmung gut und ich habe mich auf dem bequemen Sofa wohlgefühlt.
Es ist toll, wenn man merkt, dass man die Zuhörer mitnimmt, dass sie dabei sind und auch auf den Text reagieren. Lustig und vielleicht anfänglich auch ein bisschen irritierend war ein Mann, der immer wieder gelacht hat, auch wenn ich persönlich die Stellen gar nicht so lustig empfand. In der Pause erklärte er mir dann jedoch, dass der Text genau seine Empfindungen und gewissermaßen auch sein Verhalten wenn er verliebt ist, wiedergespiegelt hat. ER konnte es kaum glauben. Und dann noch von einer Frau! Ich konnte mir an dieser Stelle ein breites Grinsen nicht verkneifen.
Ich glaube, es war eine gute Lesung.
"Erfrischend und unterhaltsam", sagte eine Frau am Ende zu mir.

Nach der Lesung haben mir Conny, Lukas und eine weitere Frau (leider habe ich den Namen vergessen, weil ich ein wirklich furchtbares Namensgedächtnis habe) noch ein bisschen von Kassels Innenstadt gezeigt. Wir waren zusammen essen, bevor sie mich schließlich in meinem Hotel ablieferten. Es war ein unterhaltsamer Abend, der mir viel Spaß gemacht hat.
An dieser Stelle bedanke ich mich noch einmal ganz herzlich für die Einladung beim CSD Kassel e.V., die wunderbare Betreuung durch Conny, das Sponsoring der Engel-Apotheke und natürlich auch beim Café Hahn für den schönen Leseort und die Bewirtung.
Außerdem habe ich jetzt Theo, den diesjährigen Bär der Aidshilfe. Jetzt ist mein bisher einziges Aidshilfebärchen nicht mehr so allein. 

Bis der Bus mich am Mittwoch wieder nach Hause gebracht hat, war ich noch ein bisschen Shoppen und habe festgestellt, dass Kassel durchaus eine zweite Reise wert ist. Vielleicht ergibt sich noch mal eine Möglichkeit.

Hatte ich in diesem Post eigentlich erwähnt wie gern ich lese? Trotz aller Aufregung und Panik im Vorfeld, ist es für mich beinahe noch schöner als das Schreiben, vor Leuten zu sitzen und ihnen von aus meinen Büchern vorzulesen.


Sonntag, 3. Dezember 2017

1. Advent


Heute ist der erste Advent und ich hinke bei meinem Kalender noch immer etwas hinterher.
Nicht nur da .... meine Wohnung ist noch immer nicht geschmückt. Für das Adventsfrühstück habe ich schnell die letzten Reste der Herbstdeko entfernt, eine Kerze auf den Tisch gestellt und ein paar Fröbelsterne verteilt. Zum Glück ist mein großer Sohn schon seit einer Woche im Sternbastelfieber, sodass ich da bereits eine große Auswahl habe.

Heute hat es bei uns sogar geschneit. Die ersten Schneeflocken entlocken mir immer wieder diese kindliche Vorfreude. Wenn die Wiese vor dem Haus allmählich weiß wird, ebenso wie die Dächer der anderen Häuser ... da fühle ich tatsächlich so einen Hauch von Weihnachtzeit.
Außerdem war ich gestern zu einem kleinen Hoffest in einem echten Weihnachtswunderland eingeladen. Ich finde es toll, wenn es Leute gibt, die mit solcher Hingabe und Inbrunst ihr Grundstück zum Leuchten bringen. Hunderte Lichterketten, diverse Figuren und eine leuchtende Eisenbahn. Wahnsinnig romantisch und wunderschön.

Apropos Romantisch und wunderschön: Ich habe heute ein weiteres Geschenk für euch: Markus und Tobi haben die Messe nicht gut überstanden und einen wirklich unschönen Knick auf dem vorderen Cover davongetragen. Nun suchen sie ein neues Zuhause und ich hoffe, dass sich jemand von euch für das "arme" Buch begeistern kann.
erstaunlicherweise sieht man es auf dem Bild nicht, aber der Knick geht quer über das Vanilleeis :)))

Schreibt mir einen Kommentar, wenn ihr die beiden vor der Altpapiertonne retten möchtet. Tobi guckt mich ganz entsetzt an und auch Markus ist nicht begeistert von der Vorstellung, dass sie dort landen könnten.
Im Übrigen habe ich gerade festgestellt, dass es gar keine weihnachtliche Szene mit den beiden gibt. Oder kennt ihr eine und ich habe sie nur schon wieder vergessen? Wenn ja, dann erinnert mich gern daran. Mir fällt echt nichts ein. Vielleicht sollte das ja mal geändert werden, oder was meint ihr?
Den Gewinner verkünde ich erst am Dienstag.


Die Messegoodies hat Bella Soul gewonnen!
Herzlichen Glückwunsch!
schick bitte deine Adresse an kath74@gmx.de


Samstag, 2. Dezember 2017

Das war die Buch Berlin 2017


Hier kommt die, wahrscheinlich (vielleicht auch hoffentlich) letzte Zusammenfassung zur Buch Berlin. Eigentlich wollte ich den kleinen Bericht schon eher schreiben, aber ich war müde und erschöpft, hatte das Gefühl, nach all dem Input, den Gesprächen, den vielen Menschen und der wunderbaren Zeit in Berlin, in ein Loch zu stürzen.
Es gab in diesem Jahr bereits so viele Berichte über die Messe, dass ich gar nicht weiß, was ich noch schreiben soll. Ich könnte euch einfach auf die anderen Autoren hinweisen, die ganz wunderbar die Stimmung eingefangen haben. Doch da ist so viel in meinem Kopf, das unbedingt aufgeschrieben werden sollte...
Also mache ich es und verstecke diese kleine Zusammenfassung hinter dem zweiten Türchen.
Wer es bis zum Ende schafft (oder einfach nach unten scrollt) wird noch ein Gewinnspiel entdecken.

Es waren tolle und aufregende Tage. Die Buch Berlin besticht durch ihren ganz besonderen Charme, irgendwo zwischen Trödelmarkt und echter Messe, mit ganz viel Herzblut und Enthusiasmus, sowohl bei der Messeleitung, als auch bei den Austellern.
Für mich war es das erste Mal als Aussteller. Natürlich stand ich mit der Kuschelgang schon einige Male auf Messen an einem Stand, aber das war irgendwie anders. Diesmal gab es mehr Verantwortung und einiges mehr an Entscheidungen.
Ich war aufgeregt und gleichzeitig erstaunlich gelassen. Vermutlich war das schlimmste für mich, durch Berlin zu fahren, aber als ich dann das Auto in der Tiefgarage abstellen konnte, konnte mich gewissermaßen nichts mehr erschüttern. Ich lächelte, als nach meinem dritten Besuch am Einlass die Frau zu mir sagte, dass sie unsere Unterlagen wohl vergessen hat auszudrucken. Also habe ich unsere Namensschildchen von Hand geschrieben. Zum Glück hatte Caro uns viel Hübschere erstellt.
Beim Standaufbau waren wir am Anfang ein bisschen hilflos, aber wir hatten einen tollen Aufbauhelfer, der uns wieder in die Spur gebracht hat. Am Ende konnte sich unser Stand wirklich sehen lassen. Da pochte das Herz schon voller Stolz.

Es ist das besondere Feeling, jenseits vom Verkaufen, das die Messe so besonders macht. All die Leser und anderen Autoren, mit denen man immer wieder ins Gespräch kommt. Quatschen, lachen, genießen und noch mehr reden. Obwohl ich wirklich überhaupt kein Verkaufstalent habe, war es großartig.
Manchmal habe ich auch einfach nur ganz still auf meinem Stuhl gesessen und das Gewusel um mich herum genossen. Das Stimmengewirr, die Düfte oder vielmehr Gerüche ...
Es war wirklich eine angenehme und entspannte Zeit mit Caro Sodar, Mia Grieg und Sitala Helki. Ich glaube, wir waren ein ziemlich gutes Team. Darüber hinaus hatten wir auch tolle Nachbarn. Nebenan die Männer und Frauen vom Weltenschmiedeverlag, gegenüber M.S.Kelts. Wir haben uns immer mal zugewunken und uns natürlich auch gegenseitig besucht.
Ich werde an dieser Stelle nicht jeden Verlag oder Autor benennen, mit dem ich mich auf der Messe unterhalten habe. Ich glaube, ich war bei nahezu jedem aus unseren Genre der mich kennt, und sei es auch nur für ein kurzes "Hallo".

Beinahe noch mehr als die Tage mag ich die Abende im Hotel. Einfach in die Lobby gehen, sich irgendwo dazusetzen, einen Cocktail bestellen und Spaß haben. An dieser Stelle danke ich ganz besonders Nele Betra und Marcel Duval (insbesondere für die Drinks) für die wunderbare und unterhaltsame Zeit.Natürlich auch Sabrina Ja, Marco Harnisch und all die anderen, die sich an unserem Tisch befanden. Es war mir ein echtes Vergnügen.
Nicht zu vergessen, das Essen mit den Cursed-Mädels. Ich habe ja noch nie gesehen, wie Spaghetti flambiert werden, aber der Duft war köstlich. Danach gab es noch einen Mitternachtscocktail mit dem Dead Soft Verlag.
Und natürlich das Essen mit meinen Standmitstreitern... Das Fleisch war unglaublich gut.
Jetzt ist es doch so lang geworden und ich habe das Gefühl, dass ich längst nicht alles aufgeschrieben habe. Wenn sich jemand an dieser Stelle vermisst, dann sollte er sich jetzt angesprochen fühlen. Ich trage alle in meinem Herzen, auch wenn nicht jeder Gedanke die Tastatur erreicht.
Es gab so viele witzige, besondere, liebenswerte und einzigartige Momente, dass ich mit Sicherheit noch eine Weile davon zehren werde.



Um die Freude mit euch zu teilen, gibt es heute ein Messegewinnspiel. 
Schreibt mir einen kurzen oder langen Kommentar unter diesen Post und hüpft in den Lostopf. 
Viel Glück! 

dieses Set beinhaltet: ein Türhänger, ein Sticker, ein Leseprobenheft und Visitenkarten von Sitala Helki, Caro Sodar, Mia Grieg und mir


Freitag, 1. Dezember 2017

1. Dezember- Weltaidstag


Willkommen zum diesjährigen Adventskalender auf meinem blog. 
Es wird wieder eine regenbogenbunte Mischung geben. 
Ich habe mir auch ein bisschen Verstärkung in Form von Gastbeiträgen geholt und bin sehr gespannt darauf, ob und wie euch der Kalender gefallen wird. 

Hinter dem ersten Türchen verbirgt sich auch in diesem Jahr der Weltaidstag.
Positiv zusammenleben, keine Ausgrenzung, keine Stigmatisierung ... Das sind Wünsche und Hoffnungen, die umgesetzt und gelebt werden sollten.
Die Realität sieht jedoch noch deutlich anders aus:

  • 11% würden mit HIV-Positiven nicht zusammen Fußball spielen,
  • 14% sich nicht in der selbigen Arztpraxis behandeln lassen,
  • 15% einem Positiven keine Umarmung geben,
  • 16% würden sich schämen, wenn jemand HIV-positiv in der eigenen Familie ist,
  • 21% nicht die selbigen Sportgeräte im Fitnessstudio benutzen,
  • 27% würden nicht die selbe Toilette benutzen,
  • 31% möchten möglichst nicht mit dem Thema HIV /AIDS in Berührung kommen,
  • 33% sind der Meinung: "Haben selbst Schuld",
  • 34% nicht das selbe Geschirr verwenden,
  • 52% wissen nicht, das HIV heute eine chronische behandelbare Infektion ist,
  • 55% würden keinen HIV-Positiven küssen,
  • 56% denken, über HIV-Positive wird allgemein schlecht geredet,
  • 71% wissen nicht, das mit der gegenwärtigen HIV-Behandlung, der Sex ohne Kondom nicht mehr ansteckend ist,
  • 75% würden nicht mit jemanden Sex mit KONDOM haben, obwohl sie sich mögen und von der/m sie wissen, daß er/sie positiv ist.
(Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung - BZgA: Repräsentative Bevölkerungsbefragung anlässlich des Welt-AIDS-Tages 2017, 30.11.2017)

Auch wenn mein Beitrag vermutlich eher klein ist, so werde ich jedoch nicht müde, mit den Leuten über HIV und Aids zu reden und aufzuklären. Es gibt noch so viele Menschen, deren Bild von HIV und Aids sich seit den 90-iger Jahren des letzten Jahrhunderts nicht geändert hat. Vermutlich kennt nahezu jede den Film "Philadelphia". Die Bilder von Tom Hanks haben sich tief ins Gedächtnis gebrannt, doch das ist längst nicht mehr die einzige Realität. HIV-Positive Menschen haben dank der Medikamente eine nahezu normale Lebenserwartung. Sie übertragen, sobald das Virus im Blut unter der Nachweisgrenze ist, kein HIV mehr. Es hat sich so viel getan und trotzdem gibt es immer noch viel zu viele Menschen, die in Panik geraten, sobald sie erfahren, dass jemand HIV-positiv ist.

Positiv zusammenleben, keine Angst voreinander haben, sich informieren, Fragen stellen, gemeinsam glücklich sein, lachen und lieben ...

Bevor ich hier noch pathetisch werde, verbirgt sich hinter dem ersten Türchen auch noch etwas zum  (hoffentlich) Genießen. Ich habe eine kleine Geschichte für euch. Geplant sind vier Kapitel, aber meine Muse ist ja immer ein bisschen schwierig.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, zeigt Schleife und habt einen schönen Tag!

Donnerstag, 23. November 2017

Die letzte Messeankündigung


Wie angekündigt, kommt heute noch ein letzter Vormessepost, bevor ich morgen mit meinem vollgepackten Auto nach Berlin fahre.
Über meine, mittlerweile schon deutlich spürbare Nervosität brauche ich vermutlich kaum ein Wort zu verlieren. Ich bin hibbelig, gespannt, aufgeregt, voller Vorfreude und voller Elan.
Ich hoffe, ich werde eine schöne und lustige Zeit haben, viele Leute treffen, nette Gespräche führen...

In diesem Jahr habe ich mir sogar eine Liste erstellt, was alles zu tun ist und ich kann voller Stolz sagen, dass sämtliche Punkte abgehakt sind.
 
Neben der allgemeinen Messenervosität gibt es auch noch eine ganz besondere, positive Aufregung. Die anwesenden Mädels Mia Grieg, Sitala Helki, Caro Sodar und ich, sowie der abwesende Mann Frederick Becker kommen nicht nur mit Büchern, sondern mit USB-Sticks, die mit ebooks gefüllt sind (okay, nicht komplett gefüllt ... na, ihr wisst schon)

Es gibt eine exklusive Mischung an Büchern, die jeder Autor selbst zusammengestellt hat. Da wir nicht wissen, wie gut euch die Idee gefällt, gibt es nur eine kleine Menge. Jeder Stick hat einen eigenen Flyer, den wir für euch auch gern signieren.
 
Auf meiner Facebookseite hatte ich vor einigen Tagen bereits angekündigt, dass es einen Sammelband der Verliebt-Reihe, inklusive einer Leseprobe des dritten und letzten Teils geben wird. 
Der Sammelband wird in dieser Form auch nicht in den Verkauf kommen, sondern ist tatsächlich nur für die Messe. Jeder, der sich den Stick kauft, bekommt von mir das ebook "Auffallend verliebt" gratis, das voraussichtlich Mitte Januar erscheint. Damit ist diese Reihe (die als solche gar nicht geplant war) beendet. Es ist beim Schreiben gerade ein bisschen wie Nachhausekommen.


Es gibt von mir auch Sticks mit Flammenerbe 1 und 2 und mit meinem neuen Kurzgeschichtensammelband, den es bisher auch noch nicht als ebook gibt.

Wir Autoren sind sehr gespannt, ob euch die Idee gefällt und hoffen, wir treffen uns alle ab Samstag auf der Messe..



Dienstag, 21. November 2017

Karo liest


Nach den vielen Posts zur Messe und bevor am Donnerstag der letzte Messehinweis kommt, möchte ich noch drei andere Termine mit euch teilen.

Ich freue mich, dass ich im Rahmen der Kasseler Aktionswoche rund um den Weltaidstag am 28.November 2017 in Kassel lesen darf.
Der CSD Kassel e. V. hat mich dazu eingeladen.
Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt und hoffe, dass ich nach der Buch Berlin noch fähig bin, aus dem Buch zu lesen *gg*.
Falls also jemand in Kassel oder in der Nähe wohnt, dann kommt doch gern zur Lesung.
Wir beginnen um 18 Uhr im Café Hahn (Pestalozzistraße 10)
Ich lese, passend zum Thema aus meinem Buch "Positiv verliebt".
Auf Facebook gibt es auch eine Veranstaltung dazu:



Außerdem darf ich auch wieder meine Schullesung halten. Ich kann kaum glauben, dass es diese Veranstaltung bereits zum vierten Mal mit mir gibt. Aber ich bin immer noch im besonderen Maße aufgeregt und nervös.
Leider habe ich es nicht geschafft, ein neues Jugendbuch zu schreiben, obwohl ich es mir fest vorgenommen hatte. Aber dieses Jahr war wirklich ein bisschen schwierig für mich ...
Die Idee steht zumindest und wird in jedem Fall im nächsten Jahr umgesetzt. Ich glaube allerdings, dass "Die Arme ausbreiten und fliegen" ein Buch ist, mit dem es sich auf jeden Fall lohnt, eine weitere Lesung zu veranstalten. Es sind ja auch immer wieder neue Jugendliche...


Und hier kommt noch eine Veranstaltung, zu der ich euch ganz herzlich einladen möchte. Diesmal geht es nach Magdeburg, wo ich am dritten Advent eine kleine weihnachtliche Lesung halte. Dazu hat mich die Aidshilfe Sachsen-Anhalt Nord e.V. eingeladen. Ich bin schon sehr gespannt, denn ich werde eine kleine weihnachtliche und ein bisschen verrückte Geschichte lesen. Gewissermaßen ein schwules Märchen mit Prinzen, Zwergen, Verwirrungen und natürlich mit einem zauberhaften Kuss. Ich bin schon wahnsinnig gespannt, denn die Geschichte hat an diesem Nachmittag ihre Premiere. Lasst euch überraschen!
Kommt am 17.Dezember ab 15 Uhr in den Strudelhof (Otto-von-Guericke-Straße 66).
Und auch hier gibt es eine Veranstaltung auf Facebook:

Ihr seht, es ist noch allerhand bei mir los. Ich kann es selbst kaum glauben, aber ich freue mich riesig auf jede Veranstaltung, hoffe auf ein paar Zuhörer und eine schöne gemeinsame Zeit.


Donnerstag, 16. November 2017

Ein neues Buch

Es gibt ein neues Buch... oder vielmehr eine alte Geschichte in einem neuen Gewand und gedruckt.

Dieses Jahr war schreibtechnisch nicht so gut. Ich hatte ein paar, viel zu lange Pausen und habe mich selbst in ein Chaos befördert, aus dem ich irgendwie nicht mehr herausgekommen bin. Es hat mich einige Mühe und Kraft gekostet, einen sinnvollen Weg zu finden, aber ich schätze, es wird wohl immer wieder diese Phasen des Verlaufens geben. Chaos und Sponantität beherrschen mich ebenso wie Unsicherheit und Vorsicht. Aber letztendlich fügt sich wohl alles immer.
Ich war jedenfalls ein bisschen unglücklich darüber, dass es kein neues Messebuch gibt. Es gab schon keins zur LBM in diesem Jahr, aber nächstes Jahr ...


Aber nun ... Es war ein seltsamer Zufall. Manchmal geschehen wirklich Dinge, die man sich nicht erklären kann. Ich habe auf Fanfiktion einen Review zu einer alten Weihnachtsgeschichte bekommen und auf einmal hat es mich gepackt. Ich habe, obwohl die Zeit verdammt knapp war, mit der Überarbeitung dieser Geschichte aus dem Jahr 2012 begonnen. Dabei hasse ich es, alte Texte zu überarbeiten. Diesmal ging es jedoch beinahe wie von selbst. Während ich sonst mit jeder Seite kämpfe, wollte ich diesmal gar nicht aufhören. Es war trotzdem anstrengend und natürlich kam auch irgendwann der Punkt, am dem ich alles am liebsten hingeschmissen hätte. Habe ich aber nicht! Trotzdem weiß ich, dass es längst nicht perfekt ist, aber es ist auch "nur" eine kleine süße, überaus romantische und kitschige Story. Vielleicht könnt ihr da verzeihen, wenn nicht alles absolut richtig, perfekt oder stilistisch ausgefeilt ist.
Auf jeden Fall kann ich nun voller Freude und Stolz verkündigen, dass am 24.11. (sofern alles funktioniert) ein neues (altes) Buch von mir erscheint. Es ist im Übrigen bereits vorbestellbar.

"Schneeflocken im Wüstensand" 
hier könnt ihr es vorbestellen
Klappentext:

Als Scheich Raschid bin Ahmed al Saud gemeinsam mit seiner Familie einen Besuch in der Firma ankündigt, in der Erik arbeitet, ahnt dieser nicht, welche Auswirkungen das Zusammentreffen haben wird. Der Scheich hat nämlich einen sonderbaren Auftrag für Erik, der sein ganzes Leben durcheinanderbringt. Plötzlich ist er hin- und hergerissen zwischen weihnachtlichem Glanz, orientalischem Zauber und herumwirbelnden Schneeflocken.
Trotzdem hat Erik den Eindruck, Teil eines Weihnachtsmärchens zu sein, das für ihn allerdings kein Happy End bereithält. Aber vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder. Wenn nicht an Weihnachten, wann denn sonst?


Ich hoffe, dass ein paar Bücher mit mir nach Berlin zur Messe reisen. Ich habe auch schon süße Schneeflockenanhänger entdeckt, entweder für die Lesebändchen oder als Charm für Armbänder, Schlüsselanhänger oder ...