Sonntag, 26. Oktober 2014

Der letzte Sonntag im Oktober


Ich philosophiere heute mal nicht darüber, wie schnell so eine Woche vorübergeht, denn nun ist der Oktober nahezu vorbei und ich hatte genügend Zeit zum Feiern und Nachdenken.
Ich könnte mich an dieser Stelle mit dem beschäftigen, was in den letzten Tagen mein Gemüt zum Kochen gebracht hat, aber alle, die auf Facebook sind, haben vermutlich genug davon mitbekommen und die anderen können gewissermaßen froh sein, dass sie davon verschont geblieben sind.
Allerdings habe ich festgestellt, wenn man sich an seine Vorsätze hält, dann scheint das irgendwie zu klappen, denn ich fühle mich weit weniger betroffen, als vermutet und beinahe möchte ich behaupten, dass ich sogar noch mehr Spaß am Schreiben habe.
Auf uns, die wir ein bisschen mehr Romantik abbekommen haben und auf alle, die gern träumen und natürlich auf die, die Realität und Fiktion auseinander halten können!
Der NaNoWriMo steht bereits direkt vor der Tür und ich bin schon jetzt ein bisschen aufgeregt, ob ich mein Ziel in diesem Jahr auch wieder erreichen werde. Im letzten Jahr ist im Zuge des Novembers "positiv verliebt" entstanden. Die Geschichte, die ich in diesem Monat schreiben möchte, ist nicht ganz einfach und im Moment siind da beinahe mehr Fragezeichen als echte Szenen in meinem Kopf. Trotzdem freue ich mich auf die Herausforderung und hoffe, dass ich Euch am Ende wieder mit einem Buch überraschen kann.
Weil heute der letzte Sonntag und damit der Höhepunkt des Geschenkemonats ist, habe ich mir etwas Besonderes überlegt. Ich verlose drei Bücher Eurer Wahl unter allen, die auf diesen Post oder bei FB antworten, aber auch die, die bei den vorherigen Verlosungen teilgenommen haben, wandern automatisch in den Lostopf. Zur Verfügung steht alles, was von mir in gedruckter Form erhaltbar ist, also auch die Anthologien der Kuschelgang bzw. die zwei Bücher der HomoSchmuddelNudeln, in denen ich vertreten bin (Von Fröschen und Frankfurter Würstchen und Positive Storys), die einzige Ausnahme bilden die Anthologien des FWZ- Verlages und natürlich nur Prints.
Wenn ihr ein wenig Geduld habt, dann könnt ihr Euch auch das zukünftige Buch (also der zweite Teil zu "positiv verliebt") wünschen oder die Kurzgschichte "Schatten und Liebe", die Ende nächster Woche als ebook und print erscheinen wird.
Die meisten Bücher könnt ihr links sehen, sie sind auch hier aufgelistet: Veröffentlichungen 
Viel Glück und Viel Spaß beim Mitmachen!

und nun kommt natürlich noch der Gewinner des heutigen Sonntags:
(heute war wieder der kleine Sohn dran)

Bea Daniels
Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Buch!
(bitte schick deine Adresse an kath74@gmx.de oder als PN auf FB)
   

Sonntag, 19. Oktober 2014

Die dritte Runde

Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! Der dritte Sonntag und damit auch das dritte Buch, das ich unter allen verlose, die hier oder auf FB einen Kommentar für mich hinterlassen.
Einmal abgesehen von einem akuten "Krankheitsbefall" (der aber hoffentlich altersunabhängig ist) fühle ich mich wirklich nicht anders. Auch wenn meine Bauchtanzmädels meinten, dass ich, nun da ich vierzig bin, ziemlich frech geworden wäre. Ich schätze, sie irren sich, denn ich bin eigentlich niemals frech, meistens auch viel zu ruhig, um für meine Bedürfnisse wirklich einzutreten.
Trotzdem ist es irgendwie lustig ... dieses Spiel mit dem Alter. Zahnpasta, Shampoo, Creme ... alles für die Frau ab 40. Dazu noch allerlei seltsame Hinweise wie: besserer Sex, mehr Ausstrahlung, mehr Gelassenheit ... okay, letzteres ist ja mein Credo für das neue Lebensjahr und daran arbeite ich. Obendrein versuche ich ein bisschen mehr an mich zu denken ... auch wenn ich finde, dass meine Familie mir wirklich viel Raum lässt, um mich zu verwirklichen.
Natürlich ist da noch die Frage nach der Reflexion ... sollte ich die letzten Jahre Revue passieren lassen? Eine Liste von dem aufstellen, was ich bereits geschafft habe und was ich unbedingt noch erreichen will? Ich mag ja Listen, auch wenn ich weiß, dass ich damit nicht zurecht komme. Vielleicht sollte ich den neuen Lebensabschnitt dazu nutzen, mir einige Zugeständnisse zu machen. Ich habe so oft das Gefühl, noch immer nicht den richtigen Weg gefunden  zu haben. Ich renne und renne und suche und probiere und gucke ... und kann mich doch nicht entscheiden, wo lang ich gehen möchte. Ich verliere mich in dem, was ich nicht schaffe und blockiere mich selbst damit. Es fällt mir nicht leicht, auf mich selbst zu hören, denn ich bin eine Waage und werfe Argumente in jede Waagschale, ohne mich endgültig zu entscheiden.
Viele Dinge passieren mir irgendwie spontan. Ich bekomme Ideen, wenn ich keine Zeit dafür habe und weiß doch, dass sich nicht jede verdrängen lässt.
So wie die neue kleine Geschichte "Schatten und Liebe". Eigentlich habe ich keine Zeit dafür, eigentlich gibt es genug zu schreiben, mindestens zwei Geschichten müssen endlich zu ihrem verdienten Ende gebracht werden und trotzdem kann ich nicht anders. Ich muss anfangen, muss sehen, wohin es mich führt. Möglicherweise ist es genau diese Art der Kreativität, die mich voranbringt, aber es ist auch die Art, mit der ich mich selbst blockiere. Der Teufelskreis beginnt vermutlich damit, dass ich an die unbeendeten Projekte denke, weiß, dass ich im Moment nicht daran schreiben kann und traue mich nicht, die neue Idee, die meinen Kopf belagert, anzufangen ... Gelassenheit ... Ich möchte die Dinge so nehmen, wie sie sind, wie sie über mich herfallen, wie ich sie mag. Natürlich brauche ich auch einen gewissen Druck, mag es sogar, wenn die Deadline näher rückt, wenn ich weiß, dass ich nicht mehr ausweichen kann. Aber ich mag eben auch diese andere Seite ... einfach nur schreiben und gucken, wohin eine Geschichte treibt ...

Deshalb lasse ich mich jetzt auch treiben, genieße den Sonntag, der noch einmal ganz viel Sonne bringen soll und beglückwünsche den Gewinner der "MargeritenEngels"
(diesmal war der große Sohn die Glücksfee)
Elle Eveninghymn (Losian)
(bitte schick deine Adresse an kath74@gmx.de)
In dieser Woche gibt es ein ganz besonderes Buch. Eigentlich verbinde ich mit dem Buch nicht besonders viele positive Erlebnisse, aber vermutlich machen viele Leute irgendwann in ihrem Leben die Erfahrung, dass man sich in einem Menschen täuschen kann. Wir ehemaligen Autoren des FWZ- Verlages mussten diese bittere Pille schlucken und aus dem daraus entstandenen Scherbenhaufen hat wohl jeder für sich Konsequenzen gezogen.
Trotzdem hat dieses Buch auch viel Spaß gemacht und die Geschichten sind wirklich schön und lesenswert.



Freitag, 17. Oktober 2014

Waikiki Beach Storys

Vor einer ganzen Weile hat sich eine Gruppe von Autoren zur Cooperation Gay Authors (CGA) zusammengeschlossen.
Recht schnell hat sich ein erstes Projekt eingestellt, an dem wir alle fleißig gearbeitet haben.
Jeder der 12 Autoren hat sich ein Paar aus einer seiner Geschichten geschnappt und sie auf eine Urlaubsreise geschickt. Herausgekommen ist ein E-book voller Sonne, Sand, Meer und Cocktails; voller Erotik, Romantik, Liebe, Spaß und Fantasie:

In meiner Geschichte könnt ihr Kadir und Alex aus Arabische Nächte treffen.
Das Buch ist kostenlos und perfekt, um sich das Wochenende zu versüßen.

Montag, 13. Oktober 2014

Coming Out Day

Ich weiß, dass der Coming Out Day am 11.10. ist, aber das Wochenende war intensiver als erwartet und so habe ich es einfach nicht geschafft, meinen Beitrag rechtzeitig online zu stellen.
Ich und Termine ... mir scheint, ich werde es wohl nie lernen. Ich sollte es vemutlich auch mit auf meine Geburtstagswunschliste setzen. Aber ich wollte nicht ganz auf den Post verzichten und obendrein hat sich die kleine Geschichte, die ich dafür vorgesehen hatte, ein wenig verselbständigt, sodass ich sie spontan in drei Kapitel geteilt habe, um alles, was für diese Woche geplant ist, zu schaffen.
Ich poste sie auf fanfiktion.de.
Aber zuerst habe ich noch ein paar ganz persönliche Coming out Gedanken für Euch
 
Als Autorin überwiegend schwuler Geschichten, die selbst hetero und in einer absolut klassischen Familienkonstellation lebt, habe ich in gewisser Weise auch ein coming out erlebt.
Vermutlich durchläuft man sogar ähnliche Stadien, wie diejenigen, die sich mit ihrer eigenen Sexualität auseinander setzen müssen.
Ich schreibe jetzt schon seit einigen Jahren Geschichten mit schwulen Charakteren. Ich mag es, auch wenn ich vermutlich niemals die perfekte Antwort auf die Frage finden werde, warum ich das mache. Mittlerweile habe ich ein paar Standardsätze, die ich je nach dem, wer mein Gegenüber ist, kundtue. Manchmal entwickelt sich ein Gespräch daraus, aber meistens gibt es eher so etwas wie ein verständnisloses Kopfnicken oder ein verschämtes Grinsen, was mich dann auch nur dazu bringt, verschämt zurückzunicken.
Als ich, Queer as Folk und Fanfiktion sei Dank, mit dem Schreiben angefangen habe, war ich voller Enthusiasmus und Aufregung. Es fühlte sich irgendwie verboten und gleichzeitig total berauschend an. Ich wollte nicht, dass es jemand erfährt und hätte es am liebsten laut herausgebrüllt.
Natürlich waren die Kommentare auf Fanfiktion der Treibstoff, der mich vorangebracht hat. Auch die Leute, die ich dort kennengelernt habe. Aber das war das Internet und dort kann man irgendwie sein, wer man will, machen was man will, schwulen Sex schreiben, soviel man will. Es bleibt dort, dank Pseudonym, dank Nickname … Ich war mir sicher, dass ich es niemals jemanden erzählen würde (außer dem Gatten, der nahezu alles von mir weiß) Damals befand ich mich zudem in einer echten persönlichen Krise und das Schreiben hat mich perfekt abgelenkt, hat den Fokus auf andere Dinge gelegt. Vermutlich habe ich mich deshalb so gut gefangen.
Da ich aber grundsätzlich ein kommunikativer Mensch bin und diesen kleinen Erfolg auf Fanfiktion nicht für mich behalten wollte, habe ich es zuerst einer Freundin erzählt. Wir saßen auf einer Bank im Park und ich erzählte ihr zuerst von dieser unglaublich tollen Serie und dann vom Schreiben und irgendwann sagte ich sowas wie: „Ich schreibe über zwei Männer“ Das Wort schwul wollte nicht über meine Lippen und selbst dieser Satz fiel mir unglaublich schwer. Eigentlich weiß ich nicht genau, wieso es so war, dass ich mich dermaßen gehemmt gefühlt habe. Sie beendete das Thema mit einem „Interessant“ und mehr gab es dazu wohl nicht zu sagen. Ich war ein bisschen enttäuscht, obwohl ich nicht genau sagen kann, was ich erwartet hatte.
Mit der ersten Veröffentlichung in Buchform wuchs mein Selbstbewusstsein minimal, aber immerhin. Schreiben wurde so ein wichtiger Teil in meinem Leben, dass ich mich nicht mehr verstecken wollte. Trotzdem habe ich viel nachgedacht, denn mit zwei Kindern geht es nicht nur um das eigene Wohlbefinden. Es ist ja auch nicht so, dass ich vollkommen harmlose Liebesgeschichten schreibe, sondern es geht ja meistens um Sex, um explizite Szenen und viele Leute sind ja schon mit Heterosex vollkommen überfordert. Ich hatte auf der einen Seite Zweifel und wollte auf der anderen Seite diesen wichtigen Teil meines Lebens nicht verleugnen.
Hm, mein „Outing“ rollte regelrecht über mich hinweg: Ich schreibe schwule Geschichten und ich bin verdammt Stolz darauf! Ich will, dass die Leute wissen, wie ich zu Homosexualität stehe und ich will diese Meinung vertreten, auch wenn es nicht immer leicht für mich ist.
Spätestens als das erste (unfreiwillige) Bild von mir auf Facebook zu sehen war, hatte ich das Gefühl, jetzt ist es wirklich raus und es fühlt sich gar nicht schlecht an.
Trotzdem fällt es mir noch immer schwer, es nach außen zu tragen. Als vor einer Weile eine ganz entfernte Bekannte quer über die Straße brüllte: Du schreibst Bücher über Schwule? Das finde ich toll, mein Bruder ist auch schwul“ da setzte mein Herz echt ein paar Takte aus, bevor ich anfing zu grinsen, die Schultern straffte und ebenso laut bestätigte, dass ich solche Bücher schreibe. 
Dank der LBM, die bisher immer an dem Wochenende stattfand, an dem auch meine Mutter ihren Geburtstag feiert, wissen es auch die meisten Verwandten in meiner Familie.
Manchmal sage ich schlicht, dass ich Liebesgeschichten schreibe, nicht, weil ich mich schäme, sondern weil es stimmt. Liebe ist Liebe … und nur das allein zählt.
Demnächst habe ich eine Lesung bei mir in der Stadt und ich spüre schon jetzt ein aufgeregtes Kribbeln, denn damit komme ich irgendwie noch einen Schritt weiter aus dem Schrank heraus … 
Und hier ist der erste Teil meiner Kurzgeschichte 


Sonntag, 12. Oktober 2014

Die zweite Geburtstagsrunde

Eine Woche geht verdammt schnell vorbei und die Aufregungen um meinen großen Tag haben sich mittlerweile wieder gelegt. Es war eigentlich genau so, wie ich es mir gewünscht hatte. Eine große Feier mit Familie und Freunde,dazu mein bester Freund und Bruder aus Greifswald. Neben all den wunderbaren Geschenken und Glückwünschen, die ich bekommen habe, hat er mir vermutlich mit seiner Anwesenheit die größte Freude gemacht (okay, einmal abgesehen von meinem Mann).
Tatsächlich ist der nächste Tag auch nicht anders und es macht keinen Unterschied ob da von nun an eine vier im Zehner ist. Letztendlich ist man tatsächlich so alt, wie man sich fühlt und das ist es wohl, was jeden von uns ausmacht.

In dieser Woche war mein kleiner Sohn die Glücksfee und hat:
 Piccolo 
ausgewählt. 
Herzlichen Glückwunsch!
(Bitte schick mir deine Adresse per E-mail (kath74@gmx.de), damit sich das Buch auf den Weg machen kann)

In dieser Woche verlose ich meinen "MargeritenEngel":

Schreibt mir einen kleinen Kommentar bis einschließlich 18.10. und am Sonntag gebe ich den Gewinner bekannt.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Ein Geburtstag kommt selten allein

Ich mag den Oktober. Nicht nur, weil ich in diesem Monat Geburtstag habe, sondern weil sich meist auch der Herbst von seiner schönsten Seite zeigt.
In diesem Jahr ist es ein ganz besonderer Geburtstag und obendrein bin ich auch noch ein Sonntagskind, mehr geht ja im Grunde schon nicht mehr.
Ich habe kein Problem mit dem Älterwerden. Eigentlich hoffe ich auf noch mehr Gelassenheit. In einigen Bereichen gelingt es mir schon ganz gut, in anderen stoße ich immer wieder schnell an meine Grenzen. In den letzten Wochen hatte ich jede Menge Möglichkeiten, meine Fähigkeiten, was Gelassenheit betrifft, zu trainieren. Es hat ziemlich lange gedauert und ich kann noch nicht mit Sicherheit sagen, dass ich in Zukunft so reagieren werde, wie ich es mir vorgenommen habe. Manchmal ist es offensichtlich nicht so einfach für mich zu unterscheiden, was gut und richtig ist, von welchen Dingen ich die Finger lassen sollte und wo es sich lohnt zu kämpfen. Ich gebe ja gern meinem Sternzeichen die Schuld daran, dass ich ständig um Harmonie und Ausgleich bemüht bin, schlecht nein sagen kann oder meine Interessen hinter denen von anderen Leuten stelle. Allerdings bin ich lernfähig und es gibt Leute, bei denen durfte ich sehr schnell lernen.
Das ist es also, was ich mir für das neue Jahrzehnt wünsche: Mehr Gelassenheit und weniger darüber nachdenken, was andere denken, von mir halten oder wie sie glauben, mich verletzen zu können.
Ich möchte das machen, was mir Spaß macht und von dem ich denke, dass ich es gut kann.
Davon abgesehen freue ich mich auf das neue Lebensjahr und auf die Projekte, von denen ich hoffe, dass ich sie nach und nach abarbeiten kann. Ich freue mich über die großartigen Leser und die vielen positiven Kommentare zu meinen Geschichten.
Deshalb möchte ich in diesem Jahr nicht allein feiern, sondern ein paar Geschenke mit Euch teilen. Und da ich den Oktober mag, feiere ich mit euch (wenn ihr wollt) jeden Sonntag, indem ich ein Buch zusammen mit einigen Badebomben verlose. Schreibt mir unter den Post einen kleinen Kommentar (bitte nicht anonym) und dann wandert ihr in den Lostopf.
Kommentieren könnt ihr eine ganze Woche und zwar bis einschließlich Samstag. Am Sonntag ermittle ich den Gewinner und stelle das nächste Buch vor.

 Den Anfang macht "positiv verliebt" 
 Also hinterlasst mir einen Kommentar bis zum 11.10.2014, gern auch auf Facebook, und gewinnt das erste kleine Geburtstagspaket.