Caro Sodar, Mia Grieg, Sitala Helki und Karo Steinn auf der Buch Berlin

Montag, 29. September 2014

Maman und ich

In meiner kleinen Heimatstadt gibt es kein großes Erlebniskino mit 3D und allerlei teurem Unfug, stattdessen haben wir ein kleines alternatives Kino mit Doppelsitzen, Flaschenhaltern für meine geliebte Frizz-Cola und Wandlampen, die mit Röntgenbildern von diversen Gliedmaßen gewissermaßen gedimmt sind. Ich mag die Atmophäre und ich mag die Filme, die dort gezeigt werden, denn sie sind meist weit weg vom Mainstraim, nicht immer brandneu, aber dafür kann man sogar Filmwünsche äußern.... Gesten habe ich mir "Maman und ich" angesehen. Ein seltsam queerer Film, der nicht nur brüllend komisch ist, sondern mich auch nachdenklich gestimmt hat.
Französische Filme haben ja ohnehin ihren ganz besonderen und eigenen Charme, dem man entweder unterliegt oder schlicht verteufelt. Ich bin ihm verfallen und das nicht zum ersten Mal.
Queer einmal anders: Gulliaume ist anders als seine Brüder und er wird auch so behandelt. Das liegt in erster Linie an der Mutter, die als übermächtige Matriachin bestimmt, was ihm Hause Gallienne passiert. Das fängt schon mit solchen Sätzen wie: "Die Jungs und Gulliaume zu Tisch" an oder "Vater und die Jungs fahren im Sommer angeln, jagen, reiten .... " Während Guliaume eine Sprachreise nach Spanien macht und dort tanzen lernt ... Er tanzt wie die Frauen und versteht gar nicht, wieso die Männer über ihn lachen. Von Szene zu Szene wird es deutlicher, Gulliaume möchte ein Mädchen sein, weil seine Mutter sich ein Mädchen wünscht... und fortan beobachtet er Frauen und Mädchen, nimmt ihre Verhaltensweisen an, imitiert sie ... zuerst die Mutter, dann die Frauen aus der Familie und die Mädchen am Internat, in das er gesteckt wird. Dort stellt er ebenfalls schnell fest, dass all die Dinge, die Jungs machen, nichts für ihn sind, stattdessen singt er ihm Mädchenchor und feuert die Jungs bei diversen Wettkämpfen an und wie alle Mädchen verliebt er sich in den besten und schönsten, der auch noch nett zu ihm ist. Leider beruht die Liebe nicht auf Gegenseitigkeit und so weint er sich zu Hause bei seiner Mutter aus. Sie guckt ihm mit diesem unglaublichen Blick an und sagt so etwas wie: "Ganz viele von denen leben glücklich" Und er versteht überhaupt nicht was sie meint ... bis sie ihm erklärt, dass er ein "Homo" ist.
Diese Stelle war für mich echt ergreifend, denn man konnte in Gulliaumes Gesicht richtig sehen, wie er zuerst entsetzt ist, denn Mädchen, die sich in Jungs verlieben sind doch hetero und dann allmählich begreift, dass er kein Mädchen ist. Seine Tante rät ihm, sich einfach mal auszuprobieren, denn man kann schließlich nicht wissen, was man mag, wenn man es nicht probiert hat. Also geht er in einen schwulen Danceclub, entkommt nur knapp seinem ersten Gangbang und steht kurze Zeit später einem nackten schwulen Hengst gegenüber. Immer dabei: Maman ... Okay, nur in Gulliaumes Gedanken, aber wir als Publikum können sie sehen, wie sie gemeisam mit ihm den nackten Mann begutachtet und absolut trocken analysiert: "Du hattet immer schon Angst vor Pferden, ist doch klar, dass das nicht funktionieren kann"
Ich verrate natürlich nicht alles, denn das wäre ja langweilig und schade. Dieser Film ist absolut anschauenswert, denn er zeigt den Weg eines jungen Mannes, der sich selbst findet und der langsam und allmählich erkennt, was gut und richtig für ihn ist. Natürlich gehört dazu auch die Abnabelung von der omnipräsenten Mutter.
Der Film beruht auf der wahren Geschichte von Gulliaume Gallienne, der das Buch dazu geschrieben hat und auch die Hauptrolle spielt.
Dieser Film hat mich gestern Abend noch lange beschäftigt, denn er hat mir vor allem gezeigt, welchen Einfluss man als Eltern auf die Kinder hat. Natürlich war mir das vorher schon klar, aber eben nicht ... na ja, nicht in diesem Ausmaß. Die Mutter wünscht sich eine Tochter und macht in gewisser Weise aus einem Sohn eine Tochter (allerdings hat er niemals öffentlich Frauenkleider getragen, er war als junger Mann zu erkennen, einzig seine Gesten waren in gewissern Weise feminin). Kinder wollen es den Eltern recht machen, wollen, dass sie stolz auf sie sind ... wollen das Anstreben, was wir als Eltern als gut und richtig ansehen und vermutlich ist es sogar ziemlich einfach, die Kinder in diese Richtung zu beeinflussen. Für gewöhnlich nennen wir es Erziehung.
Ich möchte nicht, dass meine Kinder ein Abbild von mir oder meinem Mann sind. Sie sollen eigenständige Persönlichkeiten werden, die sich frei entwickeln können und die vor allem frei entscheiden können, wie sie leben und wen sie lieben. Ich wünsche mir, dass sie glücklich sind, dass sie sich in unserer Familie wohlfühlen und trotzdem die Welt für sich erobern.
Und trotzdem werden sie wohl für immer meine Babys bleiben .... als Maman hat man es wirklich nicht einfach ...

Für alle, die ich neugierig gemacht habe, hier ist der Trailer


Dienstag, 16. September 2014

Augenblicke... und was kommt dann?

Der letzte Teil der "Augenblicke" ist heute bei fanfiktion online gegangen.
Im Grunde ist es kein wirklich letztes Kapitel, denn die Augenblicke waren ja meist unabhängig und eben genau das, was der Titel suggeriert.
Trotzdem habe ich mich entschlossen, an dieser Stelle einen Break zu machen. Ich wurde immer wieder angeschrieben, wann es weiter geht (was nicht schlimm ist, aber eben nicht ganz ins Konzept dieser Art von Story gepasst hat). Ich weiß, dass sich das Leseverhalten ein wenig geändert hat und viele Leute nur noch abgeschlossene Geschichten lesen.
Damit habe ich sozusagen eine meiner zwei Dauerbaustellen beseitigt.
Natürlich ist das Ende auch in gewisser Weise ein Anfang. Was auch ein Grund dafür ist, dass ich an dieser Stelle aufhöre. Schon lange schwirrt Tobis Geschichte in meinem Kopf herum. Ich würde euch gern davon erzählen, was Tobi in Schweden erlebt, wie er lernen muss, sich frei zu schwimmen und Entscheidungen zu treffen, die nicht immer leicht für ihn sind. Plötzlich ist alles anders und das liegt nicht allein an dem fremden Land.
Warum Schweden? Jeder, der schon mal etwas von Floorball gehört hat, weiß, dass Schweden zu den Mutterländern dieses Spiels gehört. Gemeinsam mit der Schweiz und Finnland wurde das Spiel (zuerst unter dem Namen Unihockey) dort in den 1970-iger Jahren entwickelt. Am weitesten verbreitet ist die Sportart Unihockey mit mehreren zehntausenden Spielern derzeit in Schweden, Finnland, Tschechien und der Schweiz (Quelle Wikipedia) Und davon abgesehen, finden in diesem Jahr in Göteborg die Weltmeisterschaften im Floorball statt ... hach, da wäre ich ja gern dabei.
Das war eigentlich der Hauptgrund, als ich darüber nachgedacht habe, Tobi wegzuschicken. Die Geschichte könnte ansonsten vermutlich überall auf der Welt spielen . Es bleibt eine kleine Geschichte, die ein bisschen an Grenzen kratzt und mich aus meiner Komfortzone herausholt (vermutlich ist das auch der Grund, warum ich sie nicht schon längst aufgeschrieben habe)
Und weil "Willst du ein Eis" schon so ein .. nun ja, merkwürdiger Titel ist/war ... bleibe ich mir auch in dieser Hinsicht treu, denn der zweite Teil wird "Schwedeneisbecher" heißen. 
Im Moment freue mich allerdings erst einmal, dass ich sozusagen einen Haken hinter die "Augenblicke" machen kann und werde mich auf die noch ausstehenden wichtigen Projekte für dieses Jahr stürzen.
Hier geht es zum letzten "Augenblick"


Montag, 15. September 2014

Liebesschlösser

Am Wochenende hatte ich endlich mal Zeit und die nötige Geduld, die ebook- Datei der "Liebesschlösser" zu bearbeiten.
Nun sind sie sozusagen endlich vereint, die sechs Geschichten, die es im Print bereits seit Februar (als Valentinstagsausgabe) gibt. Dazu noch ein kleiner Bonus, in dem ihr sämtliche Charaktere des Buches noch einmal trefft, und zwar bei der Ausführung dessen, was für den Namen des Buches verantwortlich ist ... Also unbedingt mal reinlesen.
Ich weiß nicht genau wie das mit dem "Aktualisieren" bei Amazon funktioniert, deshalb habe ich das Buch auf 99 Cent heruntergesetzt. 
Diese Aktion läuft bis einschließlich 20.9. 2014 und gilt natürlich sowohl für 
Amazon als auch für beam.ebooks
Solltet ihr also ein bisschen Romantik und Wärme brauchen, wo das Wetter (zumindest bei mir) im Moment so gar nichts davon bereithält, dann gönnt Euch dieses kleine Buch.
Beim Print hat mich die Geduld dann doch erst mal wieder verlassen. Wer lieber ein gedrucktes Buch möchte, in dem alle sechs respektive sieben Geschichten drin sind, sollte auf die Valentinstagsausgabe zurückgreifen. Ich werde das hoffentlich im Laufe der Woche noch anpassen.
Ihr könnt das Buch auch direkt bei mir beziehen, falls ihr gern ein Autogramm wollt.(dann einfach per mail oder auf FB melden)
Ich wünsche Euch eine schöne Woche.

Montag, 8. September 2014

Wer hat an der Uhr gedreht?


Ist es wirklich schon September? Okay, mein Urlaub hat schon im August Herbst suggeriert und so richtig sommerliche Hitze gab es  in diesem Jahr auch nur häppchenweise ... und trotzdem, die letzten Monate im Jahr kommen immer viel zu schnell.
Die ersten Lebkuchen habe ich ebenfalls bereits in den Geschäften gesichtet.
Zeit, ein wenig darüber nachzudenken, wie ich die letzten Wochen des Jahres noch nutzen sollte. Ein Blick auf den imaginären Plan ist eher depimierend. Bisher gab es nicht wirklich viel von mir zu lesen und ich frage mich, wo die Zeit geblieben ist, wer sie mir heimtückisch geklaut hat. Habe ich die grauen Herren nicht bemerkt, die sich offensichtlich problemlos an mir bereichern konnten. Nun, es nützt nichts, die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen und deshalb heißt es nach vorn schauen und die nächsten Seiten füllen.
Ich mag keine Vesprechungen geben, denn in letzter Zeit musste ich oft feststellen, dass ich nur mit Mühe diese einlösen konnte. Möglicherweise ist mir das ein oder andere Versprechen sogar durch die Lappen gegangen, deshalb gibt es nur einen groben Überblick über das, was ich mir für die nächsten Wochen vorgenommen habe.
Einmal abgesehen vom Großprojekt, dem Nachfolgebuch zu "MargeritenEngel", gibt es doch noch einige Projekte, die ich gern schaffen möchte.
Ich weiß, der Sommer ist fast vorbei, aber ich bin dabei die "Regentropfen" zu überarbeiten. Es wird ein paar neue Szenen geben und das Cover ist ebenfalls schon fertig. Ich hoffe, dass ich es bis Ende des Monats geschafft habe.
Und die Liebesschlösser möchte ich auch noch einmal überarbeiten und endlich anpassen, damit im ebook die gleichen Geschichten stehen, wie im Print.
Dann geht es nahtlos in den NaNoWriMo, dem National Novel Whriting Month über. Im letzten Jahr habe ich in dieser Zeit "positiv verliebt" geschrieben, für dieses Jahr gibt es die Fortsetzung dazu ... besser gesagt, Daniels Geschichte. Bin gespannt, ob ich sie wieder pünktlich am 1.12. in den Verkauf bringen kann.
Und dann sind wir schon im Dezember... In diesem Jahr mag ich mir den Stress mit einem blogübergreifenden Kalender nicht noch einmal auferlegen. Natürlich hatte dieser Kalender schöne Momente und tolle Geschichten, aber als Organisator war es nicht immer schön und manchmal wirklich anstrengend. Deshalb wird es diese Art von Kalender nicht geben (jedenfalls nicht auf meinem blog) Aber natürlich vergeht die Weihnachtszeit nicht ohne eine Geschichte von mir. Im Moment bin ich mir nicht ganz sicher, ob es einen täglichen Kalender geben wird oder ob ich mich auf die Adventssonntage beschränke. Warten wir mal ab, was die Muse mir ins Ohr flüstert.
Ich weiß, dass es bei Fanfiktion auch noch eine große und eine kleine Baustelle gibt. Da passiert in diesem Jahr mit Sicherheit auch noch etwas.
Manchmal wünsche ich mir, dass ein Tag mehr Stunden hat ... oder nein, dass ich die Stunden einfach besser nutzen könnte (mein Zeitmanagement ist echt für den A...)
Ach ja, für alle Badebombenfans: Jetzt geht es wieder los *lach* Ich habe schon ein kritisches Auge in meine Zutatenkiste geworfen.