Caro Sodar, Mia Grieg, Sitala Helki und Karo Steinn auf der Buch Berlin

Montag, 25. August 2014

Herbsturlaub im Sommer

Manchmal steht ein Urlaub wohl unter einem schlechten Stern. Eigentlich bin ich nicht besonders abergläubisch, aber dieser Urlaub war tatsächlich irgendwie verhext.
Das fing schon damit an, dass mein Mann meinte, wir würden erst fahren, wenn ich mein Buchprojekt beendet habe. Ich weiß, dass er mich nicht unter Druck setzen wollte und dass er es eher motivierend gemeint hat … allerdings nutzte das Wissen nichts, denn ich habe mich prompt selbst unter Druck gesetzt. Ich wollte fertig werden und musste leider einsehen, dass ich es nicht neben all den Urlaubsvorbereitungen schaffen kann. Das hat mir wohl den ersten Dämpfer versetzt.
Obwohl ich wirklich gern verreise und mich auf jedes Treffen mit meinem Bruder freue, hatte ich auf einmal gar keine rechte Lust. Erst die kleine spontane Geschichte „Guter Junge“ hat mich ein wenig aus dem Tief gerissen und mir wieder Urlaubsfreude bereitet.
Im Zuge von „Ich schaffe das Buch auf jeden Fall“ habe ich so viel vor dem Laptop gesessen, dass ich tierische Rückenschmerzen bekam... ach ja und Halsschmerzen auch noch (was allerdings wohl weniger mit dem Sitzen zu tun hatte)
Ein bisschen mehr Vorfreude hat sich noch durch den CSD in Magdeburg eingestellt, auf dem ich noch kurz vor dem Urlaub war. Das hat wirklich Spaß gemacht.
Ich habe mich riesig gefreut Schwester Francine und Gard Moneo wieder zu treffen und natürlich auch Chris und Gela und Diana und Bettina und Bernd und … Das war wirklich schön und ich hoffe, ich schaffe es im nächsten Jahr nach Berlin oder Hamburg.
Dank dieser Motivation habe ich voller Eifer gepackt und mich auf die Zeit mit meiner Familie gefreut. Doch irgendwie … Kennt ihr das, wenn man in der Stadt zwei Auffahrten auf eine Schnellstraße hat und man die eine immer nutzt, um in die eine Richtung zu fahren und die andere entsprechend für die andere Richtung? Und dann ist die, auf die man fahren muss, gesperrt und man muss ausweichen und fährt prompt … weil man es ja immer so macht … in die falsche Richtung! 15 Km in die entgegengesetze Richtung, bis zur nächsten Ausfahrt und dann wieder drauf und noch mal am Heimatort vorbei … feststellen, dass man das Handy zu Hause vergessen hat und einen Moment überlegen, ob man noch mal nach Hause fährt. Immerhin hatte ein Sohn ein Handy mit und wir konnten dann doch endlich die endlosen Kilometer bis nach Greifswald zurücklegen. Wir wollten ja eh nicht durch Technik belästigt werden.

Der neue Zeltplatz direkt an der Dänischen Wiek ist zwar klein, aber sehr schön gelegen. Es war nicht schwierig ein hübsches Plätzchen auszusuchen, das Zelt aufzubauen dagegen schon, denn der Wind war unerbittlich … Wind? Es war stürmisch und kalt! Perfekt, wenn man ohnehin schon Halsschmerzen hat.
Jetzt hieß es, irgendwie das Zelt im Boden zu verankern, bevor es davon fliegt. Leider war der Wind wirklich unerbittlich, sodass nach der gefühlten tausendsten Böe die erste Zeltstange brach. Unser Zelt, das uns schon so viele Jahre treue Dienste geleistet hat … Ich war einigermaßen fassungslos. Während ich eine erste kleine Panikattacke hatte, behielt mein Mann natürlich die Nerven und machte unser Zelt nahezu bomben- bzw. orkanfest. Kaum stand das Zelt, fing es an zu regnen. Muss ich noch mehr dazu sagen?
Urlaubsregel Nummer 1: Immer positiv denken! Also haben wir uns erst mal auf den Weg zum Bruder gemacht, sind gemeinsam einkaufen gegangen und haben einen Kaffee getrunken, während draußen die Welt unterging und ich mich gefragt habe, ob wir noch ein Zelt haben, wenn wir zurück zum Zeltplatz kommen. Zum Glück hörte der Regen wieder auf und wir haben den Abend beim Italiener direkt am Wasser ausklingen lassen.
Die erste Nacht in Worte zu fassen, fällt mir schwer. Nicht nur, dass mein Rücken protestierte, der Sturm war so stark, dass die Zeltdecke sich bis zu uns auf den Boden bog. Das lag sicherlich auch an der gebrochenen Stange,aber ehrlich, das war schon sehr abenteuerlich.
Die Nacht haben wir überstanden und der Himmel lockte in Blau und mit Sonnenschein … leider war es verdammt kalt.
Der erste Spaziergang zum Bodden war … ziemlich seltsam, denn das Wasser war weg! Wir sind ja nicht an der Nordsee, es gibt also weder Ebbe noch Flut, trotzdem war die Wiek nahezu leer. Und das, wo ich doch das Wasser so liebe. Der Sturm, der vom Land kam, hatte es hinausgedrückt. Ich konnte gar nicht so laut seufzen, wie ich es gern getan hätte.
Unser Sommerurlaub verwandelte sich in einen Herbsturlaub, den ich eigentlich gar nicht geplant hatte.
Wir waren jeden Tag unterwegs, anstatt faul am Strand zu liegen. Ich habe nur hin und wieder meine Füße ins Wasser gehalten, das nachdem der Wind nachgelassen hatte, wieder zurückkam. Eigentlich wollte ich doch baden und schwimmen und Sonne tanken. Schon nach zwei Tagen war klar, dass wir früher abreisen würden. Nicht, weil wir nicht abenteuerlustig sind, nein, es war einfach ungemütlich. Wir waren in Peenemünde im Phänomenta, haben auf Rügen einen kurzen Blick auf die Kreidefelsen geworfen und Störtebeker war auch wieder super.
Am Ende haben wir uns von unserem Zelt getrennt. Ein ziemlich merkwürdiger Moment, aber kaputt ist kaputt und nun werden wir uns endlich ein neues kaufen... Oder vielleicht sind wir auch langsam zu alt zum Zelten und suchen uns zukünftig Ferienwohnungen … Nein, ich glaube, soweit ist es doch noch nicht …
Halsschmerzen habe ich immer noch und der Rücken ist ebenfalls noch immer beleidigt, aber es waren trotzdem ein paar schöne Tage und einige gruselige Nächte.

Freitag, 15. August 2014

Guter Junge

Eine spontane kleine Geschichte, vermutlich nichts für fanfiktion.de aber ich würde sie trotzdem gern mit euch teilen.
Damit verabschiede ich mich auch erst einmal in den Urlaub. Am Samstag könnt ihr mich beim CSD in Magdeburg treffen. Chris P.Rolls und ich haben dort zusammen einen Stand am "Alten Markt" Ich bin schon ganz gespannt, denn das ist mein erster CSD überhaupt.
Danach lasse ich es mir ein paar Tage an der Ostsee gut gehen und werde ein wenig die Seele baumeln lassen. Nach all dem, was in den letzten Wochen passiert ist, habe ich das irgendwie dringend nötig.
Und dann geht es weiter und ich hoffe, ich kann noch ein paar Projekte bis zum Jahresende realisieren. Nun wünsche ich Euch aber erst mal viel Spaß mit dieser kleinen Geschichte-
Achtung P 18 slash!