Mittwoch, 30. April 2014

Rainbowflash- blogparade

Karo hat nachgedacht … und wenn sie in der dritten Form von sich redet, hat sie wirklich viel nachgedacht *lach*
Und hier ist das Ergebnis, von dem ich noch nicht weiß, ob es funktionieren wird, ob es vielleicht zu kurzfristig ist oder ob Ihr möglicherweise gar keine Lust auf ein kleines Spielchen bzw. eine blogparade habt.
Nach so vielen Selbstzweifeln kommt jetzt der Teil, den sich mein Gehirn zusammengesponnen hat 

 Am 17. Mai ist IDAHOT, also der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie.

Dieser Tag hat eine ganz besondere Bedeutung, denn am 17. Mai 1990 beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten zu streichen.
Es gibt in vielen Städten auf der ganzen Welt Aktionen, um diesen Tag gebührend zu feiern und auf die immer noch anhaltende Diskriminierung homosexueller Menschen aufmerksam zu machen.
Es gibt Rainbowflashs und Kussaktionen und Infostände …
Wie wäre es, wenn wir blogger auch einen virtuellen Rainbowflash starten?
Ich stelle mir folgendes vor: Macht ein Foto von einem Luftballon oder holt euch ein freies Bild aus dem Internet (bitte auf das copyright achten), kauft ein Bild, malt von mir aus auch Luftballons … Wer sich mit Bildbearbeitung auskennt, kann auch gern eine Botschaft auf das Bild schreiben, ansonsten schreibt eine Botschaft darunter, verfasst einen kleinen Beitrag, vielleicht sogar eine Minigeschichte oder ein Gedicht oder … postet einfach nur einen Luftballon …
Stellt den Beitrag am 17. Mai auf euren blog (gern dürft ihr euch mit mir dabei verlinken) und schickt mir entweder das Bild als email oder fügt den Link zu eurem Beitrag als Kommentar bei mir ein. Jedes Bild, das ich im Laufe des Tages erhalte, poste ich natürlich auch auf meinem Blog.
Und an dieser Stelle sind alle Nichtblogger aufgerufen. Schickt mir ebenfalls Luftballonbilder mit oder ohne Botschaft!
Und damit sich das alles auch lohnt … Unsinn, es lohnt sich auch so, denn ich fände es super, wenn viele von euch mitmachen und wir einen riesigen Luftballonregenbogen zusammen bekommen würden.
Trotzdem, unter allen die mitmachen, verlose ich drei Luftballon- Collagen- Tassen. (wer mir also ein Bild schickt, stimmt damit auch ausdrücklich zu, dass ich das Bild auf eine Tasse drucken lassen kann).
Was bleibt mir noch zu sagen? Verbreitet den Beitrag, damit möglichst viele blogger und Nichtblogger mitmachen, seid kreativ und zeigt, dass Homophobie und Transphobie in euren Leben keinen Platz haben

Sonntag, 27. April 2014

Ein Abend mit Konrad und Paul

Zuerst muss ich gestehen, dass ich eigentlich gar keine Comics lese, jedenfalls gehören sie nicht zu den Büchern, die ich unbedingt haben muss ... also Comics, so im allgemeinen.
Wenn jedoch Ralf König im Rahmen des Bücherfrühlings in meine kleine Stadt kommt, kann ich nicht widerstehen. Meinen Mann habe ich ebenfalls mitgeschleppt, denn ich kenne sein Humorzentrum und so war ich mir einigermaßen sicher, dass er sich ebenfalls amüsieren würde. Natürlich kannte er den Film "Der bewegte Mann" und wir haben schon im Internet über das eine oder andere Stück aus einem Comic von Ralf König gelacht.
Ehrlich gesagt dachte ich, es würde rammelvoll sein. Ich habe schon vor zwei Wochen Karten bestellt. Natürlich ist mein Heimatort nicht gerade der Inbegriff für eine schwule Szene ... gibt es überhaupt eine? Vermutlich kennen die meisten Heteros Ralf König auch gar nicht, jedenfalls nicht so bewusst, dass sie dieses Event stürmen würden.
Als wir ankamen, war lediglich ein kleines Grüppchen mir bekannter Leute am Eingang und so haben wir uns kurzerhand dazugestellt ... ebenso wie Ralf König, der irgendwie plötzlich auch da war und eigentlich total sympathisch wirkte. Ich erwähne das mit der Sympathie, denn die meisten kennen sicherlich die Gerüchte im Bezug auf uns Frauen. Da ich dank Rosa von Praunheim sozusagen ein gebranntes Kind bin, war ich eher skeptisch, was zumindest an diesem Abend vollkommen unbegründet war.
Die kleine Gruppe, zu der sich zum Glück noch ein paar mehr Menschen dazugesellten, nahm später im Saal Platz, wo auf der Bühne ein schlichter Tisch und Stuhl schräg vor einer Leinwand mit dem Cover des aktuellen Buches zu sehen war. Nach einem kurzen Vorgeplänkel ging es los und … es war absolut genial! Die unterschiedlichen Stimmen, die er seinen Charakteren verlieh war einfach nur großartig. Er fing evolutionär in der Steinzeit an, hatte das erste Kennenlernen von Konrad und Paul dabei und irgendwann ging es an die eigentliche Geschichte, von der er ebenfalls ein großes Stück präsentierte. Ich habe selten so viel gelacht und mich so gut unterhalten gefühlt.
Obwohl ich nicht zu den Autogrammjägern gehöre, konnte ich nicht widerstehen und habe mir das Buch gekauft und auch gleich signieren lassen.
Ralf König hat fast zwei Stunden großartige Unterhaltung geboten und mein Mann und ich haben gleich zu Hause den Comic zu Ende gelesen.
Ich kann es echt empfehlen: Wenn Ralf König in eure Stadt kommt, lasst es euch nicht entgehen!

Donnerstag, 24. April 2014

Neues entdecken oder welche Farbe macht die Welt wirklich bunt?

auch wenn heute Donnerstag ist
Wenn man ganz plötzlich krank wird und sich auch kaum aus dem Bett erheben kann, das Gehirn nur noch ein Haufen Matsch ist, mit dem man keinen vernünftigen oder unvernünftigen oder überhaupt einen Gedanken produzieren kann, außer vielleicht: Ich will schlafen und meine Ruhe ... dann bleibt einem ja nichts anderes übrig, als diesem Wunsch zu folgen. Leider ist Schlaf, egal, wie elend ich mich fühle, nicht ununterbrochen möglich (was schon wieder nahezu grotesk aus meinem Mund erscheint ... okay, das ist ein Insider für alle, die mich persönlich kennen). Rumliegen und die Decke anstarren, denn alle anderen Positionen gehen nicht so wirklich und schon gar nicht über einen längeren Zeitraum, ist recht langweilig und obwohl mein Kopf schmerzt, als würde er jeden Moment in seine Einzelteile zerfallen, nehme ich meinen Kindle zur Hand und tue das, was ich neben dem Schreiben am liebsten mache: Ich lese!
Leider gehöre ich auch zu denen, die Bücher im wahrsten Sinne des Wortes fressen. Umso dankbare bin ich den Erfindern des ebooks (Ich ziehe meinen Hut vor Euch und dieser genialen, papierlosen und vor allem schnell erreichbaren und für Nachschub sorgenden Idee)
Für gewöhnlich bewege ich mich in einem engen und vertrauten Kreis von Autoren im gay- Bereich, die ich gern mag und die mir bisher immer das erhoffte Lesevergnügen bereitet haben. Ich stehe auf leichte Geschichten, auf Liebe, auf Sex, darauf, zu wissen, dass es am Ende ein Happy End gibt und es macht mir auch nichts, dass bereits auf der ersten Seite klar ist, wer mit wem und warum ... Ja, ich gebe es zu, ich möchte in erster Linie unterhalten werden und ein bisschen Rosawolkenzeugs kann ja nicht schaden.
Wie ich allerdings zu dem Buch gekommen bin, das ich mir in einem ...tja, vermutlich nicht ganz zurechnungsfähigen Zustand gekauft habe ... ist mir im Nachhinein nicht ganz klar. Der Klappentext klang nicht schlecht und deutete ein Happy End an, der Preis war extrem niedrig für über 200 Seiten und ... wie gesagt, ich weiß nicht genau ... Vielleicht war es der Titel, der meinem verwirrten Zustand irgendwie entsprach.
Nein, mein Zustand war zu keiner Zeit so verwirrt, wie dieses Buch verwirrend ... Nach den ersten zehn Seiten dachte ich, ich sollte zum ersten Mal die Möglichkeit des Rückgaberechts nutzen. Aber irgendwie konnte ich nicht aufhören zu lesen. Ich konnte nicht und konnte nicht und es zog mich immer mehr in seinen abstrusen und merkwürdigen Bann, in eine Welt, die mir vollkommen fremd und damit auch unfassbar erschien.
 Damit meine ich nicht die schwule Welt ansich. Die Tatsache, dass der Protagonist schwul ist, war irgendwie das einzig fassbare für mich. Ich meine, die Selbstverständlichkeit des Drogenkonsums, der Einnahme von Pillen und Alkohol und die Selbstzerstörung, die der Protagonist auf der anderen Seite mit diversen kosmetischen Produkten Einhalt gebieten wollte, die Tatsache, dass er Menschen nicht mag, aber trotzdem immer wieder die Nähe zu anderen sucht ... dass er kämpft und aufgibt, von Außerirdischen träumt und  ... Ich kann nicht beschreiben, in welchen Rausch ich hineingeraten bin. Und genau das macht das Buch aus. Ich gebe es zu, bis zur Hälfte hatte ich kaum eine Ahnung, was ich lese ... es war eine irre und irgendwie großartige Ansammlung von Worten, die ich niemals in einen Kontext gebracht hätte. Mal romantisch verträumt, dann wieder brachial vulgär und mit Bildern, die einem das Hirn zum explodieren brachten. Gut, vielleicht war mein Hirn auch ein wenig angeschlagen ... Es gab Stellen, die habe ich überlesen, weil ich jemand bin, für den es recht schnell voran gehen muss. Langes Gedankenwirrwarr oder Beschreibungen sind mir ein Graus ... aber ich musste meistens zurückblättern, musste es doch lesen, wollte mehr wissen und konnte mich bis zum Ende nicht entscheiden, ob ich den Typ mag oder nicht, ob ich ihn drücken oder an die Wand klatschen möchte oder ob ich seine Gedankenkotze auflecken und in mich einsaugen möchte, weil ich auch gern so verrückte Zusammenhänge erkennen und niederschreiben möchte.
Dieses Buch tut weh, es bringt einen zum Lachen und auch zum Seufzen, es lässt einen bedrückt zurück und trotzdem befriedigt und ... es geht irgendwie um Liebe. Ich gebe es zu, ich wollte ein paar Mal aufspringen und einige Sätze aufschreiben, weil sie so genial verrückt waren. Ich wünschte, mein Kopf wäre nicht so matschig gewesen und ich hätte mir mehr davon merken können, aber vielleicht wirkt es auch nur im Kontext so gut.
Ist es wirklich ein Happy End? Nicht so, wie ich es mag, nicht so perfekt, so endgültig ... aber trotzdem fühlt es sich gut an.
So, jetzt wäre es wohl mal an der Zeit, dem Buch einen Namen zu geben. Also, hier ist meine ganz persönliche und irgendwie besondere Leseempfehlung für Euch:

Klaus Regner: "Farben atmen"
  bei Amazon

Ich lege mich jetzt wieder in mein Bett und versuche es mal damit, Farben zu atmen ...vielleicht geht es dann mit dem Gesundwerden schneller ...

Samstag, 19. April 2014

Ein kleiner Ostergruß

Ich kann gar nicht glauben wie schnell die Zeit vergeht. Der April ist fast vorbei und das hier ist mein erster Blogeintrag für diesen Monat. Dabei ist es nicht so, dass es nichts zu berichten geben würde.


Ich wünsche Euch auf jeden Fall ein schönes Osterfest und ein paar erholsame oder lustige, eiersuchende und sonnige Feiertage. 

Die Kuschelgang hat am Freitag wieder zugeschlagen. Das neueste Werk "Klang der Liebe" ist bei Amazon und beam.ebooks erhältlich und natürlich könnt ihr auch eine Geschichte von mir darin entdecken.
"Volle Dröhnung" heißt sie und der Klang der Liebe ist wohl eher ein dröhnendes und nervendes Geräusch ... aber Liebe gibt es auf jeden Fall.
Hier ist der Link zu Amazon




Da Ostern ist, legt Euch die Kuschelgang ein ganz besonderes Ei ins Nest. Ihr könnt noch bis zum Montag jedes ebook für winzigkleine 0,99 Euro kaufen.
Wer die Kuschelgang ein wenig näher kennenlernen möchte, kann bei THEWORLDOFBIGEYES mal vorbeigucken, da haben wir ein kleines Interview hinterlassen.

Am Montag erscheint der zweite Teil (und ich hoffe, dass es nur noch ein Teil ist) der Augenblicke. Noch schreibe ich daran und Oliver ist wie immer sehr redselig ... oder vielleicht bin ich es auch, die sich einfach nicht trennen kann. Dabei habe ich mir fest vorgenommen, dass das der letzte Augenblick sein wird. Ich bin gespannt, ob ich mich daran halten werde, denn die Männer spuken immer wieder gern in meinem Kopf herum ...