Caro Sodar, Mia Grieg, Sitala Helki und Karo Steinn auf der Buch Berlin

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Happy Halloween oder Halloween- Hallo, Wayne


Vielleicht erinnert ihr Euch noch daran, dass ich vor ein paar Wochen darüber nachgedacht habe, wie so ein gemeinsames Projekt von mehreren Autoren funktionieren soll. Diese Frage sollte anscheinend nicht lange unbeantwortet bleiben, denn eine liebe Autorin hat dafür gesorgt, dass ich nun nicht länger darüber nachgrübeln muss. Danke Sissi, du kannst schon irgendwie süchtig machend sein!
Ehrlich gesagt, war mir am Anfang schon ein wenig unwohl,auch wenn es nur ein kleines Spaßprojekt sein sollte, so war ich mir doch nicht ganz sicher, ob ich das hinkriegen würde. Ich weiß auch nicht, ich konnte mir nicht vorstellen, dass man eine Geschichte einfach weiterspinnen kann.
Nun gut, nachdem ich am Anfang wirklich zögerlich und heftig unsicher war (der große Bruder musste mal wieder ganze Überzeugungsarbeit leisten!), habe ich mich dann treiben lassen und ... ich glaube, es hat ziemlich gut funktioniert.
Natürlich will ich Euch die kleine Geschichte nicht vorenthalten. Sie ist Teil eines Projektes einer Gruppe, die sich die Homo Schmuddel Nudeln nennen und die das ehrgeizige Ziel haben, für jeden Tag des Jahres eine Geschichte zu schreiben. Die Geschichten werden monatlich herausgebracht und der Erlös dient einem guten Zweck.Und so bin ich ganz besonders stolz, dass ich auch etwas dazu beitragen konnte.
Vielleicht mögt ihr auch kleine Gute-Nacht-Geschichten, dann habe ich hier mal einen Link für euch Halloween- Geschichten
und hier gibt es die bereits erschienenen Bücher: Amazon

Aber nun zurück zur Halloween Geschichte (da es für den blog recht lang ist, gibt es heute einen Teil und morgen den Rest

Sonntag, 20. Oktober 2013

Herbst

Mein Tipp für diesen Sonntag … Raus in die Natur! 
Mögt ihr den Herbst auch so sehr wie ich? Das liegt bei mir nicht nur daran, dass ich ein Oktobergeburtstagskind bin, sondern weil die Natur diese unglaublichen Veränderungen durchmacht.
Alles wird bunt, wirbelt durcheinander … Kastanien, Eicheln, Bucheckern … wehe, ich bücke mich nur einmal! Schon kann ich nicht mehr aufhören und am Ende habe ich einen ganzen Strauß bunter Blätter in den Händen, die Taschen voller braun glänzender Kastanien und den Mund voller Bucheckern.
Ich liebe das Rascheln des Laubs unter meinen Füßen und würde mich am liebsten in jeden Laubhaufen werfen. Das mache ich natürlich nicht, denn die meisten Leute haben kein Verständnis dafür, wenn ihre mühevolle Arbeit zerstört wird *kicher*, aber dafür habe ich oft mit den Kinder im Park Blätterschlachten gemacht. Na ja, jetzt werden dafür wohl langsam zu groß und es grenzt schon an ein Wunder, wenn sie ohne zu meckern überhaupt noch mit uns spazieren gehen (vom Wandern will ich gar nicht erst reden!)
Ich mag die tiefstehende Sonne in meinem Gesicht, die mich dazu verleitet, mir doch noch ein Straßeneis zu kaufen.
Die letzten Blumen blühen in so leuchtenden Farben, dass ich mich nicht daran satt sehen kann. Hach, ich mag den Herbst wirklich sehr!
Von meinem Schreibtisch aus sehe ich den Kampf von Ahorn und Birke mit dem Wind. Manchmal ist es ein richtiger Blätterregen, manchmal fallen sie ganz langsam und gemächlich, werden hin und wieder noch einmal nach oben gewirbelt und landen sanft auf dem Boden. Die Meisen setzen sich von Außen auf mein Fensterbrett und sehen mir beim Schreiben zu. Und am Morgen bricht sich die Sonne durch die ersten Nebelschwaden, lässt den Himmel in den herrlichsten Rottönen erstrahlen.
Ich weiß, dieses Schauspiel hält nur eine sehr kurze Zeit. Der goldene Herbst wird recht schnell abgelöst vom trüben Herbst, von richtigen Stürmen, von Regen und Kälte. Dann leuchten die Blätter nicht mehr, dann sind sie braun und matschig. Es ist dunkel und wenn man nicht aufpasst schlägt sich diese Stimmung auch ganz schnell auf das eigene Gemüt. Aber für diesen Fall habe ich ja die beste Ablenkung, die es nur gibt. Ich schreibe meine Geschichten auf, freue mich, wenn sie gut beim Leser ankommen und wünsche mir, ich könnte noch schneller und noch viel mehr Schreiben. Aus diesem Grund werde ich es in diesem Jahr auch mit dem NaNoWrMo teilnehmen. Ja, ja … für die meisten sind 50000 Wörter in einem Monat gar nichts, aber für mich ist es eine Herausforderung und ich bin sehr gespannt, ob ich es schaffe, ob am Ende tatsächlich eine neue Geschichte fertig ist.
Aber natürlich regt diese Jahreszeit zum Lesen an. Ein Sonntag auf dem Sofa mit einer Kuscheldecke und einem guten Buch (oder auch zwei oder drei), dazu leckeren Cappuccino oder Kakao, ein paar Kekse oder einen riesigen Teller voller Obststückchen … Ja, so kann man es aushalten, wenn draußen die Blätter einen wilden Reigen tanzen.




Wie wäre es, wenn ihr euch den MargeritenEngel schnappt. Oh … Werbung in eigener Sache, aber wie jeder Schreiber bin ich auf mein erstes veröffentlichstes Baby besonders stolz. Ich weiß, dass es nicht perfekt ist, dass ich nicht alle Erwartungen erfüllt habe. Letztendlich war dieses Buch auch ein sehr persönliches … ein bisschen … hm, eine Art, sich von einem schlimmen Schmerz zu verabschieden. Vielleicht erscheinen deshalb die Charaktere manchem einseitiger, als sie es eigentlich sind. Trotzdem, oder gerade deswegen hoffe ich, dass viele, die das ebook gelesen haben oder es noch lesen werden, meinen Bengt in ihr Herz schließen. Wie würde er wohl gern Weihnachten feiern? Wie würde es sich wohl anfühlen, wenn man beim Lesen nicht auf eine Taste zum Umblättern drücken müsste (ober mit einem Finger über den Bildschirm fahren…), sondern es wären richtige Seiten …. Und habt ihr euch schon mal gefragt, ob Kevin wirklich nicht mehr als ein gemeiner Egoist ist?
Mit all diesen Fragen und einem freudig hüpfenden Herzen wünsche ich Euch einen schönen Sonntag!

Dienstag, 15. Oktober 2013

Auslosung


Vielen Dank für eure schönen Kommentare zum  

Mein lieber Bruder hat die Glückfee gespielt
 und denjenigen ausgelost, 
der sich demnächst über Post von mir freuen kann. 

Leider steht kein Name im Kommentar, 
aber ich hoffe, 
der anonyme Schreiber wird sich bei mir innerhalb der nächsten Woche melden. 

Montag, 14. Oktober 2013

Kurzurlaub mit Hindernissen

Ein Wochenende nur zu zweit … drei Tage Kinderfrei … Erholung und Zweisamkeit in einem Hotel …
So ungefähr hatte ich es mir vorgestellt, als wir im Frühjahr den Hotelgutschein gewonnen haben. Leider haben wir ihn dann erst einmal aus den Augen verloren und nun war es höchste Zeit für die Einlösung.
Das einzige freie Wochenende, das mein Mann noch bis Weihnachten hat, war das vergangene und wir hatten Glück, das Hotel hatte auch noch ein Zimmer für uns frei. „Livemusik“ hat die Dame ins Telefon geflötet und wir dachten uns nichts weiter dabei.
Und wie immer, wenn man sich auf etwas freut, hat das Ganze mehr Haken, als erwartet. Zuerst haben wir vergessen, dass an diesem Wochenende zwei Geburtstage sind, einer davon war der 70. meines Schwiegervaters. Das hatten wir ja super geplant! Aber zum Glück ist dieser Teil der Familie nicht besonders gesellig und gefeiert wird da nicht mal Weihnachten, also auch kein Geburtstag.
Okay … die Kinder unter zu bringen, ist keine Schwierigkeit, denn sie sind ohnehin mehr bei meinen Eltern als bei uns (was natürlich übertrieben ist!)
In den Westerwald für ein Wochenende zu fahren, gehört grundsätzlich nicht zu den Dingen, die ich freiwillig machen würde. Mal ehrlich, ich habe den Wald vor der Tür und es gibt auch hier noch ziemlich viele Orte, die ich nicht gesehen habe, aber einem geschenkten Gaul…
Kurz vor der Abfahrt fing mein Knie an zu schmerzen und weil ich ein Angsthase bin, gehe ich natürlich nicht zum Arzt. Am Freitag spürte ich zudem noch einen merkwürdigen Schmerz im Unterleib (diese Bank, auf die ich mich unbedingt setzen musste, beim letzten Waldspaziergang war wohl doch zu kalt gewesen!) Aber nur die Harten kommen in den Garten und eine Frau kann Schmerzen ja problemlos ertragen … also nichts wie rein ins Auto und los geht’s …
Es regnete in Strömen, so stark, dass man zeitweise das Gefühl hatte in einem dichten Neben zu stecken. Die Autos ringsherum waren kaum zu sehen. Wir dachten darüber nach, umzukehren (nicht wirklich, aber für einen Moment erschien uns die Möglichkeit, nach Hause zu fahren, uns in unser Bett zu verkriechen und das ganze Wochenende zu schlafen ziemlich verlockend).
Nach knapp 5 Stunden sind wir am Ziel angekommen. Das Hotel lag mitten im Nirgendwo, direkt neben einem Campingplatz und wir haben uns kurz gefragt, ob wir wohl in einem Wohnwagen übernachten müssten… also wir mögen ja Camping wirklich sehr, aber es war doch recht kalt …
Nein, kein Wohnwagen, ein echtes Hotel. Die Frau an der Rezeption trug ein … Dirndl und mir wurde ein wenig flau im Magen. Gleich neben der Rezeption war eine Bar … übervoll mit Männern in … Lederhosen …. Bitte nicht!
„Willkommen zum Oktoberfest!“ Oh mein Gott! Für eine Sekunde dachten wir wohl beide darüber nach, ob wir uns verfahren hatten, aber nein, wir waren mitten drin im schönen Westerwald und mittendrin im Oktoberfestwochenende mit Livemusik und allem drum und dran.
Durchatmen, lächeln, Zimmerschlüssel entgegen nehmen und ab zum Lift. Auf dem Weg dorthin noch einmal ein kurzer Blick an die Bar … keine einzige Frau zu sehen!
Das Zimmer war schön, die Betten gemütlich und es regnete ja immer noch im Strömen. Also taten wir das, was wir noch nie gemacht haben …im Bett fernsehen. Der Nachrichtensprecher berichtet vom Wintereinbruch in Bayern und vom schulfrei für die Kinder, er hält dem Direktor einer Grundschule das Mikro unter die Nase und er sagt: Die meisten Kinder haben gehört, dass die Schule ausfällt, es waren ungefähr fünf Kinder da! Mein Mann guckt mich an: Ungefähr fünf Kinder? Lachflashalarm! "Ungefähr fünf Kinder“ wurde zum geflügelte Wort unseres Urlaubs.
Beim wirklich leckeren Abendbrot empfahl uns die Restaurantleiterin einen Ausflug in ein bezauberndes Fachwerkstädtchen. Lächelnd haben wir uns für den Tipp bedankt. Super, Fachwerk kennen wir ja nicht! Nach einem kleinen Rundgang durch das Hotel mit Schwimmbadbesichtigung, denn trotzallem kann ich Wasser nicht widerstehen, ging es in die Hoteleigene Kneipe „Stoppenzieher“ Alles schön bayrisch dekoriert! Am ersten Abend gab es keine Livemusik, dafür legte der DJ die gängigen Mitsingschlager auf. Obwohl es immer noch deutlich mehr Männer waren, gab es zum Glück auch ein paar Frauen … natürlich im Dirndl.Und alle sangen ausgelassen mit.Was soll ich sagen? Ich feiere auch gern, aber erstens ist es komisch, wenn man nur zu zweit ist und zweitens bin ich nicht so ein wirklicher Schlagerfan… Aber egal, wir haben natürlich getanzt, denn wer kann schon einem Stern widerstehen, lässt sich nicht gern den Mond mit einem Lasso einfangen und würde nicht auch gern nach Amsterdam reisen? Wir haben rumgealbert und die Leute beobachtet. Wow, das hat eigentlich am meisten Spaß gemacht. Männer sind echt super Beobachtungsobjekte und je mehr sie trinken … na lassen wir das. Ich hatte auf jeden Fall ziemlich viel Spaß.
Samstag: ausschlafen, lecker frühstücken und ab ins bezaubernde Fachwerkstädtchen Linz am Rhein. Unser Navi ist ja schon ein wenig älter und wenn du ihm sagst, du willst die kürzeste Strecke, dann gibt er alles dafür, jeden verdammten Meter zu sparen. Was bedeutet, wir sind durch den Westerwald, rauf und runter, Straßen, die so schmal und steil und kurvig waren … Die Packung mit dem Salmiaklakritz nahm rapide ab und unsere Laune … na ja: „Ungefähr fünf Kinder!“ … dann ging es wieder besser.

Okay, Linz ist wirklich schön. Fachwerk … nun ja, Holzornamente an die Wände zu kleben, macht noch kein Fachwerk, aber trotzdem … es war hübsch anzugucken. An den Rhein sind wir auch gegangen. Leider war das Wetter nicht viel besser, einmal abgesehen davon, dass es nicht geregnet hat, aber es war kalt und trüb …
Und dann sind wir in die Burg und weil ich ja ein neugieriger Mensch bin, den eigntlich so schnell nichts abschreckt, wollte ich den Folterkeller natürlich auch besichtigen. Ich weiß nicht woran es lag .. der dunkle Keller, die merkwürdigen Geräusche aus dem Lautsprecher, die Foltergeräte … oder die Tatsache, was ich in letzter Zeit so gelesen hatte (so viele BDSM- mäßige Geschichten) Mir ist echt schlecht geworden … ich habe mich an meinen Mann geklammert und als das Ende in Sicht war, war ich sooo schnell aus diesem Keller wieder raus … Ich habe echt eine ganze Weile und ein Spagettieis gebraucht, um mich davon zu erholen.
Zurück haben wir dann die schnellste Strecke genommen und siehe da … es gibt auch Straßen auf denen zwei Autos nebeneinander passen. Im Hotel angekommen ging es ins Schwimmbad. Wir waren ganz allein, das Wasser ziemlich kalt, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Wann hat man schon mal ein Schwimmbad für sich allein?
Am Abend gings wieder in die Kneipe. Bereits im Vorfeld wurden wir aufgehalten und mussten, nein durften so lustige bayrische Spielchen mitmachen. Triff die Erbse, Hau den Lukas, Stemm den Krug und Wirf den Ball. Spiele! Großartig … Aber wir haben natürlich mitgemacht.
Heute war die Liveband da, zünftig … sage ich nur. Noch mehr Leute in Lederhosen… ich weiß auch nicht, aber keinem der Kerle standen die Dinger. Wo waren die Ärsche hin und dieses alberne Ding da vorn … nee, Hinguckpotential gleich Null! Fantasieanregend? Überhaupt kein bisschen.
Wenn die Band eine Pause machte, dann kam allerdings Musik, die mir gefiel … gutes 80-ziger Jahre Zeug … neue deutsche Welle und so …
Gegen zwölf wurden die Gewinner der Spiele bekanntgegeben… und nun ratet mal, wer der stärkste Mann im Westerwälder Treffhotel war? Genau! Und ich hatte keine Kamera dabei, als er sich so einen albernen Hut und eine Flasche Sekt abgeholt hat.

Am Sonntag ging es wieder nach Hause … diesmal kein Regen, aber dafür Stau …
Aber ja! Es war ein schönes Wochenende und nun besteht meine Familie auch so ungefähr aus fünf Mitgliedern … denn wir sind auf den Vogel gekommen. Meine Männer sind echte Glückspilze! Lose auf einer Vogelschau sind ganz, ganz gemein. Ich hoffe, Clumsy wird sich bei uns wohlfühlen.

Freitag, 11. Oktober 2013

Coming Out Day

Seit 1988 wird am 11.10. der Coming Out Tag begangen.
Ein Tag, an dem sich nicht nur Schwule, Lesben, Transgender und Bisexuelle öffentlich zeigen sollen, sondern der uns allen näher bringen soll, wieso es auch heute noch so schwierig ist, sich zu outen und ebenso öffentlich zu leben, wie jeder andere heterosexuelle Mensch.
Ein Tag, der uns sensibilisieren soll für die Probleme, denen LGBT`s während  und nach ihres Coming Outs ausgesetzt sind.
Ich kann nachempfinden, dass es nicht leicht ist, in einer Gesellschaft, in der das Leben in so vielen Bereichen genormt ist, feststellen zu müssen, dass man anders ist, nicht der Norm entspricht, einen anderen Weg gehen muss. Umso wichtiger finde ich es, sich nicht zu verstecken, zu sich zu stehen und Stärke zu beweisen.
Aber der Coming Out Tag soll auch in die andere Richtung wirken. Oftmals verbergen sich hinter Homophobie nur Berührungsängste,die es gilt abzubauen und durch Vertrauen und Akzeptanz zu ersetzen. Gegen Vorurteile müssen wir gemeinsam kämpfen.
In diesem Sinne wünschen ich allen, die an einer Aktion zum heutigen Tag teilnehmen, viel Spaß und viel Erfolg!
Und was soll ich sagen? Die Waffen eines Schreiberlings ... sind Worte und deshalb habe ich hier eine kleine Geschichte für Euch.
Obendrein gibt es auch noch etwas zu gewinnen. Ich verlose unter allen, die einen Kommentar unter diesen Post schreiben mein kleines Büchlein "Liebesschlösser". Egal ob ihr mir schreibt, wie euch die Geschichte gefallen hat, oder was ihr von so einem Tag haltet... Was auch immer euch einfällt, mit Ausnahme von Geschmacklosigkeiten, die ich ohne zu zögern löschen werde.
Im Laufe der nächsten Woche werde ich den Gewinner/ die Gewinnerin ermitteln.