Samstag, 30. März 2013

Ostern


 Ich wünsche Euch allen ein frohes Osterfest und ein paar erholsame Feiertage.
Eigentlich sollte an dieser Stelle ein kleines Osterei für Euch bereitliegen, aber so wie das Wetter nicht wirklich österlich ist, so spielt seit einigen Tagen mein linkes Handgelenk nicht mit. Deshalb habe ich mich für Schonung entschieden, denn da möchte ein Buch, das bereits kurz vor dem Ende ist, fertiggeschrieben werden. Allerdings ... ich kenne mich, wenn es doch wieder besser wird, wer weiß, ob der Osterhasi dann nicht doch noch etwas zu tun bekommt.

Dienstag, 26. März 2013

The Next Big Thing Blog Hop

The Next Big Thing Blog Hop ist eine Möglichkeit für Autoren (in der ganzen Welt) zu berichten, an welchem Projekt sie gerade arbeiten. Sie beantworten 10 Fragen zu ihrem nächsten Buch. Zusätzlich erwähnt man die Person, die einen vorgeschlagen hat, und nennt selber 5 Autoren/Autorinnen, die als nächstes die Fragen beantworten. Mit letzterem kann ich allerdings nicht dienen, soviel verrate ich schon mal im Vorfeld.
Ansonsten gebe ich zu, dass ich mir ziemlich viel Zeit gelassen habe. Aber das Herumhüpfen kann ja durchaus etwas langwieriger bzw. anstrengender sein.

Mein erstes Bloginterview … ich freue mich.
Ach ja, eingeladen (oder vermutlich habe ich mich aufgedrängelt) wurde ich von Jannis Plastargias

Dann mache ich es mir mal mit einem Latte bequem und beantworte die Fragen:




 
 

Was ist der Arbeitstitel Ihres Buchs?
Vertrauen und Eifersucht

Woher kam die Idee für das Buch?
Die Idee kam aus meinem persönlichen Umfeld. Ich habe festgestellt, dass es gut ist, wenn man bestimmte Dinge, die falsch gelaufen sind, aufarbeitet. Bisher habe ich es noch nie in einem Buch oder einer Geschichte gemacht, aber ich muss gestehen, dass es ziemlich gut funktioniert. Natürlich sind die Charaktere und Szenen verfälscht bzw. von mir erfunden, aber in diesem Buch steckt durchaus eine Menge Erlebtes drin. 
 
Unter welches Genre fällt Ihr Buch?
Gay Romance

Wie lautet die Ein-Satz-Zusammenfassung Ihres Buches?
Eine Ein-Satz-Zusammenfassung? Das bringt mich an die Grenzen meiner Kreativität  
Nicht immer ist das, was du für Liebe hältst auch wirklich Liebe, manchmal ist es einfach nur die Angst vor dem Alleinsein.

Welche Schauspieler sollten Ihre Charaktere in einer Filmumsetzung spielen?
Keine Ahnung, darüber denke ich gar nicht nach. 
 
Werden Sie Ihr Buch selbst verlegen oder wird es vertreten durch einen Agenten?
Das Buch wird beim Cursed Side Verlag erscheinen. 
 
Wie lange haben Sie gebraucht, um den ersten Entwurf Ihres Manuskripts zu schreiben?
Ich schreibe seit etwa einem halben Jahr daran. 
 
Welche anderen Bücher würden Sie mit Ihrem Genre vergleichen?
Ich werde mich davor hüten, mein Buch mit anderen Büchern zu vergleichen. Es passt in die Gay Romance Abteilung und ich hoffe, es wird zwischen all den anderen Büchern von tollen Schriftstellern in diesem Genre  mithalten können. 
 
Was sonst über Ihr Buch könnte das Interesse des Lesers wecken?
Bei den Lesern, die meine anderen Geschichten kennen, könnte ich das Interesse vielleicht wecken,  indem ich ihnen sage: Diese Geschichte ist anders, schmerzvoller, hoffentlich tiefer, mit einer Mischung aus traurigem Realismus und einer guten Portion Romantik. 
 
Möchten Sie andere Autoren für das Interview nominieren?
Vielleicht hat ja Jule Becker Lust ein paar Neuigkeiten zu verraten. 
 

Dienstag, 19. März 2013

LBM – Frauenpowerwahnsinn

Die Vorbereitungen zur Messe waren ein wenig chaotisch. Plötzlich, wenn auch nicht ganz unerwartet, ohne Unterkunft dazustehen ist ein wenig frustrierend. In Leipzig ein paar Wochen vor der Messe etwas zu finden, das nicht den finanziellen Rahmen übersteigt, ist nicht nur ein wenig frustriend, sondern absolut aussichtslos. Dafür war Halle allerdings sehr großzügig. Vielleicht gibt es schönere Wohnungen, vielleicht auch schönere Wohngegenden, aber ich fand es insgesamt angemessen und eigentlich sogar recht gemütlich.
Ganz abgesehen davon, dass wir ja nicht den ganzen Tag in der Wohnung verbringen wollten, sondern sie in erster Linie zum Schlafen und Quatschen diente.
Selbst die Fahrerei war im Nachhinein weit weniger anstrengend, als ich vermutet hatte. Am Freitag fuhr ich ja noch im Schneegestöber los und wenn ich ehrlich bin ... hätte mein Mann gesagt "Du bleibst zu Hause", ich hätte es gemacht. Aber er meinte, ich soll vorsichtig fahren und es wird bestimmt toll werden.
Einen Dank an dieser Stelle an seinen, durchaus berechtigten, Optimismus.
Aber das Wetter hatte insgesamt ja ein Einsehen. Es war zwar kalt, aber die Sonne schien.  Das Schneegestöber hörte brav zumindest für das Wochenende auf, keine spiegelglatten Straßen oder sonstige Behinderungen.
Der Freitag blieb noch weitgehend messefrei. Zuerst haben wir uns häuslich eingerichtet und waren einkaufen. Es ist schon witzig, wenn sechs Frauen durch den Supermarkt laufen und anstatt ein wenig Essen für zwei Tage, plötzlich ein Wocheneinkauf daraus wird. Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal so einen vollen Einkaufskorb gesehen habe. Natürlich konnten wir nicht einmal annähernd alles essen.
Die Messe war großartig. Ich hatte bereits am Eingang das Gefühl, regelrecht hineingezogen zu werden, in diese irre Mischung aus Cosplay, Bücher, Musik und Entertainment. Es ist die besondere Atmosphäre, die mich immer wieder fasziniert. So viele Menschen, so viele verschiedene Szenen, dass ich gar nicht fähig bin, sie zu begreifen bzw. zu verarbeiten. Es gab durchaus Momente, in denen mir das alles zu viel wurde, in denen ich mich nach Ruhe und Abgeschiedenheit gesehnt habe (leider habe ich den „Raum der Stille“ erst am Sonntag beim Verlassen der Messe entdeckt.) Gegen Mittag wurde es am Samstag voll, richtig voll. Es war besonders in Halle 2 kein Durchkommen mehr. Man konnte sich eigentlich nur noch mit dem Strom bewegen und der Strom war so langsam, dass man genügend Zeit hatte, sich die verschiedenen Stände anzusehen, ohne die Menge zu verlassen. Vorausgesetzt natürlich, dass man nicht gerade von riesigen Menschen oder abenteuerlichen Kostümen umringt war. Allerdings war es auch sehr angenehm, wenn man hin und wieder Platz zum Atmen hatte, ohne dabei die Haare oder Gerüche des Vordermanns einzusaugen.
Obwohl die Glashalle einer Sauna glich, fühlten wir uns da auf jeden Fall wohler. Nicht zuletzt, weil wir dort auch unseren Treffpunkt hatten.
Am Sonntag war es eigentlich angenehmer auf der Messe. Wenniger voll, weniger stressig. Da blieb auch mehr Zeit, sich umzusehen, Bücher in die Hand zu nehmen und sich mit den Leuten an den Ständen zu unterhalten.
Die Abende verbrachten wir mit leckerem Essen und spannenden Gesprächen, die von vollkommen albern bis absolut inspirierend die gesamte Bandbreite ausfüllten. Es ist immer wieder erstaunlich, was so ein soziales Netzwerk hervorbringen kann. Da trifft sich eine Horde, im Grunde wildfremder Frauen und verbringt ein Wochenende miteinander. Ich glaube, die Momente, in denen es wirklich still war, dienten nur dazu, sich zu sammeln.
Es war ein tolles Wochenende. Ich freue mich schon jetzt darauf, Euch spätestens im nächsten Jahr wiederzusehen.

Ein paar Cosplay- Eindrücke:



Donnerstag, 14. März 2013

LBM ... ich bin auch dabei!


Morgen mache ich mich ebenfalls auf den Weg nach Leipzig.
Diesmal kann man mich zwar nicht an einem Stand finden, oder doch ... zusammen mit Chris P.Rolls am Crepestand.
Am Samstag und eventuell auch Sonntag werden wir jeweils gegen 11 und 16 Uhr in der Glashalle auf der letzten Brücke, beim Crepestand, anzutreffen sein.
Ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf ein schönes und inspirierendes Wochenende!

Montag, 4. März 2013

Wir Frauen ...

Ich hoffe, ihr erkennt den Hauch Sarkasmus, der sich hier versteckt hat.

Als ich das letzte Mal Frau Reiche im Fernsehen gesehen habe, habe ich mich zurückgehalten. Diesmal ist es mir ein Bedürfnis, etwas zu schreiben. Ein wirklich inniges Bedürfnis.
Wo kommt das feindselige Verhalten dieser Frau her?
Ich vermute, es liegt in der Natur von uns Frauen. Oder besser gesagt, in dem Wandel, den wir in den letzten Jahrzehnten durchmachen mussten /wollten.
Die Emanzipation ist eine tolle Sache. Es ist großartig, dass wir entscheiden dürfen, was wir mit unserem Leben anfangen wollen, dass wir wählen dürfen, aktiv Politik betreiben. Es bleibt uns bestimmt, ob wir heiraten, wen wir heiraten oder ob wir uns für ein Singleleben entscheiden. Wir können Kinder kriegen, aber wir müssen es nicht. Wir können uns um unsere Kinder kümmern, aber wir können die Aufgaben auch verteilen. Wir strotzen vor Selbstbewusstsein und wollen gleichzeitig von einem Prinzen gerettet werden.
Wir treten für unsere Rechte ein, schreiben schwule Bücher … wir sind … machtvoll!
Diese Macht macht uns aber auch angreifbar. Wir sind die Sonne und der Mond gleichzeitig und uns unserer Verantwortung als Frau sehr wohl bewusst. Das macht uns zickig, manchmal sogar aggressiv. Deshalb gucken wir auch genau, was die anderen Frauen um uns herum machen. Es ist uns ein Bedürfnis die anderen zu kritisieren und nach Fehlern zu suchen.
Warum?
Das ist ziemlich einfach zu beantworten. Wir hängen oftmals zwischen allen Stühlen, können nicht loslassen uns nicht entscheiden.
Das geht schon beim Kinder kriegen los. Wir denken nicht darüber nach. Es ist unsere Bestimmung eines Tages ein oder mehrere Kinder zu bekommen. Wenn sich eine Frau allerdings entscheidet (aus welchen Gründen auch immer) keine Kinder zu bekommen, dann muss sie sich nicht etwa vor Männern rechtfertigen. Nein, wir anderen Frauen schauen sie schief an. Zuerst mit einer gewissen Portion Mitleid. „Du kannst wohl keine Kinder kriegen?“ Wenn das allerdings verneint wird, dann hört unsere Akzeptanz auf. Dann heißt es, rechtfertige dich! Wie kannst du keine Kinder wollen? Bist du so geil auf Karriere, dass du das Wichtigste vergisst? Was bist du nur für eine Emanze? Kinder zu kriegen ist unser größtes Glück, wie kannst du das denn nicht wollen?
Wenn man Glück hat, kommt man mit einem blauen Auge davon, die unbegreiflichen Blicke und die Rechtfertigungen werden allerdings wohl nie aufhören.
Haben wir dagegen Kinder, geht es erst richtig los. Wir gucken, was die anderen machen. Das geht schon beim Stillen los. Was nur drei Monate? Wieso hast du nicht länger durchgehalten? Das arme Kind! Stillt jemand sein Kind mit zwei oder drei Jahren noch, dann rümpfen wir erst Recht die Nase …
Zieht dein Sohn auf dem Spielplatz einem Mädchen an den Haaren, hast du als Mutter natürlich komplett bei der Erziehung versagt. Dass das Mädchen die mühsam aufgebaute Sandburg vorher zerstört hat, interessiert niemanden. Hast du Kekse mit, während die Mutter neben dir die kleingeschnittenen Apfelstücke hervorholt, ist sie eine Ökotussi und natürlich gibst du dem anderen Kind mit größter Genugtuung einen Keks ab … Ach, es gibt so viele Beispiele, in denen wir Frauen uns zerfleischen, anstatt uns gegenseitig zu unterstützen. Immer suchen wir nach Fehlern. Besonders, was Erziehungsfragen anbelangt.
Jetzt kommen die Männer ins Spiel. Zuerst einmal die eigenen, sprich heterosexuellen Männer. Ich fand es sehr bedeutend, wie Frau Reiche bei der letzten Diskussion meinte (und ich gebe das jetzt nur sinngemäß wieder) Sie fand es so toll, als ihr Mann endlich etwas mit ihren Töchtern anfangen konnte. Da waren sie wohl drei oder vier Jahre. Ich habe keine Ahnung, wie der Mann bis dahin seine Zeit verbracht hat, aber auch das spricht für die Einstellung vieler Frauen. Ich bin zwar gestresst, weil ich Kind, Karriere und Haushalt kaum unter einen Hut bringe, aber wehe der Mann mischt sich ein. Windelnwechseln? Wir überwachen es mit Argusaugen. Alles andere natürlich auch und wehe, da ist auch nur eine Falte im frisch gebügelten Strampler. Denn ja, dafür nehmen wir uns die Zeit!
Ich gebe es ehrlich zu. Mein Mann konnte schon immer mit den Kindern machen, was er wollte. Ich bin einfach mal davon ausgegangen, dass er sie genau so sehr liebt, wie ich. Er hatte niemals das zweifelhafte Glück ein Sonntagsvater zu sein, nein, er wurde schon immer eingespannt. Egal ob Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte oder Elternabende. Ich torpediere seine Erziehung nicht hinter seinem Rücken. Wir fassen gemeinsame Entschlüsse und geben uns Mühe sie durchzuziehen. Oft versagen wir auch gemeinsam, das ist okay.
Aber ich weiß, dass ich damit ziemlich allein dastehe. Ich muss mich nur in meinem näheren Umfeld umsehen. Eine Freundin ärgert sich darüber, dass die Kinderkrankentage nicht übertragbar sind (weil verbeamtet und so) Auf die Idee, dass der Mann mit dem Kind zu Hause bleiben könnte, kommt sie gar nicht (und das Kind ist schon längst kein Baby mehr). Ach, ich könnte noch viele Beispiele anbringen, die zeigen, wo das Problem genau liegt. Aber ich mache es kurz: Ihr homosexuellen Paare seid eine existenzielle Bedrohung. Wie soll denn jemand wie Frau Reiche darauf reagieren, wenn euer Kind möglicherweise wohlerzogener ist, als ihr eigenes. Wenn es vielleicht die Worte „Bitte“ und „Danke“ kennt und sogar benutzt. Anders herum …. Klar das ist kein Problem, aber so?
Wie soll sie denn rechtfertigen, dass nebenan gerade ein Kind mit dem Krankenwagen abgeholt wird, weil Mutter oder Vater im besoffenen Zustand die Kontrolle verloren haben, während ihr mit eurem Adoptivkind auf dem Weg zum Spielplatz seid? Ihr seid eine Bedrohung für unser Recht auf Erziehung. Da muss man schon mal um sich beißen, haltlose Argumente in den Raum werfen. Mit den lesbischen Frauen könnte man vielleicht noch sympathisieren … obwohl … „Da sind zwei Mütter und das Kind ist trotzdem so schlecht erzogen“ … ja, das erfreut uns!
Aber zwei Männer! Unser Leben ist bedroht. Wie wollen denn zwei Männer ein Kind groß ziehen? Wo bleibt der so wichtige weibliche Einfluss? Und überhaupt? Wo bleiben meine Argumente, die dagegen sprechen? Ich finde sie nicht.
Womöglich überlegen sich zwei Männer genauer, ob sie diese Verantwortung übernehmen wollen, als es die meisten Frauen jemals tun. Mit Sicherheit wird es keinen Sturm auf die Jugendämter geben. Aber vielleicht würde das ein oder andere Kind eine Chance bekommen auf eine echte Familie, denn ich sehe keinen Unterschied. Eine Familie ist da, wo man sich wohl fühlt, wo man geliebt wird, wo man Fehler machen kann und jemand da ist, der einem sagt, dass alles wieder gut werden wird.
Und einen Vorteil haben homosexuelle Adoptiveltern auf jeden Fall. Ein Kind, das in so einer Konstellation aufwächst, wird nicht erst mit 20 Jahren oder noch später mit der Wahrheit konfrontiert werden. Hier gibt es keine Lügen über die Herkunft. Diese Eltern müssen von Anfang an offen sein. Ihr Leben wird wahrscheinlich sogar transparenter sein … bewacht von den kritischen Augen der Frauen, die nur darauf warten, dass die Socke ein Loch hat, die Kekse nicht bio sind oder das Kind einen Trotzanfall bekommt.
Sicherlich stelle ich es überspitzt dar, aber mal ehrlich … wir oft rümpfen wir die Nase über andere Mütter (obwohl unser Kind auch schon so reagiert hat) Möglicherweise ist es einfach auch so tief verwurzelt in uns, dass es einigen Angst macht, wenn Männer in diesen Bereich vordringen wollen. Aber gönnen wir ihnen doch auch ein Stück Emanzipation. Denn egal ob hetero oder homo, ich finde es großartig, wenn Männer die Verantwortung für Kinder übernehmen.Ich mag es bunt, bewundere die vielfältigen Möglichkeiten.
Die paar verkalkten männlichen Politiker … über die mag ich nicht reden, denn ihr wisst ja: Hinter jedem großen Mann …
Es sind oft die Frauen, die Geschichte schreiben oder sie eben behindern.