Caro Sodar, Mia Grieg, Sitala Helki und Karo Steinn auf der Buch Berlin

Montag, 30. Juli 2012

Allein unter Männern

Eine einsame Hütte mitten im Wald. Karo mit vier Männern, einer Menge Mücken und einer Maus.
Zugegeben, zwei der vier Männer sind erst auf dem Weg solche zu werden. Es ändert jedoch nichts daran, dass ich in meinem Kurzurlaub tatsächlich das einzige weibliche Wesen war. Natürlich abgesehen von den Mücken und den Wildschweinen, die uns in der Nacht besucht haben. Bei der Maus weiß ich das natürlich nicht.
Wer allerdings jetzt vermutet, dass ich deshalb auch so etwas wie Aschenputtel war, der irrt. Nein, ich fand die Verteilung der Arbeit durchaus gerecht. Wir waren ja alle in erster Linie da, um uns zu erholen, um ein paar schöne Tage zu verbringen … und das waren sie auch!
Nicht nur, dass unser Gast aus Greifswald einen Sonnentanz gemacht hat und uns damit tatsächlich eine Woche mit unterbrochenem Sonnenschein beschert hat, sondern auch, weil wir uns alle so gut verstanden haben. Das ist etwas, was mich immer wieder zum Staunen gebracht hat: Dieses Gefühl, sich wirklich wohl zu fühlen, ungezwungen miteinander umgehen zu können.
Was aber nicht bedeutet, dass mein typisches Chaos ausgeblieben wäre. Das fing ja schon damit an, dass ich meinen ganzen Zeitplan am Montag darauf ausgelegt hatte, dass er nicht vor um 12 Uhr bei mir anrufen würde. Ich sprang also den ganzen Morgen zwischen PC (noch schnell das neue Kapitel hochladen) und Taschen packen hin und her. Außerdem musste sich mein kleiner Sohn, anstatt in die Ferienspiele zu gehen, mit Kopfschmerzen ins Bett legen. Auch nach zwei Stunden Schlaf sah er immer noch nicht besonders gut aus und ich suchte in Gedanken schon nach einem Notfallplan, wenn er wirklich krank werden würde. Natürlich hatte ich immer einen Blick auf die Uhr. Ich wollte schließlich noch einen Kuchen backen und mich duschen. Ich gebe es ja zu, ich vertrödele immer gern mal die Zeit, um dann zwar in Hektik, aber trotzdem noch alles so zu schaffen, wie ich es mir vorgenommen habe. Das klappt natürlich nur, wenn die vorgegebenen Zeiten auch eingehalten werden und nichts Ungeplantes passiert. Mein Handy, das ich eigentlich immer in meiner Nähe haben wollte, um seinen Anruf auch ja nicht zu verpassen, war für einen Augenblick verschollen … und genau diesen Augenblick hat er genutzt, um bei mir anzurufen. Mehr als eine Stunde zu früh! Mit klopfendem Herzen sah ich die drei in Abwesenheit eingegangen Nachrichten. Meine Gedanken kreisten zwischen "Hurra, er ist da!" und "Shit, wie sehe ich denn aus!" hin und her. Aber es nützte ja nichts. Ich rief also zurück und tatsächlich, er wartete darauf, von mir abgeholt zu werden. Wenigstens waren die Taschen schon gepackt. Nur der Blick durch meine Wohnung war etwas verstörend, aber das nutzte ja nun auch nichts mehr.
Hektisch und ganz schön aufgeregt bin ich ins Auto gesprungen. Mein Navi wollte mich auf der Schnellstraße zum links abbiegen zwingen, ich habe mich anschließend noch zwei Mal verfahren … aber letztendlich bin ich doch angekommen.
Als er dann neben mir im Auto saß, wurde es für mich erst real. Er war da! Wir würden zusammen einige Tage verbringen …
Wie haben wir sie verbracht? Mit all dem, was man so typischerweise im Wald macht. Wir waren angeln. Familienangeltag Nummer zwei … ich hoffe, damit habe ich es für dieses Jahr geschafft. Schätzungsweise sehen meine Kinder das aber anders.
Wir haben Lagerfeuer gemacht und Marshmellows geröstet, dabei Bier getrunken und stundenlang gequatscht. Wir haben Federball und Schach gespielt. Natürlich haben wir unserem Besuch auch etwas von der Gegend gezeigt. Obwohl es bei der Hitze nicht wirklich Spaß machte herumzulaufen. Deshalb gab es nur einen kurzen Ausflug ins Bodetal mit Minigolf und einen in eine Glasbläserei mit anschließendem Freibadbesuch.
die Tische an der Gulaschkanone
Wir haben an einer Gulaschkanone Mittag gegessen und uns über die herrlich gewachsenen Astgabeln köstlich amüsiert.
Wenn ich darüber nachdenke, was mir am besten gefallen hat, dann waren es wohl die Nächte. Wenn die Kinder im Bett waren, haben wir es uns im Wohnzimmer gemütlich gemacht und am Laptop Filme geguckt. Angefangen mit Bruce Willis, über brutal kämpfende Frauen, die die armen Männer zuerst verführt und anschließend umgebracht haben. Das Knacken der Wirbelsäule war wirklich widerlich.
Am letzten Abend haben wir dann sozusagen als Kontrastprogramm nach so viel Gewalt „Latter days“ geguckt.
Und manchmal, in unbeobachteten Momenten, habe ich von einem zum anderen geguckt und leise bei mir gedacht: Ich kann mich echt glücklich schätzen, so geliebt zu werden.

 

Montag, 23. Juli 2012

Urlaub und Regentropfen

Ich hatte es ja bereits am Freitag angekündigt. Ich bin ab heute Nachmittag für ein paar Tage nicht online. Eine einsame Hütte mitten im Wald, zusammen mit meiner Familie und meinem Seelenbruder. Ich freue mich so unglaublich darüber, dass ich vermutlich einige Zentimeter über dem Boden schwebe.
Allerdings bedeutet das für euch, dass es am Mittwoch kein neues Kapitel geben wird.
Die Vorbereitungen und die überall stattfindenden Abschlussfeiern habe meine Zeit etwas mehr in Anspruch genommen als geplant. Das nächste Kapitel ist erst zur Hälfte fertig...
Aber ich nehme mein Netbook mit und werde bestimmt Zeit zum Schreiben finden, sodass ich das fehlende Kapitel am Wochenende ausgleichen kann.
Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche (die Sonne soll sich ja tatsächlich ein wenig heraustrauen).
Das heutige Kapitel ist bereits online.
 

Freitag, 20. Juli 2012

Regentropfen

Auch wenn es im Moment bei mir nicht regnet... ganz im Gegenteil, da schiebt sich doch tatsächlich ein einsamer Sonnenstrahl durch die Wolken ... Man möchte ihn am liebsten in den Arm nehmen und trösten, dass er bestimmt nicht ganz allein auf der Welt ist... Irgendwo muss der Sommer doch sein ...
Ich habe ja gehört, dass er nächste Woche kommen soll. Jedenfalls kommt er zu mir in den Harz, denn ich kriege Besuch, mit dem ich die nächste Woche irgendwo in einer einsamen Hütte im Wald verbringen werde. Ich freue mich riesig darüber und zähle schon fast die Stunden ...
Da sich das Ganze recht spontan ergeben hat, habe ich auch ein kleines Problem mit dem Posten in der nächsten Woche. Montag gibt es das Kapitel pünktlich, am Freiag wird es auch eins geben, aber erst am Nachmittag bzw. frühen Abend. Der Mittwoch ist schwierig. Allerdings könnte ich das Mittwochskapitel hier posten (kann man ja so toll vorprogammieren) und bei fanfiktion dann am Freitag nachreichen.
Aber jetzt gibt es erst mal den Hinweis, dass das heutige Kapitel online ist.

 

Mittwoch, 18. Juli 2012

Regentropfen


Das dritte Kapitel ist soeben online gegangen.
Ich mache es ab jetzt so, wie ich es bereits angekündigt hatte. Ich poste die Teile ausschließlich bei fanfiktion. Aber hier gibt es zumindest den Link dorthin.
Passend zum Wetter, aber vor allem passend zu meiner ausgesprochen guten Laune:

 

Montag, 16. Juli 2012

Regentropfen

Seit ein paar Stunden gibt es die neue kleine Geschichte nun auch bei fanfiktion.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es nötig ist, die Geschichte auch hier weiterhin zu posten. Das heutige Kapitel veröffentliche ich an dieser Stelle noch komplett, ab Mittwoch würde ich nur noch ein paar Zeilen und den Link zur Geschichte einstellen. Außer, es gibt jemanden, der es ausschließlich auf dem blog lesen möchte. Dann bitte ein kurzes Zeichen an mich ;-)
An dieser Stelle weise ich auch noch einmal darauf hin, dass diese Geschichte P18 ist!

Freitag, 13. Juli 2012

Regentropfen

Ich will Sommer! Mal ehrlich, dieses Wetter macht mich ... ungeduldig.
Immer nur Regen und Wind und Regen ... Die paar Sonnenstrahlen erwärmen mich auch nicht und das, wo ich doch immer so schnell friere.
Deshalb und weil heute Freitag, der 13. ist (zum Glück zum letzten Mal in diesem Jahr) habe ich hier ein kleines Sommerspecial für euch.
Es ist sozusagen nicht allein auf meinem Mist gewachsen. Verantwortlich zeichnet sich Kerstin, die mir folgende Wörte zur Verfügung gestellt hat:
  • Regen 
  • Scheißwetter 
  • Das soll Sommer sein 
  • Freitag, der 13. 
Während ich ja von Sommer, Sonne, Strand geträumt habe, von Männern die sich leidenschaftlich im heißen Sand rekeln... wurde ich nun damit konfrontriert.
Na gut, wenn es schon draußen so ekelhaft ist, dann haben es die Jungs in der kleinen Geschichte auch nicht besser verdient.
Ach ja, und mein großer Bruder hat sich auch ein paar Szenen gewünscht.
Es werden nur kurze Kapitel sein, über deren Anzahl ich noch nicht nachgedacht habe. Sozusagen eine kleine Schreibablenkung.
Ich denke, ich stelle jeden zweiten Tag ein neues Kapitel online. Außer am Wochenende. Ich habe festgestellt, dass ich da nur mit viel Mühe zum Schreiben komme, also räume ich dieses Hinderniss gleich aus dem Weg. Das nächste Kapitel kommt also erst am Montag.
Ab Montag stelle ich sie dann auch bei fanfiktion online.
Da die Worte so "unkreativ" sind, darf ich mit dem Titel auch unkreativ sein.
Die Geschichte heißt "Regentropfen"

Donnerstag, 5. Juli 2012

Disziplinprobleme...

Nein, ich habe doch keine Zeit!
Wieso wühle ich mich denn durch Amazon?
Wer bitte hat denn jetzt diese zwei Bücher in den Warenkorb gelegt? Suchend sehe ich mich um. Aber da ist niemand und ich ... ich war es ganz, ganz bestimmt nicht. Denn ich habe ja überhaupt keine Zeit zum Lesen.

Es gibt doch so viel zu tun! Schreiben... ich muss schreiben ...
Aber doch nicht mein Passwort! Wer hat denn gesagt, dass ich mein Passwort eingeben soll?
Ein verzweifelter Blick auf die Bestellung. Noch habe ich sie nicht abgeschickt. Noch gibt es ein Zurück ... Ich könnte mir die Bücher in ein paar Wochen bestellen... Vielleicht für den Urlaub...
Zu spät!
Irgendjemand hat die Maus betätigt und das nette "Vielen Dank für ihre Bestellung" klingt wie Hohn in meinen Ohren.

Aber noch bin ich guter Dinge. Das Päckchen muss ja erst einmal ankommen.
Und ich kann auch diszipliniert sein.
Jawohl, ich kann sehr, sehr diszpliniert sein!

zwei Tage später (Dienstag)... mein Telefon klingelt am Vormittag: 
meine Mutter (sie arbeitet bei der Post):Kind, ich habe heute ein Päckchen für dich angenommen.
ich: von Amazon?
Sie: Ja
ich: hmm, hättest du doch nicht machen brauchen. Ich bin ja zu Hause und ich komme auch erst Ende der Woche zu dir. 
Innerlich reibe ich mir die Hände. Perfekt...
Ende der Woche! Freu, freu, freu
sie: Ach daran habe ich ja gar nicht gedacht. Na vielleicht schaffst du es ja noch zwischendurch.
ich (mit Bedauern in der Stimme): nein, das sieht echt schlecht aus. Na ja, dann mus ich eben bis Donnerstag warten.

Vielleicht sollte ich Donnerstag absagen und erst Freitag hingehen... Ich ziehe die Möglichkeit ernsthaft in Betracht.
Wir legen auf und ich fühle ich froh und erleichert ... Das gibt mir noch ein paar Tage mehr Zeit an meiner Disziplin zu arbeiten.

Einige Stunden später... es klingelt an der Haustür.
meine Mutter: Ich dachte, ich bringe dir das Päckchen vorbei. Dann musst du auch nicht so lange warten...
ich: Das wäre doch nicht nötig gewesen (ich verfluche sie innerlich)
Ich nehme das Päckchen und stelle es möglichst weit aus meinem Sichtfeld. Zum Glück bleibt sie noch eine Weile. Ich hoffe auf so etwas wie spontanen Alzheimer... Dann vergesse ich vielleicht, dass sich ein schlimmes Suchtmittel in meiner Wohnung befindet.

Aber was mache ich mir denn Sorgen? Ich bin schließlich so diszipliniert... man könnte behaupten, ich habe das Wort selbst erfunden.
Meine Mutter ist wieder weg. Auch wenn ich den kleinen grauen Karton mit den schwarzen Buchstaben drauf nicht sehe, ich weiß wo er steht. Nach einer gefühlten Ewigkeit (es handelt sich vermutlich um mehrere nutzlos verbrachte Minuten) reiße ich den Karton auf.
Wenigstens mal die Bücher angucken... mehr nicht.
Ich schwöre mir, dass sie gleich ins Bücherregal verschwinden ... und zwar ungelesen!
Ich beginne an meiner Disziplin zu zweifeln...
Aber nur ganz wenig. Nein, ich habe es noch im Griff. Die Einbände gefallen mir und wie gut,dass die beiden Bücher eingeschweißt sind. Ähmm, waren... sie waren eingeschweißt! Aber man kann ja mal kurz durchblättern... sich die wirklich tollen Bilder angucken ...
Ich bin diszipiniert, bewundere die Bilder, blättere mal kurz durch, lese das ein oder andere Wort und lege die Bücher tatsächlich ins Regal. Ich habe keine Zeit zum Lesen... Vielleicht am Wochenende!
Wo kommt nur diese innere Unruhe her? Was sollen die verstohlene Blicke ins Bücherregal?
Wer hat eigentlich behauptet, dass ich diszipliniert sein kann? Und was hat das mit dem Lesen von Büchern zu tun? Nach einer weiteren, schier unendlich langen Stunde schnappe ich mir das erste Buch. Nur ein paar Seiten... Man darf doch schließlich kein ungelesenes Buch ins Regal stellen ... Ich lesen den ganzen Abend ... bis spät in die Nacht hinein. Am nächsten Morgen kriege ich meine Augen kaum auf, aber zum Weiterlesen reicht es. Nach einer weiteren Nacht ist auch das zweite Buch am Donnerstag ausgelesen ... und dabei wollte ich das Päckchen erst am Donnerstag abholen.
Zum Teufel mit meiner Disziplin!

Ach ja, die Bücher, die meine Disziplin so ins Wanken gebracht haben:
Männerheld von Katja Kober
Liebe gegen jede Regel von Andrew Grey

Absolutes Suchtpotential und nichts für Leute, für die die Einhaltung von Disziplin ebenso schwierig ist, wie für mich, obwohl ich habe sie schließlich mit ganz viel Disziplin in nahezu einem Zug zu Ende gelesen!

Sonntag, 1. Juli 2012

Kindergeburtstag Teil 3

Soeben ist auch der dritte Teil des Kindergeburtstages online gegangen.
Ich hätte selbst nicht gedacht, dass es so viel werden wird.
Was soll ich sagen ... es ist auch noch nicht zu Ende. Ein Kapitel wird es zu diesem Thema noch geben. Ich denke, dass Hendrik zu kurz gekommen ist. Obwohl die Geschichte so eng mit ihm verknüpft ist, die offenen Fragen im Grunde nur Hendrik beantworten kann, haben er und ich es nicht geschafft, sie in diesem letzten Kapitel noch umfassend zu klären.
Wobei "umfassend" vielleicht ein zu großes Wort dafür ist. Trotzdem denke ich, dass sich der eine oder andere doch fragt, was dazu geführt hat, dass sich Hendrik so benommen hat, wie er es eben hat. Ich werde versuchen diese Frage in einem neuen Kapitel zu beantworten.
Wann es erscheinen wird, kann ich noch nicht mit Gewissheit sagen. Auch wenn ich das Gefühl habe, es ist besser geworden, die elenden Blockaden verschwinden allmählich wieder, möchte ich mich nicht auf irgendeinen Termin festlegen.
 Lange Rede ... ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Spaß mit dem neuen Kapitel und einen schönen Sonntag!
Das Kapitel ist hier zu finden.