Dienstag, 14. Februar 2012

Valentinstag ...


Welcher Tag wäre besser geeignet als heute, um sich ein paar Gedanken über die Liebe, insbesondere über den Valentinstag zu machen.
Ich weiß schon, da regen sich die Gemüter.Ein absolut kommerzieller Tag, eine Erfindung der Blumen- und Süßwarenhändler und die Parfümerien haben auch noch ihre geldgeilen Hände mit im Spiel. Die roten Herzen in den Auslagen der Geschäfte gehen einem auf die Nerven, das Radio bringt die passende schnulzige Musik und das Wort Liebe bekommt so einen merkwürdigen fahlen Beigeschmack. Zugegeben auch bei mir. Es ist ohnehin kein Wort, das ich gern inflationär gebrauche.
Ein „Hab dich gern“ oder „Ich liebe dich!“ sollte auf jeden Fall gut dosiert sein und ein wirkliches Versprechen, keine Beruhigung des schlechten Gewissens sein …
Wie dem auch sei, man kommt an diesem Tag ja nur vorbei, wenn man sich ab – sagen wir mal – Mitte Januar im Haus bzw. der Wohnung versteckt und jegliche Kommunikation mit der Außenwelt vermeidet. Für all die, die das leider nicht können, heißt es in diesem Fall entweder tapfer ignorieren oder mitmachen. Ich gebe es offen zu: Ich bin für letzteres. Wieso? Hmmm, es ist der Tag der Liebenden und ich bin ein emotionaler Mensch. Ich liebe … meinen Mann, meine Kinder, meine Eltern und meine Freunde. Und ich möchte möglichst auch geliebt werden. Vorzugsweise in der gleichen Reihenfolge.
Brauche ich einen besonderen Tag dafür? Im Grunde nicht. Ich brauche auch Ostern nicht oder Weihnachten … den Hochzeitstag, den Kennlerntag, Muttertag, Männertag usw. Welchen dieser Tage braucht man schon? Keiner ist für das Überleben wichtig, keiner muss gefeiert werden. Aber wenn ich ehrlich bin, möchte ich auf keinen dieser Tage verzichten. Ich möchte sie feiern, denn das Leben ist viel zu kurz, um auf alles zu verzichten, um sich über jeden Schokoweihnachtsmann im August oder jeden Osterhasen im Januar aufzuregen.
„Ich kann meinem Schatz jeden Tag was kaufen!“ Klar kann ich das! Aber mache ich es auch? Wie oft hat einen der Alltag m Griff? Wie schwer ist es, wirkliche Liebesinseln einzubauen? Manchmal merkt man erst im Bett, dass man seinen Partner den ganzen Tag gar nicht richtig geküsst hat oder keine Zeit für eine echte Umarmung war, weil das Telefon ständig klingelt, die Kinder noch bis zum nächsten Tag einen Kurzvortag vorbereiten müssen und keine Ahnung haben, was sie über Schnittlauch erzählen sollen. Dank google ist alles schnell zusammengesucht, dank Powerpoint anschaulich verpackt und wenn der Drucker nicht streikt, verschwindet das Blatt in der Schultasche und man kann sich dankbar auf die Schulter klopfen.
Das Ende des Tages kommt schneller als erhofft und alles, was noch bleibt sind ein paar Minuten gähnend vor dem Fernseher, um letztendlich müde ins Bett zu fallen. Natürlich nimmt man die Liebe mit, aber sie soll gefälligst Ruhe geben, damit wir endlich schlafen können. Wieder ein Tag geschafft. Was uns nicht umbringt, macht uns nur härter. Und mein Lieblingsspruch: Kein Schwanz ist so hart wie das Leben ... und der trifft an dieser Stelle meist ziemlich gut zu.
Sicherlich könnte ich noch auf die verschiedenen Stadien der Liebe oder der Beziehung eingehen … aber in irgendeiner Art und Weise geht es doch den meisten so. Sind es nicht die Kinder, dann vielleicht die Karriere, das Hobby oder der Sport. Die intensive Phase des Verliebtseins vergeht meist recht schnell ... der Alltag zieht ein und schubst uns unsanft von den rosa Wolken. Ich finde die kleinen Inseln, die Eselsbrücken, die uns durchs Jahr tragen, einfach nur schön!
Natürlich braucht man den Valentinstag nicht! Aber vielleicht kann man ihn einfach als das nehmen, was er vielleicht immer sein sollte. Eine kleine Erinnerung an die Liebe. Ein Versprechen, ein besonderer Moment … so mitten in der Woche … an einem Dienstag einfach mal etwas anderes machen, aus dem Alltag ausbrechen und ein paar schöne Augenblicke mit denen, die man liebt verbringen. Das ist für mich der Valentinstag!
Und wenn es um die Herkunft geht … Die Geschichte, die sich um den Bischof Valentin von Terni dreht, die muss ich an dieser Stelle wohl nicht erwähnen.
Viel lieber wende ich mich an dieser Stelle unseren Nachbarländern, insbesondere Großbritannien zu. Dort ist der Valentinstag ist ein altes Fest, das bereits im Mittelalter als der Tag, an dem die Vögel ihre Partner aussuchen, gefeiert wurde.
Ein besonderes Dankeschön geht an dieser Stelle an den Dichter Geoffrey Chaucer (1345 bis 1400) und sein „Parlament der Vögel“, das als erstes Valentinstagsgedicht anzusehen ist.In diesem Gedicht mit einhundert Strophen (die ich mitnichten alle kenne!) geht es darum, dass sich die Vögel mit dem Erwachen von Mutter Natur versammeln, um Hochzeit zu feiern. Aber viel mehr noch gilt es das Wesen der Liebe zu ergründen … Ein bunter Katalog mit Wünschen und Hoffnungen von Verliebten …

„Denn Feiertag Sankt Valentins war’s eben,
An dem zur Gattenwahl nach diesem Ort
Sich alle Vögel, die man kennt, begeben.“ 
(Auszug aus "Parlament der Vögel von G. Chaucer)

Auch wenn man es kaum glauben mag, aber unsere Nachbarn feiern diesen Tag durchaus mit Begeisterung. Und ich schließe mich ihnen einfach mal an.
Auch der Brauch in Finnland, den Valentinstag als „Freundschaftstag“ zu feiern, gefällt mir sehr gut. Aus diesem Grund habe ich wieder Karten gebastelt und an gute Freunde verschickt.
In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Valentinstag … und einem besonderen Moment für die Liebe.

So, und wer mir jetzt noch in einem Kommentar schreibt, wie oft das Wort "Liebe" im Text stand, dem widme ich die morgige Zuckerwatte :-)

PS: Die Rose habe ich meinem Mann zum Geburtstag geschenkt. Die war echt schön!!!

Samstag, 4. Februar 2012

It's wintertime

Auch wenn ich Sommer, Sonne und Meer grundsätzlich lieber mag, so hat der Winter auch seine schönen Seiten. Die haben wir heute bei einem kleinen Winterspaziergang sehr genossen.
Schnee gehört für mich zum Winter dazu und es ist wunderschön, wenn die Bäume weiß sind, wenn der Schnee in der Sonne glitzert und die Kälte die Wangen rot färbt. Jedenfalls so lange, bis ich anfange zu frieren...
... dann sehne ich mich nach einem Kaffee, einem warmen Wohnzimmer und na ja nach meiner Susi :-) Sie wartet immer geduldig auf mich, auch wenn ich sie in den letzten Wochen ziemlich vernachlässigt habe. Wobei, das neue Kapitel von "Verschlossene Türen" ist mittlerweile online und da ich einen sehr, sehr guten Grund zm weiterschreiben habe, wird es mit dem nächsten Teil bestimmt auch nicht so lange dauern.
Zwischen all dem Schnee hat sich auch noch eine kleine Frühlingsgeschichte für den FWZ- Verlag eingeschlichen. Und wenn ich nicht schreibe, dann nähe ich *gg*
Ich habe doch tatsächlich einem guten Freund ein besonderes Geschenk versprochen ... also habe ich meinen Nähmaschine herausgeholt und den zu klein gewordenen Bademantel meines Sohnes zerschnitten. Zugegebenermaßen verbringe ich mehr Zeit damit, mir alles zusammen zu suchen, als mit dem Nähen. Ich bin gespannt, ob es mir am Ende gelingen und vor allem, ob es ihm gefallen wird.

Das aktuelle Kapitel von "Verschlossene Türen" heißt "Latte Macchiato und bunte Scherben" und ist HIER zu finden.

( Susi ist mein Netbook *gg* )
(alle Bilder gehören im Übrigen mir!)